Auf welchen Servern läuft wero-wallet.eu – die offizielle Wero-Seite? Wer es herausfinden will, gibt die Domain wero-wallet.eu beim DNS-Checker ein: DNS-Checker. Spoiler: So sieht das Ergebnis aus:
Das Ergebnis, Stand 18.5.2026, ist eindeutig: Die offizielle Wero-Website, betrieben von der EPI, der European Payments Initiative, läuft auf Servern der US-Firma Amazon Technologies Inc.
Hintergrundwissen Domain und DNS
Das Domain Name System (DNS) ist so etwas wie das „Telefonbuch des Internets“. Wenn Sie eine Webadresse wie wero-wallet.eu eingeben, übersetzt DNS diese in eine IP-Adresse, damit Ihr Browser weiß, zu welchem Server er verbinden muss. Ohne DNS müssten Sie sich statt Namen wie wero-wallet.eu komplizierte Zahlenfolgen merken.
Sie tippen https://wero-wallet.eu in Ihren Browser. Der Browser erkennt dabei:
https = Protokoll
wero-wallet.eu = Domainname
2. Anfrage an einen DNS-Resolver
Ihr Gerät fragt einen DNS-Resolver (z. B. vom Internetanbieter): „Welche IP-Adresse gehört zu wero-wallet.eu?“
3. Nameserver werden abgefragt
Falls die Antwort nicht gespeichert ist, läuft eine Abfragekette ab:
Root-Server → verweisen auf die zuständigen Server für .eu
TLD-Server (.eu) → verweisen auf die Nameserver von wero-wallet.eu
Autoritativer Nameserver → kennt die echte IP-Adresse
4. DNS liefert die IP-Adresse
Der wichtigste Eintrag ist der A-Record:
wero-wallet.eu → 142.93.239.121
Das ist die tatsächliche Adresse des Servers.
5. Verbindung zum Webserver
Nun verbindet sich Ihr Browser mit dieser IP-Adresse und lädt die Website über HTTPS.
Wichtige DNS-Einträge bei dieser Domain
Typische DNS-Einträge sind:
A-Record → verbindet Domain mit IPv4-Adresse
AAAA-Record → IPv6-Adresse
MX-Record → zuständig für E-Mails
NS-Record → legt fest, welche Nameserver verantwortlich sind
Diese Einträge bestimmen, wohin verschiedene Arten von Internetverkehr geleitet werden.
Die Aufgabe des DNS
DNS sorgt dafür, dass Sie sich keine IP-Adressen merken müssen. Es macht das Internet benutzbar und steuert nicht nur Websites, sondern auch Dienste wie E-Mail.
Kurz zusammengefasst am Beispiel
Wenn Sie wero-wallet.eu aufrufen:
Ihr Browser fragt DNS nach der IP-Adresse
DNS antwortet mit 142.93.239.121
Ihr Browser verbindet sich mit dieser Adresse
Die Website wird geladen
Das ist die zentrale Aufgabe des Domain Name Systems.
Die Geschichte von Amazon AWS
Der Cloud-Dienst Amazon Web Services, meist als AWS bezeichnet, entstand innerhalb des US-amerikanischen Unternehmens Amazon. Anfang der 2000er Jahre erkannte Amazon, dass seine intern entwickelte IT-Infrastruktur nicht nur für den eigenen Onlinehandel geeignet war, sondern auch als Dienstleistung für externe Entwickler und Unternehmen angeboten werden konnte. Treibende Figur hinter dieser Entwicklung war unter anderem Jeff Bezos.
Die Idee bestand darin, standardisierte IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Datenbanken über das Internet bereitzustellen. Ziel war es, die aufwendige und kostenintensive Einrichtung eigener Serverstrukturen für Dritte zu ersetzen.
Offizieller Start und erste Dienste
Amazon Web Services wurde 2006 offiziell gestartet. Zu den ersten zentralen Angeboten gehörten der Speicherdienst S3 (Simple Storage Service) und die Rechenplattform EC2 (Elastic Compute Cloud). Diese Dienste ermöglichten es Nutzern erstmals in größerem Umfang, flexibel skalierbare IT-Ressourcen nach Bedarf zu nutzen.
Das zugrunde liegende Konzept des Cloud Computing entwickelte sich in dieser Zeit zu einem eigenständigen Marktsegment innerhalb der IT-Branche. AWS spielte dabei eine maßgebliche Rolle in der frühen Etablierung dieses Modells.
Wachstum und Ausbau des Angebots
In den folgenden Jahren erweiterte AWS sein Portfolio kontinuierlich. Neben grundlegenden Infrastrukturdiensten kamen Datenbanklösungen, Analysewerkzeuge, Content-Delivery-Netzwerke (CDNs) und später auch Dienste für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen hinzu.
Das Angebot wurde zunehmend modular aufgebaut, sodass Unternehmen einzelne Komponenten je nach Bedarf kombinieren konnten. Parallel dazu investierte Amazon in den Aufbau globaler Rechenzentren, um die Dienste weltweit mit geringer Latenz anbieten zu können.
Marktstellung und Wettbewerb
AWS entwickelte sich zu einem führenden Anbieter im Cloud-Computing-Markt. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen unter anderem Microsoft mit seiner Plattform Azure sowie Google mit Google Cloud.
Durch seine frühe Marktpräsenz konnte AWS eine starke Stellung aufbauen und eine große Zahl von Kunden gewinnen, darunter Start-ups, etablierte Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Viele bekannte Internetdienste basieren ganz oder teilweise auf der Infrastruktur von AWS.
Entwicklung seit den 2010er Jahren
Seit den 2010er Jahren hat sich AWS von einem Infrastruktur-Anbieter zu einer umfassenden Cloud-Plattform entwickelt. Neben klassischen IT-Ressourcen bietet das Unternehmen auch spezialisierte Dienste für Big Data, Internet der Dinge und serverlose Architekturen an.
Gegenwart und Bedeutung
Heute ist Amazon Web Services ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzerns Amazon und trägt wesentlich zu dessen Umsatz und Gewinn bei. AWS gilt als einer der wichtigsten Anbieter im Bereich Cloud Computing.
Die Entwicklung von AWS zeigt den Übergang von unternehmensinterner IT-Infrastruktur zu einer global verfügbaren Plattform, die grundlegende Ressourcen auch für konkurrierende Unternehmen bereitstellt.
Wo EU drauf steht, ist US drin
Fazit: Das .eu in wero-wallet.eu ist ein Etikettenschwindel. Wo EU drauf steht, ist US drin. Made in Europe? Nein. Wero reduziert die Abhängigkeit von internationalen Providern, wie es in diesem EPI-Statement heißt? Nein.
Kommentar
Nicht mal eine lausige Website, wie sie jeder Schulbub bei einem beliebigen europäischen Hoster aufsetzen kann, bekommt die EPI ohne Amazon gebacken. Das ist schwach, ganz schwach. Dabei hatte die EPI doch Besserung versprochen. Jetzt hat die EPI ein Glaubwürdigkeits-Problem. Wenn die Amazon-Abhängigkeit nicht bald beendet wird, verliert die Banken-Initiative ihre Fanbase.
PS: Ab Juni 2026 werden weitere Länder an den Otto Marktplatz angeschlossen. Vielleicht klappt es ja eines Tages mit einer europäischen Alternative zu Amazons AWS. Ottos OWS wäre der bessere Dienstleister für die EPI.,
Wie ehrlich ist die EPI ? Kommentare sind geöffnet …
Kommentare
2 Kommentare zu „Wero läuft auf Amazon“
Philipp
Immer diese Tekkis, die Webseiten bei Amazon und sonstwo registrieren 😉
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