Unicredit bremst Wero aus

Logo von Commerzbank in italienischen Farben. Schritzug: No Wero Bank,

Über diesen Artikel der FAZ habe ich mich doch sehr gewundert: Unicredits Sieg hat viele Gewinner. Der Autor lobt darin die Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit. Angeblich gibt es nur Sieger. Dass damit ausgerechnet eine No-Wero-Bank die Postion Europas im internationalen Finanzgeschehen stärken soll, erwähnt er allerdings mit keinem Wort. Wero kommt im Artikel gar nicht vor. Hier ist die aktuelle Lage:

  • Die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit ist nicht mehr aufzuhalten
  • Die Unicredit ist kein MItglied der EPI, sie kann kein Wero
  • Die 2005 von der Unicredit übernommene HVB kann kein Wero
  • Die Commerzbank kann kein Wero, die Comdirect kann kein Wero, und beide werden es auch nach der Übernahme nicht können

Die Commerzbank war Gründungsmitglied der EPI und ist dann wieder ausgetreten. Seit Jahren fährt Deutschlands zweitgrößte Privatbank einen Schlingerkurs von vagen Absichtserklärungen und Distanzierungen. Konkret passiert ist nichts. Die Coba kriegt Wero nicht auf die Kette.

Mit der Unicredit wird Europa schwächer

Glaubt irgendwer, dass ausgerechnet die Unicredit ein Interesse daran hat, Wero in die Commerzbank-App zu bringen? Die Übenahme macht Europa nicht stärker, sondern schwächer.

Die Übernahme der Commerzbank

DatumEreignisAnteil UniCredit
Sept 2024UniCredit steigt erstmals bei der Commerzbank einca. 9 %
Ende 2024Weitere Aufstockung durch Aktienkäufeca. 20 %
2025 (laufend)Ausbau der Beteiligung über Aktien & Finanzinstrumenteca. 30–40 %
Anfang 2026Offizielles Übernahmeangebot gestartetca. 40 %+
Juli 2026 (Angebotsende)Nur begrenzte Annahme durch Aktionäreca. 47–48 %
Juli 2026 (aktuell)UniCredit nähert sich Kontrollmehrheitknapp unter 50 %

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert