Wero über SoftPOS einziehen

Wero-Zahlung von Handy zu Handy am POS

Für alle kleinen Händler, die zukünftig zur Annahme digitaler Zahlungen verpflichtet werden, ist SoftPOS eine kostengünstige Lösung – insbesondere in Kombination mit Wero. Aber der Reihe nach: Was ist SoftPOS und welche Gesetzesänderungen sind 2027 geplant?

Was ist SoftPOS?

SoftPOS (Software Point of Sale) bezeichnet eine Technologie, bei der ein NFC-fähiges Smartphone oder Tablet als Zahlungsterminal verwendet wird. Anstatt eines separaten Terminals wird eine App installiert, die kontaktlose Zahlungen direkt über das integrierte NFC-Modul des Smartphones oder Tablets akzeptiert.

Wie funktioniert SoftPOS?

  1. Händlergerät installiert SoftPOS-App
    Der Händler installiert eine zertifizierte SoftPOS-App auf einem NFC-fähigen Smartphone oder Tablet
  2. Eingabe des Zahlungsbetrags durch den Händler
    In der App wird der Betrag eingegeben
  3. Kontaktlose Zahlung durch den Kunden
    Der Kunde hält eine kontaktlose Karte, ein Smartphone oder eine Smartwatch an das NFC-Gerät des Händlers
  4. Autorisierung über Zahlungsnetzwerke
    Die Transaktion wird über den Zahlungsanbieter an das entsprechende Karten- oder Zahlungsnetzwerk weitergeleitet
  5. Bestätigung der Zahlung
    Die SoftPOS-App zeigt dem Händler die erfolgreiche Zahlung an, optional kann ein digitaler Beleg erstellt werden.

SoftPOS unterstützt in der Regel folgende Zahlungsarten

  • kontaktlose Debit- und Kreditkarten
  • mobile Wallets (z. B. Apple Pay oder Google Pay)
  • Wero

Smartphone als Zahlungsterminal

Zusammenfassung: SoftPOS verwandelt ein NFC-fähiges Smartphone in ein Zahlungsterminal. Kleine stationäre Händler können via SoftPOS die Annahme digitaler Zahlungen kostengünstig realisieren.

Was sind kleine stationäre Händler?

  • Kleine stationäre Händler bieten Waren oder Dienstleistungen überwiegend oder vollständig vor Ort in einem Ladengeschäft an
  • Typisch sind kleine Geschenkeläden, Bioläden, Hofläden und Cafés
  • Zahlungen werden überwiegend oder vollständig über Bargeld abgewickelt

Offene Ladenkasse vs Registrierkasse

Im stationären Handel müssen Einnahmen korrekt erfasst und dokumentiert werden. Dafür nutzen kleine Händler entweder eine offene Ladenkasse oder eine elektronische Registrierkasse.

Offene Ladenkasse wird eingeschränkt

Eine offene Ladenkasse ist eine einfache Barkasse ohne technische Aufzeichnung in Form einer Geldkassette oder Zigarrenkiste. Einnahmen und Ausgaben werden manuell im Kassenbuch dokumentiert. Offene Ladenkassen sind erlaubt, allerdings soll der Spielraum ab 2027 eingeschränkt werden.

Registrierkassenpflicht ab 2027 – ab 100.000 € Jahresumsatz

Laut Koalitionsvertrag soll ab 2027 eine Registrierkassenpflicht für Unternehmen mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz eingeführt werden:

Für Geschäfte mit einem jährlichen Umsatz von über 100.000 Euro führen wir ab dem 01.01.2027 eine Registrierkassenpflicht ein.

Quelle: Koalitionsvertrag 2025, Zeile 1922

Komplizierte und teure TSE-Kassen

Für den Betrieb einer Registrierkasse gilt die Kassensicherungsverordnung. Darin ist festgeschrieben, dass die Kasse eine Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) enthalten muss, die Kassenvorgänge manipulationssicher speichert. Anschaffung, Einrichtung und Betrieb von TSE-Kassen sind allerdings teuer und kompliziert – und bei der Registrierkassenpflicht bleibt es nicht. Auf kleine Händler kommt eine weitere gesetzliche Vorgabe zu: die Pflicht zur digitalen Zahlungsoption.

Pflicht zur digitalen Zahlungsoption – für alle

Wie erwähnt: Die Pflicht zur TSE-Kasse ist ab einer Schwelle von 100.000 Euro geplant. Bei der Pflicht zur digitalen Zahlungsoption ist keine Umsatzgrenze genannt, diese Pflicht könnte alle Händler treffen:

Wir setzen uns für echte Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr ein und wollen, dass grundsätzlich Bargeld und mindestens eine digitale Zahlungsoption schrittweise angeboten werden sollen.

Koalitionsvertrag 2025, Zeile 1578

Vorteile von SoftPOS und Wero für kleine stationäre Händler

  • Wer unter 100.000 Euro Jahresumsatz liegt, und weiterhin keine TSE-Kasse anschaffen möchte, kann die Pflicht zur Annahme digitaler Zahlungen mit einem SoftPOS-Smartphone abwickeln.
  • SoftPOS erspart ein separates Kartenterminal. Ein vorhandenes NFC-fähiges Smartphone oder Tablet reicht aus.
  • SoftPOS kann innerhalb weniger Minuten installiert und aktiviert werden.
  • SoftPOS ist mobil. Zahlungen können überall angenommen werden: an der Ladentheke, aber auch im Cafe am Tisch, bei Lieferdiensten oder auf Märkten.
  • Unternehmen können mehrere Geräte einsetzen, da nur Software installiert werden muss.
  • Mit Wero sind die Kosten bei der Annahme digitaler Zahlungen um etwa zwei Drittel niedriger als bei PayPal, Apple Pay, Google Pay, Visa und MasterCard.

Die Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen einem Hardware-Terminal und einem,

Hardware-TerminalSoftPOS
HardwareSeparates GerätVorhandenes Smartphone
FixkostenMiete oder KaufKeine
BelegdruckIntegrierter Drucker + eBoneBon
Anzahl der TransaktionenHohe FrequenzNiedrige Frequenz

SoftPOS kostenlos: Deutschland zahlt digital

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Partner von Deutschland zahlt digital sind: Beyond by RS2, Commerz-Globalpay, die Deutsche Bank mit ihren Kooperationspartnern Fyrst, Postbank und Vert, Elavon, First Cash Solution, Flatpay, hobex, Nexi, PAYONE, S-Payment, SumUp, TeleCash, Unzer und VR Payment. (Stand März 2026)

SoftPOS-App: Anbieter im Vergleich

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