Mollie-Account, wer braucht so was? Gewerbliche Händlerinnen und Händler. Wer nur einkaufen oder nur privat verkaufen möchte, braucht kein Mollie. Mollie stellt ausschließlich Geschäftskonten zur Verfügung. Zur Unterscheidung:
- PayPal bietet Kundenkonten (für normale Menschen) und Geschäftskonten (für Händler)an
- Mollie bietet nur Geschäftskonten an
In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie als Händlerin oder Händler einen Account bei Mollie anlegen. Als Beispiel dient ein Einzelunternehmer, der eine Website mit angeschlossenem Onlineshop betreibt, und zwar auf der Basis von WordPress und WooCommerce. Der Beitrag ist aber weitgehend „Shopneutral“, das Onboarding bei Mollie ist für alle Shopsysteme gleich.
Ziel: Wero integrieren
Ziel dieses Unternehmers ist es, so schnell und kostengünstig wie möglich die neue europäische Zahlungsart Wero in den Onlineshop zu integrieren.
Was hat Mollie mit Wero zu tun?
Mollie ermöglicht es Händlern in naher Zukunft (voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2026), die Zahlungsart Wero im eigenen Shop zu integrieren. Das bieten andere PSPs zwar auch, aber für Mollie sprechen einige gewichtige Gründe:
- Mollie ist Mitglied der European Payments Initiative (EPI) – im Gegensatz zu Stripe
- Mollie hat seinen Firmensitz in den Niederlanden, also einem Wero-Land – im Gegensatz zu Stripe
- Mollie verlangt keine monatlichen Grundgebühren – das Omnichannel-Paket von VR Payment ist dagegen mit monatlichen Fixkosten verbunden
- Mollie stellt eine gesteste und kostenlose Schnittstelle für WooCommerce zur Verfügung – im Gegensatz zu VR Payment befindet sich das Plugin im offiziellen Plugin-Directory von WordPress und nicht ausschließlich auf der Entwicklerplattform GitHub. Ich will Anwender sein und kein Betatester.
Ist Mollie für jedes Shopsystem gleich gut geeignet?
Nein, Mollie arbeitet wie jeder PSP mit diesem oder jenem Shopsystem schlecht, mittelmäßig oder optimal zusammen. Optimal heißt: Der PSP stellt für das gewünschte Shopsystem ein gut gepflegtes, kostenloses Plugin zur Verfügung. Ein Plugin, das von Menschen ohne Programmierkenntnisse in 2 Minuten installiert und 15 Minuten konfiguriert werden kann.
Prebuilt Intregrations für Mollie

Wer Mollie für seinen Webshop verwenden möchte, sollte zuvor einen Blick auf die obige Liste werfen. Der Stand ist vom April 2026. Folgende Shopsysteme werden sicher von Mollie unterstützt:
- WooCommerce (Schönheitsfehler: altes Logo)
- Shopify
- Magento
- Shopware
- Lightspeed
- JTL5
- PreestaShop
- Wix
- plentymarkets
- Sylius
- OXID 6
- gambio
- Salesforce
- Webador (Schönheitsfehler: kein Logo)
- OpenCart (Schönheitsfehler. kein Logo)
Ihr Shopsystem ist in der obigen Liste enthalten und Sie möchten mit Ihrem Shop bei Wero frühzeitig am Start sein? Dann wäre ein Mollie-Account der erste Schritt.
Einen Mollie Account anlegen

Los geht das Onboarding auf der Mollie-Website bei Produkte / Onlinezahlungen. Verlangt werden Name, E-Mail-Adresse und Passwort.
Email bestätigen

Wie allgemein üblich muss natürlich auch bei Mollie die Email-Adresse über einen Code authentifiziert werden.
Unternehmensstandort

Mollie ist nicht für Privatpersonen, sondern für Unternehmen. Auf dem nächsten Schirm wird der Unternehmensstandort abgefragt.
Name des Unternehmens

Hier bietet Mollie eine Suche für den „Rechtlichen Firmennamen“ an. Bei mir wird es jetzt schwierig, denn ich führe nur einen sehr kleinen Onlineshop, als Ergänzung zu meiner Website „Radkolumne“. Ich bin also Einzelunternehmer. Mein Unternehmen ist zwar beim Finanzamt angemeldet, aber in keinem Handelsregister oder sonstigem Register verzeichnet.
Unternehmen manuell einfügen

Der Name meiner Website wird daher nicht als rechtlicher Firmenname akzeptiert. Das ist aber für Mollie kein Problem, ich klicke ganz einfach auf Manuell hinzufügen.

Ich wähle beim manuellen Hinzufügen die Rechtsform Einzelunternehmen aus dem Dropdown-Menü. Jetzt kann ich den Unternehmensnamen eintragen. Außerdem möchte Mollie meine Adresse und die Zustimmung zum Nutzungsvertrag und der Datenschutzerklärung.
Verschiedene Szenarien für Mollie-Nutzung

Auf dem nächsten Schirm bietet mir Mollie folgende Nutzungsmöglichkeiten an:
- Verkaufen über Website
Lassen Sie sich über Ihre Website oder App bezahlen - Persönlich verkaufen
Verkaufen Sie im Geschäft, unterwegs, mit Terminals, QR-Codes oder Ihrem Telefon. - Eröffnen Sie ein Geschäftskonto
Versenden und Empfangen von Geldern am selben Tag und Verwenden einer Mollie-Karte - Rechnungen und Zahlungslinks senden
Regelmäßige Rechnungen oder Zahlungslinks automatisch versenden - Bauen Sie eine Plattform auf
Zahlungen einbetten und Auszahlungen für Ihre Anbieter verwalten
Ich entscheide mich für die erste Option: Verkaufen über meine Website.
Mollie-Konto ist bereit

Damit wäre das Mollie- Konto auch schon bereit, das Onboarding war schmerzfrei. Jetzt klicke auf Gehen Sie zu Ihrem Dashboard.
Das Mollie-Dashboard

Das Mollie-Konto ist angelegt, das Dashboard empfängt mich. Um in meinem Onlineshop via Mollie Zahlungen empfangen zu können, sind aber noch drei weitere Schritte notwendig:
- Ein Zahlungsgateway muss innerhalb der Shopsoftware installiert werden
- Das Zahlungsgateway muss mit dem Mollie-Account verknüpft werden
- Die gewünschten Zahlungsarten müssen im Shopsystem aktiviert werden
Zahlungsgateway installieren
Das Shopsystem braucht noch eine Schnittstelle zu Mollie. Diese Schnittstelle, auch Gateway genannt, unterscheidet sich je nach Shopsystem.
Mollie-Schnittstelle für WooCommerce

Für WooCommerce steht das kostenlose Plugin Mollie Payments for WooCommerce zur Verfügung.
PS: Ich hab als Screenshot das englische Coverbild des Plugins genommen, das deutsche war mir zu fürchterlich. Hoffentlich ändern die das mal.
Zahlungs-Plugin mit Mollie-Account verbinden
In nächsten Schritt muss das Zahlung-Plugin mit WooCommerce verbunden werden. Diese Verbindung funktioniert über Codes, sogenannte „Schlüssel“, die im Mollie-Account abgerufen und im Shopsystem hinterlegt werden.
Zahlungsarten auswählen
Der letzte Schritt besteht in der Auswahl der Zahlungsarten. Mollie bietet über 30 Zahlungsarten an – zu viele für die meisten Kundinnen und Kunden. Hier heißt es für Händlerinnen und Händler, die wichtigsten davon auszuwählen.
Wie geht es jetzt hier weiter?
Als Anleitung zur Verknüpfung von Mollie und WooCommerce sind weitere Artikel auf demoshops.de geplant. Ich möchte aber noch warten, bis mir Mollie auch Wero wirklich für meinen Shop anbietet.
Falls Sie jetzt schon Fragen oder Anmerkungen haben, nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion.

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