Warum Wero besser als Paypal ist

8,7 Prozent

Für Wero gibt es viele Gründe, aus Händlersicht sind die hohen Gebühren von Paypal wohl der wichtigste. Ich betreibe selbst einen WooCommerce-Shop und habe mich mal wieder über die Gebühren geärgert, die mir Paypal bei einer kleineren Bestellung abgeknöpft hat:

  • Summe der Bestellung: 6,90 €
  • Paypal-Gebühren: 0,60 €
  • Mein Guthaben: 6,30 €

Woher kommen die 0,60 €? Die Paypal-Gebühren setzen sich aus 0,39 € Fixkosten und 2,99 % vom Warenkorb zusammen. Dabei werden die variablen Kosten von 2,99 % zuerst abgezogen. Die aufgeschlüsselte Paypal-Gebührenrechnung:

  • 2,99 % von 6,90 € ergeben 0,21 € variable Kosteh
  • hinzu kommen 0,39 € Fixkosten
  • macht 0,60 € Paypal-Gesamtkosten

0,60 € von 6,90 € sind umgerechnet 8,7 Prozent

8,7 Prozent an Paypal

Nach Adam Riese habe ich also 60 cent oder 8,7 Prozent Gebühren an Paypal bezahlt. 8,7 Prozent, das ist ja fast wie im Mittelalter, wo die Bauern den Zehnt (10 Prozent des Ertrags) an Kirche und Gutsherren entrichten mussten.

Gutsherr Paypal

Paypal ist jetzt der neue Gutsherr, und der langt bei kleineren Ernten besonders kräftig hin. 6,90 Euro Umsatz und 60 Cent Paypal-Gebühren stehen in keinem fairen Verhältnis.

Wero unterstützen

Ich unterstütze Wero, weil die Payment-Gebühren für Händlerinnen und Händler runter müssen! Gutes Zureden hilft da nicht, denn Paypal ist ja seinen Aktionären verpflichtet. Die Gebühren werden nur dann sinken, wenn es mehr Konkurrenz gibt. Im Klartext: Paypal wird günstiger, wenn sich Wero etabliert.

Wero ist günstiger als Paypal

Die Wero-Transaktiongebühr liegt bei etwa 0,77 Prozent vom Umsatz, hinzu kommen noch Gebühren für den PSP, also zum Beispiel für Mollie, Stripe oder VR Payment. Insgesamt sind die Wero-Gebühren im Vergleich zu Paypal dann um etwa die Hälfte günstiger. Für meine 6,90-Euro-Bestellung ist das ein riesiger Unterschied. Wenn ich meine Gewinnmarge betrachte, sieht der Vergleich zwischen Paypal und Wero so aus:

  • Gewinnmarge ohne Paymentgebühren: 1,80 €
  • Gewinnmarge abzüglich Paypal: 1,20 €
  • Gewinnmarge abzüglich Wero: 1,50 € (geschätzt)

Paypal schmälert also meinen Gewinn bei kleinen Bestellungen um ein Drittel! Fazit: Mit Wero lohnt sich eine Kleinbestellung für mich als Händler gerade noch, mit Paypal nicht mehr.

Wero statt Paypal – weitere Gründe

  • Besserer Datenschutz
  • Ansprechpartner sind vor Ort

Was den zweiten Punkt angeht, bin ich allerdings sehr vorsichtig geworden. Die Kundenberater, die in den Hausbanken arbeiten, sind mit dem Thema Wero ziemlich überfordert. Ich bin schon öfter ohne Voranmeldung in eine Filiale spaziert und wollte in meiner Eigenschaft als Händler Informationen zu Wero (und früher zu Paydirekt) einholen. Meine Erfahrung, etwas überspitzt formuliert: Die betroffenen Banken / Sparkassen waren kurz davor, den Sicherheitsdienst zu alarmieren.

Wero-Ansprechpartner

Mein Tipp: Erkundigen Sie sich vor einem Filialbesuch, ob in der Filiale überhaupt eine Wero-Beratung möglich ist. Manchmal sind für Wero-Händler spezielle Abteilungen zuständig, zum Beispiel VR Payment bei den Volks- und Raiffeisenbanken und S-Payment bei den Sparkassen.

Portrait Bernd Schmitt

Ist Paypal zu teuer? Kommentare sind geöffnet …

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