Für welche Shopsysteme steht Wero zur Verfügung?

Wero wollen viele Händler in ihrem Onlineshop einsetzen. Sie auch? Dazu braucht es drei Voraussetzungen:

  1. Bank kann Wero
    Sie sollten Ihr Konto bei einer Wero-Bank führen
    Hier geht es zur Wero-Bankenliste
    PS: Anti-Wero-Banken werden vom Markt gefegt
  2. PSP kann Wero
    Ihr PSP muss Wero für Ihr Shopsystem anbieten
  3. Shopsystem kann Wero
    Ihr Shopsystem muss prinzipiell für Wero geeignet sein
    PS: Anti-Wero-Shopsysteme werden vom Markt gefegt

Der Knackpunkt sind die PSPs. Für KMUs bieten sich VR Payment, Mollie und Stripe als PSP an.

Dazu noch eine kleine Anmerkung: VR Payment hat seine Wurzeln im stationären Handel, Mollie und Stripe kommen aus dem E-Commerce. Beim persönlichen oder telefonischen Kontakt mit VR Payment wird diese „Ladengeschäft-Herkunft“ schnell klar. Da ist beim Service noch Luft nach oben.

VR Payment, der Payment-Dienstleister der Volks- und Raiffeisenbanken, bietet Schnittstellen für folgende Shopsysteme an:

  • Gambio
  • JTL
  • Magento
  • Planet
  • PlentyOne
  • Prestahop
  • Salesforce
  • Shopify
  • Shopware
  • WooCommerce

Welche Plugins entwickelt VR Payment?

Es ist allerdings unklar, welche Schnittstellen wirklich auch von VR Payment entwickelt werden. In der Dokumentation sind diese sieben Systeme genannt:

Magento 2, Shopware 6, WooCommerce, PrestaShop 1.7, Salesforce, JTL 5 und Gambio 4.

Testaccount bei VR Payment

Für das Testen aller Schnittstellen stellt VR Payment einen 12-monatigen kostenlosen Account zur Verfügung, den sogannten Omnichannel-Account.

Integration des Shopsystems auswählen

Die Verknüpfung mit dem Shopsystem funktioniert im Testaccount von VR Payment über den Menüpunkt Integrationen. Hier kann dann das Shopsystem ausgewählt werden, zum Beispiel WooCommerce. Die Anleitung für WooCommerce:

  1. Installieren Sie das Plugin direkt vom VR Payment github: woocommerce
  2. Sobald das Plugin installiert ist, können Sie die Konfiguration öffnen.
  3. Geben Sie die Space ID (vgl. unten) in die Plugin Konfiguration ein.
  4. Klicken Sie unten auf auf Benutzer erstellen um eine User ID und einen Authentication Schlüssel zu erstellen. Tragen Sie die User ID und den Schlüssel, der Ihnen angezeigt wird, in der Plugin Konfiguration ein. Bitte Beachten Sie, dass die User ID und der Schlüssel nur einmal angezeigt werden.

Weiter heißt es: „Sobald Sie die Space ID gespeichert haben, verbindet sich das Plugin direkt mit der Omnikanal Zahlungslösung und synchronisiert alle Einstellungen und Zahlungsmethoden.“

Vorsicht GitHub

Achtung: Githiub ist eine Entwickler-Plattform! Hier sucht VR Payment wohl nach Betatestern.

PS: Hey, VR Payment, das ist noch das alte Woo-Logo! Bitte mal auswechseln.

Stripe bietet Schnittstellen zu allen gängigen Shopsystemen an, zum Beispiel:

  • Gambio
  • JTL
  • Magento
  • Planet
  • PlentyOne
  • Prestahop
  • Salesforce
  • Shopify
  • Shopware
  • WooCommerce

Die Wero-Integration in die jeweiligen Zahlungs-Gateways erfolgt im Laufe des Jahres 2026.

Stripe bietet Schnittstellen zu allen gängigen Shopsystemen an, zum Beispiel:

  • Gambio
  • JTL
  • Magento
  • Planet
  • PlentyOne
  • Prestahop
  • Salesforce
  • Shopify
  • Shopware
  • WooCommerce

Die Wero-Integration in die jeweiligen Zahlungs-Gateways erfolgt im Laufe des Jahres 2026.


Shopsystem-Vergleich, sortiert nach Marktanteilen


Marktanteil

  • Weltweit führendes SaaS-Shopsystem
  • In Deutschland ca. 35–40 % Marktanteil bei aktiven Online-Shops
  • Besonders stark bei kleinen und mittleren Unternehmen (D2C, Marken, Startups)

Kosten

  • Basic: ca. 36 €/Monat
  • Shopify: ca. 105 €/Monat
  • Advanced: ca. 384 €/Monat
  • Zusatzkosten:
    • Transaktionsgebühren (0–2 %, abhängig vom Zahlungsanbieter)
    • Kostenpflichtige Apps und Themes
  • Hosting, Wartung und Updates inklusive

Features

  • Komplett cloudbasiert (SaaS)
  • Intuitive Benutzeroberfläche
  • Integriertes Hosting und Sicherheitsmanagement
  • App-Store mit mehreren Tausend Erweiterungen
  • Multichannel-Verkauf (Social Media, Marktplätze, POS)
  • Gute Marketing- und Analysefunktionen

Vorteile

  • Sehr schneller Einstieg ohne technische Vorkenntnisse
  • Hohe Stabilität und Performance
  • Großer App-Marktplatz und breite Community
  • Geringer Wartungsaufwand

Nachteile

  • Laufende monatliche Kosten
  • Abhängigkeit vom Anbieter (Vendor Lock-in)
  • Begrenzte Anpassbarkeit im Core-System
  • Erweiterte Funktionen oft nur über kostenpflichtige Apps

Marktanteil

  • Weltweit das meistgenutzte Shopsystem (nach Installationen)
  • In Deutschland ca. 25–30 % Marktanteil
  • Hohe Verbreitung, weil aufbauend auf WordPress

Kosten

  • Plugin selbst kostenlos
  • Zusatzkosten:
    • Hosting: ca. 10–100 €/Monat
    • Premium-Themes und Plugins
    • Wartung, Sicherheit und Updates
  • Keine festen Transaktionsgebühren durch WooCommerce

Features

  • WordPress-Plugin mit vollständiger Shop-Funktionalität
  • Sehr hohe Flexibilität durch Plugins
  • Gute SEO-Möglichkeiten durch WordPress
  • Große Auswahl an Zahlungs- und Versandlösungen
  • Content- und Commerce-Integration

Vorteile

  • Volle Kontrolle über Daten und Hosting
  • Sehr flexibel und individuell anpassbar
  • Ideal für content-getriebene Shops
  • Große Entwickler- und Plugin-Community

Nachteile

  • Technisch anspruchsvoller als SaaS-Systeme
  • Performance und Sicherheit stark hostingabhängig
  • Wartung und Updates in eigener Verantwortung
  • Plugin-Abhängigkeiten können Komplexität erhöhen

Marktanteil

  • Deutsches Shopsystem mit starkem Fokus auf Europa
  • Ca. 7–15 % Marktanteil in Deutschland
  • Häufig bei mittleren bis großen Shops im Einsatz

Kosten

  • Community Edition: kostenlos (Open Source)
  • Kommerzielle Editionen (Rise, Evolve, Beyond):
    • ab ca. 600 €/Monat aufwärts
  • Hosting meist zusätzlich (Self-Hosting oder Managed Hosting)
  • Agentur- und Entwicklungskosten üblich

Features

  • Modularer, API-first Ansatz
  • Starke B2B- und B2C-Funktionalitäten
  • Erlebniswelten (Content + Commerce)
  • Headless-Commerce-fähig
  • Großer Plugin-Marktplatz

Vorteile

  • Sehr gut skalierbar
  • Hohe Flexibilität für komplexe Geschäftsmodelle
  • Starke Anpassungsmöglichkeiten
  • Gute Performance bei professionellem Setup

Nachteile

  • Höhere Einstiegskosten als Shopify oder WooCommerce
  • Technisch komplexer
  • Meist Agentur oder Entwickler erforderlich
  • Laufende Wartungs- und Updatekosten

Marktanteil

  • Stark im deutschsprachigen Raum
  • Geschätzter Marktanteil ca. 5–10 %
  • Häufig bei KMU mit Lager- und Warenwirtschaftsbedarf

Kosten

  • JTL-Shop Free: kostenlos
  • Erweiterte Editionen: ca. 99–299 €/Monat
  • JTL-Wawi (Warenwirtschaft) in Basisversion kostenlos
  • Hosting und Design ggf. zusätzlich

Features

  • Enge Verzahnung mit JTL-Wawi
  • Multichannel-Anbindung (Marktplätze, POS)
  • Umfangreiche Lager- und Bestandsverwaltung
  • Solide Standard-Shopfunktionen
  • Eigenes Plugin-Ökosystem

Vorteile

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Keine Transaktionsgebühren
  • Ideal für Händler mit Lager und Versand
  • Gute Marktplatzintegration (Amazon, eBay)

Nachteile

  • Design und Frontend weniger modern
  • Geringere internationale Verbreitung
  • Weniger flexibel als Shopware oder WooCommerce
  • Abhängigkeit vom JTL-Ökosystem

Marktanteil

  • Geschätzter Marktanteil ca. 3–5 %
  • Stark positioniert als E-Commerce-ERP und Multichannel-Plattform
  • Häufig bei wachstumsstarken und marktplatzorientierten Händlern

Kosten

  • Preis abhängig von Umsatz, Modulen und Kanälen
  • Individuelle Angebote
  • 30-Tage-Testphase möglich
  • Cloud-Hosting inklusive

Features

  • All-in-one-Plattform (Shop, ERP, PIM, OMS, WMS)
  • Über 150 Marktplatz- und Verkaufskanal-Anbindungen
  • Echtzeit-Bestands- und Auftragsmanagement
  • Integriertes Shopsystem
  • Internationale Skalierung

Vorteile

  • Zentrale Steuerung aller Verkaufskanäle
  • Sehr leistungsfähig für Multichannel-Händler
  • Keine externen ERP-Systeme nötig
  • Hohe Automatisierung

Nachteile

  • Höhere Komplexität als klassische Shopsysteme
  • Weniger flexibel im Frontend-Design
  • Einarbeitung zeitintensiv
  • Kostenstruktur weniger transparent

Zusammenfassung Shopsysteme

  • Shopify: ideal für schnellen Einstieg, D2C-Marken und einfache Skalierung
  • WooCommerce: maximale Flexibilität für Content- und SEO-getriebene Shops
  • Shopware: professionelle Lösung für komplexe, skalierende Geschäftsmodelle
  • JTL-Shop: sehr geeignet für deutsche KMU mit Fokus auf Warenwirtschaft
  • PlentyONE: optimal für Multichannel- und Marktplatz-Händler mit ERP-Bedarf

Vergleichstabelle Shopsysteme

KategorieShopifyShopwareWooCommerceJTL-ShopPlentyONE
SystemtypSaaS (Cloud)Hybrid (Self-Hosted / Managed)WordPress-Plugin (Self-Hosted)Self-Hosted / Cloud-OptionCloud-ERP mit integriertem Shop
Marktverbreitung (DACH)Sehr hochMittel bis hochSehr hochMittelNische (Multichannel)
Einstiegskostenab ca. 36 €/MonatCommunity: 0 € / kommerziell ab ca. 600 €/MonatPlugin kostenlosFree / ab ca. 99 €/MonatAbhängig von Tarif & Umsatz
Laufende ZusatzkostenApps, TransaktionsgebührenHosting, Plugins, AgenturHosting, Plugins, WartungHosting, TemplatesModule, Kanäle
HostingInklusiveExtern oder ManagedExternExtern oder CloudInklusive
ERP / WarenwirtschaftExtern erforderlichExtern erforderlichExtern erforderlichIntegriert (JTL-Wawi)Voll integriert (ERP, WMS, OMS)
Multichannel / MarktplätzeGut (Apps)Gut (Plugins)Gut (Plugins)GutSehr umfangreich
B2B-FunktionenGrundlegend (Apps)Sehr starkÜber PluginsGrundlegendSehr stark
SkalierbarkeitHochSehr hochHosting-abhängigMittel bis hochSehr hoch
FlexibilitätMittelHochSehr hochMittelHoch (prozessgetrieben)
Technischer AufwandGeringMittel bis hochMittel bis hochMittelMittel bis hoch
Typische ZielgruppeD2C, KMU, StartupsMittelstand, Enterprise, B2BContent- & SEO-getriebene ShopsKMU mit Lager & VersandMultichannel- & Marktplatzhändler

Was ist das beste Shopsystem?

Das allgemein beste Shopsystem gibt es nicht. Es hängt immer von den Kenntnissen und Zielen des Händlers ab, welches Shopsystem sich am besten eignet. Hier sind vier typische Szenarien:


Empfohlen:
Shopify oder WooCommerce

Begründung:

  • Shopify: Sehr schneller Start ohne technische Hürden, Hosting inklusive, intuitive Benutzeroberfläche. Ideal, wenn Sie sich die Technik vom Leibe halten möchten.
  • WooCommerce: Wenn Sie bereits eine WordPress-Website betreiben oder viel Content/Storytelling planen, z. B. einen Blog über Geschenkideen, ist die Kombi aus WordPress-Blog und WooCommerce-Shop prima.

Warum nicht Shopware/JTL/PlentyONE?

  • Shopware ist für kleine Shops meist überdimensioniert.
  • JTL lohnt sich eher mit Lager/Wawi.
  • PlentyONE ist eher für komplexe Multichannel/ERP-Szenarien geeignet.

Empfohlen:
Shopware oder WooCommerce (mit B2B-Plugins)

Begründung:

  • Shopware: Sehr gute B2B-Funktionalität (Kundenpreise, Unternehmenslogik, Kataloge, API-First-Ansatz). Stark skalierbar für internationale Anforderungen.
  • WooCommerce: Mit passenden B2B/Role-Based-Pricing/Multilingual-Plugins kann es eine kosteneffiziente Lösung für internationale kleine bis mittlere B2B-Shops sein.

Warum nicht Shopify/JTL/PlentyONE?

  • Shopify kann B2B umsetzen, ist aber weniger spezialisiert.
  • JTL eignet sich stärker für DACH mit Lagerfokus.
  • PlentyONE ist leistungsstark, aber eher ERP-zentriert als klassischer B2B-Shop-Frontend-Stack.

Empfohlen:
PlentyONE (bzw. plentymarkets/PlentyONE) oder Shopify + Apps/Integrationen

Begründung:

  • PlentyONE: Echte All-in-One-Lösung mit integriertem ERP, PIM, OMS, WMS und sehr vielen Marktplatz-Anbindungen (Amazon, eBay, Kaufland, ManoMano etc.). Zentralisiert Bestände, Aufträge und Prozesse.
  • Shopify: Wenn du weniger tiefe ERP-Funktionalität brauchst, aber schnellen Marktplatz-Multichannel-Vertrieb willst, ist Shopify mit passenden Integrationen (z. B. Channel-Connectors, Marktplatz-Apps) eine gute Wahl.

Alternative für deutschsprachige Händler:
JTL-Shop mit JTL-Wawi kombiniert mit Marktplatz-Plugins, wenn Lagerverwaltung und DACH-Marktplätze im Vordergrund stehen.


Empfohlen:
WooCommerce (mit Buchungs/Termin-Plugins) oder Shopify + Termin-Apps

Begründung:

  • WooCommerce: Mit Termin-Extensions können Sie Reservierungen und Buchungen für Yogastunden oder Ferienwohnungen integrieren.
    Kleiner Tipp: WooCommerce Bookings ist teuer, nicht sehr intuitiv und schlecht bewertet. Deses Plugin ist besser bedienbar: Flexi Booking and Appointment.
  • Shopify: Über Apps/Integrationen ebenfalls umsetzbar (Buchungen, Kalender, Ressourcen), ideal wenn du ein sehr einheitliches SaaS-Setup möchtest.

Warum nicht klassische Shopsysteme?

  • Systemunnabhängige Terminsoftware (z. B. Wix Bookings, Acuity, Calendly) kann ggf. parallel laufen – aber wenn Sie Shop + Buchung auf einer Website haben möchten, sind WooCommerce oder Shopify mit Buchungs-Plugins/Apps die sinnvollsten Optionen.

Zusammenfassung

SzenarioBeste WahlAlternative
Kleiner GeschenkeshopShopifyWooCommerce
B2B-ShopShopwareWooCommerce (+ B2B-Plugin)
Multichannel mit MarktplätzenPlentyONEShopify (+ Marketplace Connect)
Yogastunden-BuchungWooCommerce (+ Booking-Plugin)Shopify (+ Booking-Apps)