Was kostet Wero, was knöpft Wero dem Handel ab? Für Kundinnen und Kunden ist die Wero-Zahlung kostenlos. Gebühren werden nicht erhoben. Der Handel, online und im Laden, wird dagegen bei jeder Wero-Transaktion zur Kasse gebeten.
Wero-Gebühren: um die 0,77 % pro Transaktion
Der NDR hat zu den Wero-Gebühren recherchiert und die 0,77 % ins Spiel gebracht:
Die Gebühren für Händler liegen meist um die 0,77 Prozent des Umsatzes, wobei die genaue Höhe je nach Bank und Vertrag variieren kann. Weiterer Vorteil: Das Geld kommt mit Wero sofort beim Händler an, was dessen Liquidität verbessert.
Die 0,77 sind ein Durchschnittswert, denn Wero-Gebühren sind nicht einheitlich. Die Wero-Banken konkurrieren um die Gunst der Wero-Händler. Das ist auch gut so, denn Konjurrenz hält die Gebühren niedrig.
Wero ist günstiger als PayPal
Insgesamt sind die Wero-Gebühren wesentlich günstiger als bei Paypal. Bei Paypal zahlen Händler satte 2,49 % vom Umsatz, zuzüglich einer fixen Gebühr von 0,35 € pro Transaktion. Die Gebührentabelle für Händler zeigt den Unterschied:
Paypal
Wero
2,49 % vom Umsatz
0,77 % vom Umsatz
+ 0,35 € fix
+ 0 € fix
Beispiel:
Paypal: Bei einem Rechnungsbetrag von 19,90 € knöpft PayPal 0,85 € ab, der Händler erhält 19,05 €.
Wero: Bei einem Rechnungsbetrag von 19,90 € knöpft Wero 0,15 € ab, der Händler erhält 19,75 €.
Tatsächliche Wero-Kosten für Händler
Für den Onlinehandel liegen die tatsächlichen Kosten allerdings höher. Zu den reinen Wero-Gebühren kommen obendrauf noch die Margen für Payment-Service-Provider (PSP) wie Stripe oder Mollie. Solange für Wero noch keine eigenen Payment-Gateways zur Verfügung stehen, sind Händler nämlich auf externe Dienstleister angewiesen.
Die Gebühren der PSPs
PSPs wie Mollie, Stripe oder VR Payment wollen auch etwas für ihre Dienste haben. Bei VR Payment sind, neben 24,90 € monatlicher Grundgebühr, nochmal 15 Cent pro Transaktion fällig. Dann sieht die Gebührentabelle so aus:
Paypal
Wero
2,49 % vom Umsatz
0,77 % vom Umsatz
+ 0,35 € fix
+ 0,15 € fix
Beispiel für VR Payment
Paypal-Kosten
Umsatz: 19,90 €
Kosten: 0,50 € (2,49 % vom Umsatz) plus 0,35 € fix.
Gesamtkosten: von 19,90 € knöpft PayPal 0,85 € ab.
Der PayPal-Händler erhält 19,05 €.
Wero-Kosten
Umsatz: 19,90 €
Kosten: 0,15 € (0,77 % vom Umsatz) plus 0,15 € fix.
Gesamtkosten: von 19,90 € knöpfen Wero plus VR Payment insgesamt 0,30 € ab.
Der Wero-Händler erhält 19,65 €.
Fazit: Wero ist für Händler immer noch viel günstiger als PayPal, allerdings bei VR Payment nur für Shops mit einem gewissen Umsatz pro Monat, denn die monatliche Grundgebühr von 24,90, die muss ja auch erstmal erwirtschaftet werden. Außerdem hat VR Payments, warum auch immer, noch eine Strafgebühr auf Lager.
Zusatzkosten für Shopify
Shopify-User wird das nicht freuen: VR Payment, der PSP der Volks- und Raiffeisenbanken, erhebt für Shopify-Händler eine Zusatzgebühr von 0,3 % vom Umsatz.
Welches Shopsystem ist für mich das beste?
Hier entsteht eine kleine Übersicht zu Shopsystemen. WooCommerce und Shopify machen den Anfang.
WooCommerce
WooCommerce ist ein kostenloses Shopsystem, das auf WordPress basiert und eine hohe Flexibilität bietet. WooCommerce-Admins können jeden Bereich ihres Onlineshops individuell anpassen, vom Design über die Versandzone bis zu den Zahlungsarten. Durch die große Auswahl an Plugins lässt sich ein WooCommerce- Shop genau auf die eigenen Anforderungen zuschneiden, egal ob es sich um einen kleinen Nischen-Shop oder ein umfangreiches E-Commerce-Projekt handelt.
WooCommerce mit Plugins erweitern
Ein wesentlicher Vorteil von WooCommerce ist das riesige Ökosystem an Erweiterungen. Es existieren tausende Plugins für Zahlungsanbieter, Versandlösungen, Marketing-Tools oder Buchhaltungssysteme. Dadurch kann der Funktionsumfang des Shops unkompliziert erweitert werden – auch für Menschen ohne Programmierkenntnisse.
Integration in WordPress
Da WooCommerce in WordPress integriert ist, profitieren Shopbetreiber von allen Vorteilen dieses Content-Management-Systems. Blogartikel lassen sich einfach mit dem Shop verbinden. Diese Kombination aus allgemeinem Content und Shop ist prima für die Suchmaschinenoptimierung.
WooCommerce skalieren
WooCommerce eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für wachsende Unternehmen. Ein Shop kann klein starten und problemlos erweitert werden. Mit der Wahl eines passenden Hosting-Pakets WooCommerce auch große Produktkataloge und hohe Besucherzahlen wuppen. Woo ist nicht nur für kleine Shops!
Kontrolle über Daten und Kosten
Im Gegensatz zu vielen SaaS-Shopsystemen behalten Admins bei WooCommerce die volle Kontrolle über ihre Daten, da der Shop auf dem eigenen Server betrieben wird. Zudem entstehen keine festen monatlichen Gebühren für die Nutzung der Software selbst. Kosten fallen aber für Hosting und Premium-Plugins an.
WooCommerce-Blöcke im Gutenberg-Editor
Der ganz große Vorteil aus der Kombi von WordPress und Woo liegt bei den WooCommerce-Blöcke, die im Gutenberg-Editor von WordPress zur Verfügung stehen. Die Woo-Blöcke ermöglichen es, Shop-Inhalte auf der gesamten Website zu platzieren. Produkte, Produktaktegorien, Produktsuche, Warenkorb .. alles und noch viel mehr kann direkt als Block in Seiten integriert werden.
Die Blöcke bieten eine deutlich intuitivere Arbeitsweise, insbesondere für Nutzer ohne technische Vorkenntnisse. Inhalte lassen sich per Drag-and-Drop strukturieren und flexibel anordnen. Gleichzeitig sind viele Blöcke dynamisch, das heißt sie aktualisieren sich automatisch, wenn sich Produkte oder Preise ändern.
Produkte mit Blöcken filtern
WooCommerce-Blöcke ermöglichen individuell gestaltete Produktübersichten oder hervorgehobene Angebote direkt auf Landingpages. Dadurch lassen sich optimierte Seiten erstellen, die gezielt auf bestimmte Sortimente oder Zielgruppen oder ausgerichtet sind.
WooCommerce Community und Support
Ein weiterer Vorteil ist die große Community rund um WooCommerce und WordPress. Es gibt unzählige Tutorials, Foren, Agenturen und Entwickler, die Unterstützung bieten. Probleme lassen sich dadurch oft schnell lösen, und neue Funktionen oder Best Practices sind leicht zugänglich.
Fazit
WooCommerce überzeugt durch seine enge Verzahnung mit WordPress. Die WooCommerce-Blöcke ermöglichen das Ausspielen von Shop-Inhalten auf der gesamten Website. WooCommercer eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Anwender, die einen individuell anpassbaren Onlineshop betreiben möchten.
Shopify ist ein cloudbasiertes Shopsystem, mit dem Unternehmen und Einzelpersonen Onlineshops relativ einfach erstellen können. Die Plattform wurde 2006 gegründet und hat sich zu einer der weltweit bekanntesten E-Commerce-Lösungen entwickelt. Shopify richtet sich sowohl an Einsteiger ohne Programmierkenntnisse als auch an erfahrene Händler, die komplexe Verkaufsstrukturen umsetzen möchten.
Shopify ist ein klares Shopsystem
Bei Shopify sind, im Gegensatz zu WooCommerce, Hosting, Produktverwaltung, Design und Payment in einem System integriert. Nutzer können Produkte anlegen, Bestellungen verwalten und ihren Shop über eine benutzerfreundliche Oberfläche steuern.
Shopify Funktionen
Shopify stellt eine Vielzahl von Funktionen zur Verfügung, die den Aufbau und Betrieb eines Online-Shops erleichtern:
Anpassbare Designvorlagen für unterschiedliche Branchen
Produktverwaltung mit Varianten, Kategorien und Lagerbeständen
Integrierte Zahlungsabwicklung sowie Anbindung externer Zahlungsanbieter
Versand- und Steueroptionen für nationale und internationale Verkäufe
Marketing-Tools wie Rabattcodes, E-Mail-Kampagnen und SEO-Funktionen
Analyse- und Reporting-Tools zur Auswertung von Verkaufsdaten
Zusätzlich bietet ein umfangreicher App-Store Erweiterungen für nahezu jeden Anwendungsfall, etwa für Dropshipping, Buchhaltung oder Kundenbindung.
Vorteile von Shopify
Ein Vorteil von Shopify ist die einfache Bedienbarkeit. Auch ohne technische Vorkenntnisse lässt sich schnell ein funktionierender Onlineshop aufbauen. Shopify übernimmt Hosting, Sicherheitsupdates und Wartung, Händler konzentrieren sich auf ihr Geschäft.
Shopify eignet sich sowohl für kleine Shops als auch für große Unternehmen mit hohem Verkaufsvolumen. Durch verschiedene Tarifmodelle können Händler das System an ihre Bedürfnisse anpassen.
Je nach Tarif ermöglicht Shopify den Verkauf über mehrere Kanäle hinweg, etwa über Social Media, Marktplätze oder stationäre Kassensysteme.
Nachteile von Shopify
Shopify ist ein geschlossenes System, was bedeutet, dass Nutzer weniger Kontrolle über den Quellcode haben als bei Open-Source-Lösungen. Individuelle Anpassungen sind möglich, aber oft nur innerhalb bestimmter Grenzen.
Außerdem fallen monatliche Gebühren sowie Transaktionskosten an, insbesondere wenn nicht das hauseigene Zahlungssystem genutzt wird. Für zusätzliche Funktionen können weitere Kosten durch Apps entstehen.
Für wen eignet sich Shopify?
Shopify eignet sich besonders für:
Einsteiger im E-Commerce, die schnell starten möchten
Kleine und mittelständische Unternehmen
Marken, die Wert auf Design und Benutzerfreundlichkeit legen
Händler, die international verkaufen möchten
Weniger geeignet ist die Shopify für Nutzer, die maximale technische Kontrolle benötigen oder ein stark individualisieres Shopsystem benötigen.
Fazit
Shopify ist ein leistungsfähiges und benutzerfreundliches Shopsystem, das den Einstieg in den Online-Handel erheblich vereinfacht. Durch seine breite Funktionspalette, einfache Skalierbarkeit und zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten ist Shopify für Einsteiger besonders attraktiv. Gleichzeitig sollten die laufenden Kosten und die eingeschränkte Flexibilität im Vergleich zu Open-Source-Systemen wie WooCommerce bei der Entscheidung berücksichtigt werden.
Was kostet ein Shopsystem wirklich?
WooCommerce Kosten
WooCommerce ist ein Plugin für WordPress, mit dem sich ein Onlineshop erstellen lässt. Die Software selbst ist kostenlos und kann frei genutzt werden.
Wichtig ist jedoch: „kostenlos“ bedeutet nur, dass keine Lizenzgebühren anfallen. Für einen funktionierenden Online-Shop entstehen trotzdem verschiedene Kosten.
Grundprinzip der Kosten
WooCommerce funktioniert nach dem Baukastenprinzip. Das bedeutet:
Die Basis ist kostenlos
Zusätzliche Funktionen kosten Geld
Ein Shop besteht immer aus mehreren Bausteinen wie Hosting, Design und Erweiterungen.
Die wichtigsten Kostenbereiche
Hosting und Domain
Damit der Shop online erreichbar ist, benötigt man Webhosting und eine Domain.
Hosting und Domain: ca. 5 bis 20 Euro pro Monat
Design und Themes
Für das Aussehen des Shops werden Themes genutzt.
Kostenlose Themes sind möglich
Premium-Themes kosten etwa 50 bis 100 Euro pro Jahr
Plugins und Erweiterungen
Für zusätzliche Funktionen werden Plugins benötigt, zum Beispiel für:
Versand
Rechtstexte
SEO und Marketing
Kosten:
Premium-Plugins kosten etwa 50 bis 100 Euro pro Jahr
Nicht alle Plugins sind zwingend notwendig, aber manche sind für einen professionellen Shop sinnvoll.
Wartung und Sicherheit
Ein Shop muss regelmäßig gepflegt werden:
Updates
Backups
Sicherheitsmaßnahmen
Kosten:
ca. 100 bis 300 Euro pro Jahr, falls damit externe Dienstleister beauftragt werden
Einmalige vs. laufende Kosten
Ein WooCommerce-Shop hat zwei Arten von Kosten:
Einmalige Kosten:
Einrichtung
Laufende Kosten:
Hosting
Plugins
Themes
Wartung
Ein einfacher WooCommerce-Shop kann mit Kosten von hundert Euro pro Jahr betrieben werden!
Für wen eignet sich WooCommerce
WooCommerce eignet sich besonders für:
Einsteiger mit WordPress-Kenntnissen
Kleine und mittelständische Unternehmen
Händler, die maximale Flexibilität möchten
Weniger geeignet ist es für Nutzer, die eine komplett fertige Lösung ohne technischen Aufwand suchen.
Fazit
WooCommerce ist in der Basis kostenlos, aber ein professioneller Onlineshop kann zusätzlich Kosten verursachen. Diese hängen stark davon ab, wie umfangreich und individuell der Shop sein soll.
Im Gegensatz zu WooCommere fallen bei Shopify nicht nur für das Hosting feste monatliche Kosten an.
Grundprinzip der Kosten
Shopify arbeitet mit einem Abomodell. Händler zahlen eine monatliche Gebühr für die Nutzung der Plattform. Zusätzlich können weitere Kosten entstehen, etwa durch Transaktionen, Apps oder Design-Anpassungen.
Die Gesamtkosten setzen sich in der Regel aus folgenden Punkten zusammen:
Monatliche Grundgebühr
Transaktionsgebühren
Kosten für Apps und Erweiterungen
Design (Themes)
Optionale Zusatzleistungen
Shopify Preispläne im Überblick
Tarif
Monatliche Kosten
Transaktionsgebühren (ohne Shopify Payments)
Geeignet für
Basic
ca. 36 €
ca. 2,0 %
Einsteiger und kleine Shops
Shopify
ca. 105 €
ca. 1,0 %
Wachsende Unternehmen
Advanced
ca. 384 €
ca. 0,5 %
Größere Shops mit höherem Umsatz
Shopify Plus
individuell (ab ca. 2.000 €)
individuell
Enterprise und große Marken
Die genauen Preise können je nach Region und Vertragslaufzeit leicht variieren.
Zahlungsgebühren
Neben den monatlichen Kosten fallen Gebühren für Zahlungsabwicklungen an. Diese hängen davon ab, ob das integrierte Zahlungssystem genutzt wird.
Bei Nutzung von Shopify Payments:
ca. 1,5 % bis 2,9 % + feste Gebühr pro Transaktion
Bei externen Zahlungsanbietern:
Zusätzliche Shopify-Gebühren (siehe Tabelle)
Gebühren des jeweiligen Zahlungsanbieters
Diese Kosten steigen mit dem Umsatz des Shops.
Kosten für Themes und Design
Shopify bietet sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Themes an.
Kostenlose Themes: ausreichend für einfache Shops
Premium-Themes: ca. 150 € bis 400 € einmalig
Apps und Erweiterungen
Viele Funktionen werden über Apps ergänzt, zum Beispiel:
Marketing und SEO
Versand und Logistik
Buchhaltung
Kundenbindung
Kosten:
Oft zwischen 5 € und 50 € pro Monat pro App
Komplexe Lösungen können deutlich teurer sein
Mit steigenden Anforderungen wachsen meist auch die App-Kosten.
Weitere mögliche Kosten
Zusätzlich können je nach Bedarf weitere Ausgaben entstehen:
Domain: ca. 10 € bis 20 € pro Jahr
Externe Dienstleistungen (z. B. Entwicklung oder Design)
Marketingkosten (Ads, E-Mail-Marketing etc.)
Diese Kosten sind nicht direkt an Shopify gebunden, aber für den Betrieb eines erfolgreichen Shops relevant.
Einordnung der Gesamtkosten
Ein kleiner Shopify-Shop kann Kosten von etwa 50 € bis 150 € pro Monat verursachen.
Ein mittelgroßer Shop mit mehreren Apps und höherem Umsatz liegt bei 150 € bis 500 € Kosten pro Monat.
Größere Projekte oder Enterprise-Lösungen können mehrere tausend Euro pro Monat kosten.
Fazit
Shopify bietet eine transparente Preisstruktur mit festen monatlichen Gebühren und zusätzlichen variablen Kosten. Der Einstieg ist vergleichsweise einfach, allerdings steigen die Gesamtkosten mit den Anforderungen und dem Umsatz. Für viele Händler ist Shopify dennoch attraktiv, da Technik, Hosting und Wartung bereits in der Plattform enthalten sind.
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