Warum Wero? Die Gebühren von Paypal, Apple Pay, Google Pay, Visa und Mastercard schmälern den Gewinn der Händler. Onlineshop-Betreiber sind davon ebenso betroffen wie Ladenbesitzer im stationären Handel. Was gegen hohe Gebühren hilft? Wero, die neue europäische Zahlungsart. Kostenlos ist Wero zwar auch nicht, aber die Händlergebühren sind insgesamt maximal halb so hoch wie bei Paypal & Co.
Was ist Wero?
- Wero ist eine neue europäisches Zahlungsart, die von der European Payments Initiative (EPI) entwickelt wurde. Ziel der EPI es, den Zahlungsverkehr innerhalb Europas unabhängiger zu gestalten.
- Wero ist ein Konto-zu-Konto-Verfahren. Zahlungen werden direkt vom Bankkonto des Kunden auf das Händlerkonto übertragen – ohne zwischengeschaltetes Paypal.
- Wero befindet sich noch in der Aufbauphase, gewinnt aber in ganz Europa zunehmend an Bedeutung. In ganz Europa? Ja, seit dem Bizum-Deal.
Wie Wero im Onlineshop funktioniert
So funktioniert der Ablauf einer Wero-Zahlung für Ihre Kundinnen und Kunden:
- Kunde wählt Wero als Zahlungsmethode im Checkout
- Es erscheint ein QR-Code oder eine Weiterleitung
- Kunde bestätigt die Zahlung in seiner Banking-App
- Zahlung wird in Echtzeit ausgeführt
- Händler erhält den Betrag sofort und kann sofort die Produkte versenden
Wichtig: Die Zahlung mit Wero läuft über die gewohnte Banking-App des Kunden. Es ist keine separate Registrierung bei einem Zahlungsdienst notwendig.
Vorteile von Wero für Onlinehändler
Pro Wero: Positionierung als First Mover
Wer sich jetzt in der Frühphase als Wero-Händler profiliert, hebt sich von der Masse ab und erhält Links von den diversen Wero-Shoplisten und natürlich auch von demoshops.de 😉
Pro Wero: Geringere Transaktionskosten
Da weder „Zwischenbanken“ wie PayPal noch Kreditkartenanbieter bezahlt werden müssen, fallen die Händlergebühren wesentlich niedriger aus. Sie betragen etwa ein Drittel, maximal die Hälfte der PayPal-Kosten. Siehe dazu diesen Beitrag: 0,77 Prozent.
Pro Wero: Verbindung von Online- und Offlinezahlungen
Wero ist 2025 mit „Geld-an-Freunde-senden“ gestartet, 2026 wird die Reichweite in den Onlineshops erweitert. 2027 folgt die Ausweitung in den stationären Handel. Omnichannel ist das Ziel.
Tipp für kleine stationäre Händler: Für Wero-Einzüge wird nicht einmal ein Sumup-Gerät benötigt. Die Lösung heißt SoftPOS: Das Smartphone ersetzt das Terminal für Wero-Zahlungen.
Pro Wero: Echtzeit-Zahlungen ohne Ausfallrisiko
Wero basiert auf Instant Payments. Zahlungen werden unmittelbar bestätigt und verbucht. Händler profitieren von sofortiger Liquidität und reduziertem Risiko für Zahlungsausfälle.
Pro Wero: Europäischer Datenschutz
Wero hält im Unterschied zum nebulösen Paypal die europäische Datenschutzstandards ein. Die Kundendaten verbleiben im europäischen Finanzsystem. Händler können diesen Faktor auch im Marketing einsetzen.
Pro Wero: Europäisch einheitliche Zahlungsart
Wero ist europaweit einheitlich und grenzüberschreitend nutzbar. Wer in einem anderen europäischen Land einkauft, muss sich nicht mit einem unbekannten Zahlungssystem auseinandersetzen.
Pro Wero: Netzwerkeffekt
Mit steigender Wero-Verbreitung wächst die Relevanz für Händler. Wer kein Wero hat, riskiert früher oder später Kaufabbrüche im Checkout.
Nachteile von Wero für Onlinehändler
Kontra Wero: Noch begrenzte Verfügbarkeit
Wero ist aktuell nicht flächendeckend verfügbar. Kunden benötigen ein Konto bei einer Bank, die Wero zur Verfügung stellt.
Kontra Wero: Abhängigkeit von der jeweiligen Banken-App
Da Wero direkt in Banking-Apps integriert ist, hängt die Usability stark von der jeweiligen Bank ab. Das kann zu unterschiedlichem „Knöpfe drücken“ im Zahlungsprozess führen und auch zu negativen Erfahrungen.
Kontra Wero: Funktionen im Aufbau
Im Vergleich zu Paypal, Google Pay, Apple Pay, Klarna etc. fehlen noch Funktionen. Features wie wiederkehrende Zahlungen oder BNPL (Buy now, pay later) sind noch im Aufbau.
Kontra Wero: Netzwerkeffekt noch nicht erfolgt
Der Erfolg von Wero hängt davon ab, wie viele Händler und Kunden teilnehmen und wie stark das Netzwerk wächst. Wero kann auch scheitern.
Kontra Wero: Aufwand
Jede neue Zahlungart verursacht bei der Integration in das Shopsystem einen technischen Aufwand. Da macht auch Wero keine Ausnahme.
Soweit zu den Vor- und Nachteilen. Jetzt geht es um die Frage, wie sich Wero in den eigenen Shop integrieren lässt.
Integration von Wero im Online-Shop
Wie kommt Wero in meinen Shop? Für Onlinehändler gibt es drei Möglichkeiten. Via PSP, direkt oder via VR Payment. Am einfachsten funktioniert, für reine Onlinehändler, die Integration via PSP.
1. Wero über einen „normalen“ Payment Service Provider (PSP) integrieren
Wero-Integration ohne Fixkosten bieten die Zahlungsdienstleister Stripe und Mollie.
2. Wero direkt integrieren
Auch eine direkte Wero-Anbindung möglich, allerdings ist der technische Aufwand relativ hoch. Die direkte Wero-Integration eignet sich für große Händler mit eigener Payment-Infrastruktur und entsprechendem Budget. Spezialisierte Dienstleister sind Global Payments, Nexi, Nuvei und Worldline.
3. Wero über VR Payment integrieren
VR Payment, der PSP der Volks- und Raiffeisenbanken, bietet Payment-Plugins für die gängigen, standardisierten Shopsysteme an. Beheimatet ist VR Payment zwar eher im stationären Handel, aber wer Onlineshop und Ladengeschäft kombinieren möchte, findet bei VR Payment ein als E-Commerce Paket bezeichnetes Angebot mit Omnichannel-Funktionen. Kleiner Wermutstropfen: Das E-Commerce-.Paket verursacht monatliche Fixkosten. Der Grundpreis beträgt monatlichen on 24,90 €. Stand April 2026.
Darstellung im Onlineshop
Der Hinweis auf Wero sollte klar sichtbar im Onlineshop platziert werden, und zwar hier:
- Auf der Seite mit den zur Verfügung stehenden Zahlungsmethoden
- Auf der FAQ-Seite der Shop-Website
- Auf der Checkout-Seite. Das Wero-Logo wird nach der Wero-Integration bei den meisten Shopsystemen automatisch ausgespielt
Tipp: Aus Marketing-Gründen auf Wero auf der Shop-Startseite hinweisen oder im Unternehmensblog. Eine kleine Zeile wie „Europäische Zahlungslösung“ kann die Conversion verbessern, also die Umwandlung von Shopbesuchern zu Käufern.
Hallo Händler: Wero testen!
Der Checkout sollte mobil optimiert sein. Bei WooCommerce und allen anderen gängigen anderen Shopsystemen ist das der Fall. Für Testkäufe sollten zwei Szenarien durchgespielt werden:
- Testkauf via Smartphone, also im M-Commerce
- Testkauf via Laptop/Computer plus Smartphone
Mit Wero Sympathie gewinnen
Wero ist mehr als nur eine weitere Zahlungsart. Es ist ein Made-in-Europe-Projekt. Damit lässt sich auch die Sympathie der Kundinnen und Kunden gewinnen.
Fazit: Wero ist für Händler besser
- Wero ist günstiger als Paypal, Apple Pay, Google Pay, Visa und Mastercard.
- Wero bietet (Online-) Händlern eine neue Zahlungsart mit Fokus auf Echtzeitüberweisungen und europäischer Datenhoheit.
- Wero-Zahlungen werden von Bank zu Bank überwiesen. Kein Paypal dazwischen.
- Wero befindet sich noch im Aufbau, Reichweite und Funktionsumfang sind aktuell noch begrenzt.
- Für Händler, online und offline, lohnt sich ein früher Einstieg. Wer Wero jetzt intregriert, sichert sich Wettbewerbsvorteile und geht synchron mit der Wero-Expansion in Europa.
- Wer auf Wero verzichtet, könnte den Anschluss verlieren – falls sich Wero durchsetzt und die Marktführerschaft bei den europäischen Zahlungsarten übernimmt.

PS: Der Wero-Leitfaden ist für Payment-Fragen geöffnet …

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