Wero hat 10 Millionen User in Deutschland – und fast 40 Millionen in Frankreich. Allerdings sagen diese Zahlen noch nichts über die via Wero abgewickelten Umsätze in den beiden EU-Kernländern aus. Zur Unterscheidung:
- Frankreich ist das Land der Wero-Banken – und muss bei den Shops aufholen
- Deutschland ist das Land der Wero-Shops – und muss bei den Banken aufholen
Erst wenn die breite Abdeckung von Banken und Shops zusammenkommt, kann sich Wero als europäische Zahlungsart gegenüber PayPal, Visa, Mastercard, Google Pay und Apple Pay behaupten.
Frankreich ist das Wero-Land der Banken
Frankreichs Banken haben Wero von Beginn an mit Begeisterung aufgenommen. Zum Beispiel die Crédit Agricole: Bereits im September 2025 nutzten fast fünf Millionen Kunden der Regionalbanken und von LCL Wero regelmäßig.
Quelle: EPI
Die BPCE
Auch die Groupe BPCE, zu der Banque Populaire und Caisse d’Epargne gehören, hat Wero breit ausgerollt. Die beiden Bankennetzwerke erreichen allein in Frankreich eine riesige Kundenbasis.
Quelle: EPI
40 Millionen haben Zugriff
Wero ist in mehr als 80 Prozent der französischen Banking-Apps verfügbar. Etwa 40 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher haben Zugriff auf Wero.
Quelle: LinkedIn
Deutschland holt bei den Banken auf
Deutschlands Banken waren beim Wero-Start eher zögerlich und die Commerzbank nervte die Wero-Community nach der Startphase mit einem Schlingerkurs.
Zur Erinnerung: Die Commerzbank war Gründungsmitglied der European Payments Initiative (EPI), also der Initiative hinter Wero. Im Jahr 2022 hat sie dann kalte Füße bekommen und ist aus der Bankeninitiative wieder ausgestiegen.
Zu den stabilen deutschen Wero-Banken zählen dagegen von Anfang an die Deutsche Bank einschließlich Postbank, die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken. Hinzu kam 2026 die deutsche Abteilung der ING.
- Hier geht es zur deutschen Wero-Bankenliste: Bei welchen Banken funktioniert Wero?
iInsgesamt ist Deutschland aber beim Wero-Banking noch nicht so weit wie Frankreich – führt aber trotzdem beim Wero-Onlinehandel.
Deutschland ist das Land der Wero-Shops
Wero startete seinen E-Commerce-Rollout Ende 2025 zunächst in Deutschland. Den Anfang machte der Ticketverkäufer Eventim, heute biten auch Decathlon, dm und Lidl die Bezahlung per Wero in ihren deutschen Onlineshops an. Und auch die Onlinezahlung von Kinokarten ist in Deutschland eine Sebstverständlichkeit.
- Hier geht es zur deutschen Wero-Shopliste: Bei welchen Shops kann man online mit Wero bezahlen?
- Hier geht es zur deutschen Wero-Kinoliste: Bei welchen Kinos kann man online mit Wero bezahlen?
Frankreich holt bei den Händlern auf
Mit dem Rückenwind der Banken holt Frankreich jetzt bei den Händlern auf. Der Mobilfunkanbieter Orange hat dabei für seinen Dienst Sosh ein neues Wero-Feature gestartet: Wiederkehrende Zahlungen.
Quelle: EPI
Folgende Unternehmen stehen für 2026 noch auf der französischen Wero-Roadmap:
- Air France (Flugreisen)
- E. Leclerc (Lebensmittelkette)
- Feu Vert (Mobilität)
- IKEA (Möbel)
- Kiabi (Mode)
- Lidl (Lebensmittel)
- Veepee (Eventverkäufe)
- Vertbaudet (Kinderkleidung und Spielwaren)
Quelle: Linkedin
Anfang 2027 folgt Fnac Darty, eine große franösische Handelskette, die sich auf Bücher, Musik und Unterhaltungselektronik spezialisiert hat.
Damit entsteht ein spannender Wettbewerb zwischen Deutschland und Frankreich, den beiden wichtigsten Wero-Märkten und den Kernländern der EU.
Fazit: Wero wächst
Wero wächst mit einer Geschwindigkeit, die die zahlreichen Wero-Skeptiker noch vor einem Jahr kaum möglich gehalten hätten. Jetzt, im September 2026, steuert die neue europäische Bezahllösung auf die Marke von 50 Millionen registrierte Nutzer zu:
- Herbst 2025: rund 44 Millionen Wero-User
- Winter 2025: rund 50 Millionen Wero-User
- Frühjahr 2026: rund 52 Millionen Wero-User
- Sommer 2026: rund 56 Millionen Wero-User
- Im Herbst 2026 rund 58 Millionen Wero-User
Quelle: EPI Company
Der nächste Wero-Schub kommt mit der iDEAL-Migration. Kleine und mittlere Onlinahändler warten darauf, dass ihre PSPs endlich Schnittstellen für standardisierte Shopsysteme wie Magento, Shopify, Shopware, Websale und WooCommerce zur Verfügung stellen.

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