Wero verfügbar! Die nächste Bank wechselt ihren Wero-Status von Gelb auf Grün. Die zur französischen BNP Paribas gehörende Nickel-Bank bietet ab sofort die Zahlungsart Wero an.
Charenton-Le-Pont, 26. März 2026 – Nickel, ein führender Anbieter von zugänglichen Finanzdienstleistungen, gibt heute die Integration von Wero, der neuen paneuropäischen Zahlungslösung, in seine Anwendung bekannt. Diese Integration bietet Kunden eine einfache, sofortige und vollständig europäische Zahlungsmethode. In einer Zeit, in der die Stärkung der europäischen Zahlungssouveränität höchste Priorität hat, ermöglicht Nickel den Zugang zu einer Geldtransferlösung, die vollständig in Europa entwickelt und betrieben wird.
Quelle: EPI
Zielgruppe der Nickel-Bank
Früher waren die Banken nobel und jeder hat ein Konto bekommen. Heute sind die Banken abgerockt und nur die Noblen bekommen ein Konto. Bei der Nickel-Bank bekommen die Abgerockten ein Konto.
Geschäftsmodell der Nickel-Bank
Nickel ist ein vergleichsweise neues Angebot auf dem europäischen Bankenmarkt, das sich bewusst von klassischen Bankmodellen, aber auch von den modernen Direktbanken unterscheidet. Nickel verfolgt einen sehr speziellen Ansatz: einfache Konten, kombiniert mit physischem Zugang über lokale Geschäfte, den sogenannten Nickel-Shops.
Konto für Menschen mit wenig Geld
Nickel wurde im Jahr 2014 in Frankreich gegründet und 2027 von der Großbank BNP Paribas übernommen. Ziel war es von Anfang an , ein Konto zu schaffen, das wirklich jeder und jedem zur Verfügung steht. Der Slogan „Konto für jedermann“ ist also nicht nur Marketingsprache, sondern tatsächlich das exakte Geschäftsmodell.
Probleme bei der Kontoeröffnung
Früher war es sehr einfach, in Europa ein Konto bei einer Bank zu eröffnen, zumeist genügte ein Personalausweis. Heute sind die Hürden höher, insbesondere für Menschen ohne Erbschaft, Vermögen oder zumindest einem mittleren Monatsgehalt. Geringverdiener zahlen zudem höhere Gebühren als Gutverdiener, also Armutszuschläge. Die Strafgebühren fürs Basiskonto der Deutschen Bank hat schon die Verbraucherzentrale auf den Plan gerufen. In den Zeiten der wachsenden sozialen Ungleichheit füllt die Nickel-Bank also eine Nachfragelücke.
Europäische Expansion
Nach der Gründung hat die Nickel-Bank expandiert und ist heute nicht nur in Frankreich, sondern auch in Belgien, Deutschland und Spanien aktiv. In Deutschland erfolgte der Marktstart 2023. Nickel zählt heute über drei Millionen Kundinnen und Kunden und arbeitet mit mehr als 9.000 Partnershops zusammen. Für Deutschland wird, so verkündete 2024 die Nickel-Managerin Dagmar Gaede, eine Kooperation mit 5.000 Partnershops anvisiert.
Partnershops statt Filialen
Der Grundgedanke von Nickel besteht darin, Banking so einfach und zugänglich wie möglich zu machen. Anstatt Kundinnen und Kunden in Filialen oder ausschließlich in Apps zu bringen, geht Nickel bewusst den umgekehrten Weg: Das Konto kommt zum Kunden.
Kioske und Lottoannahmestellen
Dies geschieht über ein Netzwerk lokaler Geschäfte wie Kioske, Tabakläden oder Lottoannahmestellen. In diesen sogenannten Nickel-Shops stehen spezielle Terminals zur Verfügung, über die die Kundinnen und Kunden grundlegende Bankgeschäfte erledigen können. Dazu gehören:
- Kontoeröffnung
- Einzahlungen
- Auszahlungen
- Kontoverwaltung
Dieses Modell ist besonders in Ländern erfolgreich, in denen Bargeld weiterhin eine große Rolle spielt oder nicht alle Menschen einen einfachen Zugang zu klassischen Bankdienstleistungen haben.
Nickel-Shops
Nickel-Shops sind keine klassischen Bankfilialen, sondern Partnerläden wie zum Beispiel:
- Schreibwarenläden
- Kioske
- Spätis
- Lotto-Annahmestellen
Hier geht es zu einer interaktiven Karte aller Nickel-Shops: Standorte von Nickel-Shops.
Kontoeröffnung ohne Schufa
Die Eröffnung eines Nickel-Kontos ist bewusst unkompliziert gehalten. Benötigt wird lediglich ein gültigen Ausweis, ein Smartphone sowie die Zahlung einer festen Jahresgebühr. Ein entscheidender Unterschied zu vielen traditionellen Banken besteht darin, dass keine Bonitätsprüfung durchgeführt wird. Eine Abfrage bei Auskunfteien wie der SCHUFA entfällt.
Bank für Menschen, die von anderen Banken abgewiesen werden
Bei der Nickel-Bank können auch Personen ein Konto eröffnen, die bei klassischen Geldinstituten unerwünscht sind, etwa aufgrund einer schwachen Bonität oder fehlender Bankhistorie. Das Konto wird direkt nach der Anmeldung aktiviert, Kunden erhalten eine Debitkarte sowie eine IBAN.
Guthabenkonto: Überziehung unmöglich
Ein wichtiger Punkt ist, dass das Nickel-Konto nicht überzogen werden kann. Es handelt sich um ein reines Guthabenkonto. Nur das Geld, das tatsächlich verfügbar ist, kann ausgezahlt oder überwiesen werden. Das Guthaben-Prinzip schützt alle Beteiligten vor Problemen:
- Nickel und die Muttergesellschaft BNP Paribas minimieren das Risko
- Kundinnen und Kunden geraten nicht in die Verschuldung
- Händler, weil mit Wero nicht vom ungedeckten Konto transferiert werden kann
Basiskonto-Funktionen
Das Nickel-Konto bietet die grundlegenden Funktionen eines Girokontos: Geld empfangen, Überweisungen tätigen, mit der Karte bezahlen sowie Bargeld ein- und auszahlen. Die Verwaltung erfolgt entweder über eine mobile App oder direkt über die Terminals in den Nickel-Shops.
Banking ohne Internet
Ein besonderer Vorteil liegt in der Möglichkeit, Bankgeschäfte auch ohne Internetzugang durchzuführen. Kundinnen und Kunden können dazu einen Nickel-Shop aufsuchen und dort ihre Transaktionen erledigen. Dies macht das Angebot insbesondere für Menschen attraktiv, die keinen sicheren Zugang zu digitalen Geräten oder Online-Banking haben.
Reduzierter Funktionsumfang
Im Vergleich zu klassischen Direktbanken ist der Funktionsumfang bewusst reduziert. Es gibt keine komplexen Finanzprodukte, keine Kreditlinien und keine erweiterten Analyse- oder Sparfunktionen. Der Fokus liegt klar auf Einfachheit und Alltagstauglichkeit.
Gebühren für ein Nickel-Konto
Das Nickel-Konto ist nicht kostenlos, sondern basiert auf einer transparenten Jahresgebühr. Diese liegt in der Regel im niedrigen zweistelligen Bereich. Das Nickel Standard-Konto ohne Schufa kostet jährlich 25,00 € (Stand März 2026). Darüber hinaus können für bestimmte Dienstleistungen zusätzliche Gebühren anfallen, etwa für Bargeldabhebungen oder spezielle Transaktionen.
Zielgruppe und Einsatzbereiche
Wer Kredite und Brokerage haben möchte, ist bei Nickel fehl am Platz. Nickel ist keine Bank für Investoren. Nickel richtet sich an eine andere Zielgruppe. Besonders angesprochen werden Menschen, die Schwierigkeiten haben, ein klassisches Bankkonto zu eröffnen, etwa aufgrund negativer Bonitätseinträge, fehlender Dokumente.oder psychischer Probleme.
Niederschwelliger Zugang
Das Angebot ist niedrigschwellig und ermöglicht finanzielle Teilhabe für viele Menschen. Auch die Kombination aus digitaler Verwaltung und physischem Zugang über lokale Shops ist ein Alleinstellungsmerkmal der Nickel-Bank.
Position im Bankenmarkt
Nickel nimmt im Bankenmarkt eine besondere Rolle ein. Während Direktbanken wie ING oder N26 auf vollständig digitale Prozesse setzen und klassische Banken weiterhin stark auf Filialstrukturen bauen, positioniert sich Nickel dazwischen. Das Unternehmen kombiniert digitale Elemente mit physischer Präsenz und spricht damit eine Zielgruppe an, die von anderen Angeboten oft nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Fazit
Nickel ist ein bewusst einfach gehaltenes Bankangebot, das sich auf die Grundbedürfnisse von Kundinnen und Kunden konzentriert. Die Kombination aus einfacher Kontoeröffnung, Verzicht auf Bonitätsprüfungen und physischem Zugang über lokale Geschäfte macht das Modell einzigartig im europäischen Bankenmarkt.
Nickel kann für alle eine sinnvolle Lösung sein, die ein unkompliziertes Konto ohne große Hürden suchen oder Wert auf Bargeld und persönliche Anlaufstellen legen. Nickel beweist, dass Banking heute auch ohne komplexe Strukturen funktionieren kann.
