PayPal steht unter Druck – und reagiert mit einer fetten Kampfansage. Statt sich von der Zahlungart Wero verdrängen zu lassen, ändert der Noch-Marktführer sein Geschäftsmodell radikal und greift Wero über die Bande an. Im Visier hat Paypal jetzt nämlich PSPs wie Mollie und Stripe,
Für Verbraucher sind Mollie und Stripe unsichtbar, aber nicht für Händler. Mollie und Stripe sind unabhängige Dienste, die kleinen und mittleren Onlinehändlern die technische Integration von Zahlungsarten kostengünstig ermöglichen. Und zu diesen Zahlungsarten zählt eben auch Wero.
Paypals neue Strategie
Bisher war Paypal eine Zahlungmethode mit Banklizenz. Jetzt soll sich Paypal in einen PSP verwandeln, der alle anderen Zahlungsmethoden unter einem Schirm vereint. Das ist eine Kampfansage an unabbhängige, neutrale Dienste wie Mollie und Stripe. Und ohne diese beiden klappt die technische Wero- Integtration in den typischen Shopify- oder WooCommerce-Shop nicht. Die EPI programmiert die Schnittstellen für die gängigen Shopsysteme nicht, die EPI verweist auf die PSPs.
Der Paypal-PPro-Deal
Neuer Verbündeter von Paypal ist der PSP PPro, der mal eben 30 lokale Zahlungsarten unter den Schirm von Wero bringt. Mit dabei sind zum Beispiel folgende Zahlungsarten:
- Swish (Schweden)
- MB WAY (Portugal)
- BLIK Pay Later (Polen)
Quelle: PPro
Spätestens hier sollten bei der EPI die Alarmglocken klingeln, denn mit dem großen Wero-Bizum-Deal wurde ja angestrebt, regionale Zahlungsarten in das Wero-System zu integrieren.
Paypals One Credential-Strategie
Was Paypal anstrebt: Jeder Händler benötigt für das Payment nur einmal Credentials, sprich Zugangsdaten, nämlich die von Paypal. Mit diesen können dann alle anderen Zahlungsmethoden, von Klarna bis Visa und von Portugal (MB Way) bis Polen (BLIK) abgedeckt werden.
Das heißt konkret: Wer Visa, Mastercard, Klarna, Google Pay, Apple Pay, etc. einsetzt, zahlt zwei Margen. Einmal an den Bezahldienst selbst, einmal an Paypal.
Das funktioniert zwar auch bei Stripe und Mollie so, aber die beiden PSPs bieten selbst keine Zahlungsart an, sind also neutrale Makler.

Es wird Zeit für Wero!

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