„Was auf Malle passiert, wird auf Malle beglichen“. Mit diesem Slogan wirbt die Sparkasse auf dem Flughafen von Palma de Mallorca für die Zahlungsart Wero.
Kritik der Balearen-Regierung
Die Balearen-Regierung ist davon allerdings nicht begeistert, sie fordert die Entfernung des riesigen Sparkassen-Banners. Der Tourismusminister Jaume Bauzà sieht darin ein Problem, weil der Begriff „Malle“ mit Sauftourismus verbunden ist. Er befürchtet, dass die Sparkassen-Reklame die lokalen Anti-Ballermann-Bemühungen untergräbt. Mallorca arbeitet nämlich gerade an einer Neuausrichtung: Mehr Kultur, weniger Happy Hour.
Quelle: Mallorca-Zeitung
Flughafenbetreiber weist Kritik zurück
Der Flughafenbetreiber Aena weist die Kritik allerdings zurück. Aena argumentiert, dass die Wero-Kampagne wohl kaum messbare Imageschaden verursachen könne. Für den lädierten Ruf der Insel seien diejenigen verantwortlich, die den trinkwilligen Touristen den Alkohol eimerweise ausschänken.
Kommentar: Alles im Eimer
Werbung, wenn sie auffallen will, ist nie nur „harmlos“. Sie setzt Bilder im Kopf frei und verstärkt Narrative. Werbung entscheidet, was als normal gilt. Wenn die Sparkasse meint, sich an den Sauftourismus andocken zu müssen, sagt das weniger über Mallorca aus als über ihr eigenes Markenverständnis. Könnte sein, dass das Image Schaden genommen hat. Das Image der Sparkasse.

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