PayPal steht unter Druck – und reagiert mit einer fetten Kampfansage. Statt sich von der Zahlungart Wero verdrängen zu lassen, ändert der Noch-Marktführer sein Geschäftsmodell radikal und greift Wero über die Bande an. Im Visier hat Paypal jetzt nämlich PSPs wie Mollie und Stripe,
Die Rolle von Stripe und Mollie
Da Stripe und Mollie im Gegensatz zu Paypal keine Kundenkonten anbieten, sind sie für für Verbraucher unsichtbar. Für die Mehrheit der Onlinehändler sind sie allerdings unverzichtbar. Mollie und Stripe ermöglichen kleinen und mittleren Onlinehändlern die technische Integration von Zahlungsarten. Und zu diesen Zahlungsarten zählt eben auch Wero.
Die Wero – Basics
Das europäische Zahlungssystem Wero basiert auf Echtzeitüberweisungen und wird von folgenden Banken unterstützt: Wero-Bankenliste.
Wero hat das Ziel, eine einheitliche, unabhängige Zahlungsinfrastruktur innerhalb Europas zu schaffen.
Händler haben mit Wero eine kostengünstige Alternative zu US-Zahlungsarten wie Paypal, Google Pay, Apple Pay, Visa und Mastercard.
Vorteile der Zahlungsabwicklung in Echtzeit
Händler können sofort über das Geld verfügen. Das verbessert die Liquidität und reduziert Wartezeiten und Unsicherheiten im Zahlungsprozess.
Geringere Transaktionskosten
Im Vergleich zu Paypal, Kreditkarten oder anderen Zahlungsanbietern ist Wero kostengünstiger. Da das System auf Banküberweisungen basiert und weniger Zwischeninstanzen benötigt, profitieren Händler von relativ niedrigeren Gebühren.
Wero ist eine sichere Zahlungsart
Wero setzt auf die etablierte SEPA-Infrastruktur und moderne Sicherheitsstandards. Händler tragen damit ein geringeres Risiko bei Betrugsversuchen. Außerdem stärkt die Verbindung zu den etablierten Sparkassen und Banken das Vertrauen der Kunden in Wero. Die Zahlung erfolgt direkt über das Bankkonto, ohne Umwege über Drittanbieter oder zusätzliche Registrierungsschritte. Das sorgt für eine bessere Conversion Rate im Onlinehandel.
Europäische Unabhängigkeit
Wero steht für die europäische Unabhängigkeit. Händler profitieren von einer Lösung, die unabhängig von asiatischen und US- Anbietern ist. Das kann langfristig mehr Stabilität und Planungssicherheit bieten, insbesondere im Hinblick auf weltweite politische Entwicklungen.
Optimiert für den Omnichannel-Handel
Wero verbindet ab 2027 den stationären Handel mit dem E-Commerce. Dadurch können Händler eine einheitliche Zahlungsstrategie über verschiedene Vertriebskanäle hinweg umsetzen.
Wero ist zukunftssicher
Wero wird kontinuierlich weiterentwickelt, Händler profitieren von einer zukunftssicheren Lösung. Neue Funktionen und Erweiterungen können flexibel integriert werden, das System wächst mit den Entwicklungen des Marktes.
Wero-Integration in den Checkout
Viele werowillige Onlinehändler scheitern leider noch an der technischen Integration. Wero lässt sich heute (Juli 2026) noch nicht unkompliziert in alle bestehenden Shopsysteme, Kassensysteme und PSPs einbinden.
Wero ist ein Segen für Händler
Wero steht für Schnelligkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz. Für Händler ist es eine attraktive Möglichkeit, die Zahlungsarten zu modernisieren. Wer frühzeitig auf Wero setzt, kann sich Wettbewerbsvorteile sichern. Wer zu lange zögert, fällt zurück. Das gilt auch für Banken, die Wero links liegen lassen. Wer will schon ein Konto bei einer Bank, die kein Wero kann?
Paypals neue Strategie
Bisher war Paypal eine Zahlungmethode mit Banklizenz. Jetzt soll sich Paypal in einen PSP verwandeln, der alle anderen Zahlungsmethoden unter einem Schirm vereint. Das ist eine Kampfansage an unabbhängige, neutrale Dienste wie Mollie und Stripe. Und ohne diese beiden klappt die technische Wero- Integtration in den typischen Shopify- oder WooCommerce-Shop nicht. Die EPI programmiert die Schnittstellen für die gängigen Shopsysteme nicht, die EPI verweist auf die PSPs.
Der Paypal-PPro-Deal
Neuer Verbündeter von Paypal ist der PSP PPro, der mal eben 30 lokale Zahlungsarten unter den Schirm von Wero bringt. Mit dabei sind zum Beispiel folgende Zahlungsarten:
Spätestens hier sollten bei der EPI die Alarmglocken klingeln, denn mit dem großen Wero-Bizum-Deal wurde ja angestrebt, regionale Zahlungsarten in das Wero-System zu integrieren.
Paypals One Credential-Strategie
Was Paypal anstrebt: Jeder Händler benötigt für das Payment nur einmal Credentials, sprich Zugangsdaten, nämlich die von Paypal. Mit diesen können dann alle anderen Zahlungsmethoden, von Klarna bis Visa und von Portugal (MB Way) bis Polen (BLIK) abgedeckt werden.
Das heißt konkret: Wer Visa, Mastercard, Klarna, Google Pay, Apple Pay, etc. einsetzt, zahlt zwei Margen. Einmal an den Bezahldienst selbst, einmal an Paypal.
Das funktioniert zwar auch bei Stripe und Mollie so, aber die beiden PSPs bieten selbst keine Zahlungsart an, sind also neutrale Makler.
Schreibe einen Kommentar