Wero Roadmap

Stilisierte Roadmap und Wero-Logo

Wero erobert Europa, allerdings nicht von heute auf morgen. Demoshops präsentiert die inoffizielle Wero-Roadmap von 2020 bis 2040.

Wero 2020: EPI startet

Die Gründung der Bankeninitiative EPI

Im Jahr 2020 fiel der offizielle Startschuss für die EPI. An der European Payments Initiative beteiligten sich 16 große Banken und Finanzdienstleister aus verschiedenen europäischen Ländern. Dazu gehörten Institute aus Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Belgien. Die Vision war klar definiert: ein europaweit einheitliches Bezahlsystem, das sowohl Online- als auch Offline-Zahlungen sowie Geldtransfers zwischen Privatpersonen ermöglicht.

2021: Konkretisierung der Pläne und erste Herausforderungen

Im Jahr 2021 konkretisierte die EPI ihre Pläne und arbeitete an der technischen sowie organisatorischen Ausgestaltung der zukünftigen Zahlungslösung. Im Fokus standen die Entwicklung einer gemeinsamen Infrastruktur, die Definition von Standards sowie die Abstimmung zwischen den beteiligten Banken.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass nicht alle ursprünglich beteiligten Institute das Projekt im gleichen Maße unterstützen wollten. Einige Banken zogen sich später zurück, zum Beispiel 2022 die Dramaqueen Commerzbank.

2022: Neuausrichtung und strategische Fokussierung

Nach dem Rückzug einiger Teilnehmer wurde das Projekt neu ausgerichtet und stärker fokussiert. Anstatt eine umfassende All-in-One-Zahlungslösung von Anfang an umzusetzen, konzentrierte sich die Initiative auf konkrete Anwendungsfälle.

Ein zentraler Bestandteil dieser Neuausrichtung war eine Lösung für Echtzeitzahlungen zwischen Konten. In diesem Zusammenhang entstand auch die Grundlage für die spätere Zahlungslösung Wero. Ziel war es, schneller marktfähige Produkte zu entwickeln und diese schrittweise auszubauen.

2023: Einführung von Wero in ausgewählten Ländern

Im Jahr 2023 wurde die neue Zahlungsart Wero wurde zunächst in ausgewählten europäischen Ländern gestartet und ermöglichte erste Echtzeitzahlungen zwischen Privatpersonen. Damit ging die EPI erstmals von der Konzeptphase in die praktische Anwendung über.

Parallel dazu arbeitete die EPI an der Erweiterung des Funktionsumfangs. Geplant waren unter anderem Lösungen für den Onlinehandel sowie für den stationären Einzelhandel. Auch die Integration in bestehende Banking-Apps wurde weiter vorangetrieben, um eine möglichst breite Nutzerbasis zu erreichen.

Fazit

Die Entwicklung der EPI zwischen 2020 und 2023 zeigt, wie komplex der Aufbau einer europäischen Zahlungsinfrastruktur ist. Gleichzeitig wird deutlich, welche strategische Bedeutung das Projekt für Europa hat, und wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen ist. Nur durch die Bündelung von Ressourcen und die enge Zusammenarbeit von Banken, PSPs und Händlern kann Wero PayPal ersetzen.

Wero 2024: P2P-Zahlungen starten

Jahresziel 2024: Geld an Freunde senden wird verfügbar.

  • Wero-Integration in bestehende Banking-Apps
  • Launch von P2P-Echtzeitzahlungen in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich und Belgien ab Juli 2024
  • Steigerung der Bekanntheit

Wero 2025: Onlineshops starten

Jahresziel 2025: Wero startet im E-Commerce.

  • Positionierung von Wero als kosteneffiziente Alternative zu PayPal, Google Pay, Apple Pay und Kreditkarten
  • Eintritt in den E-Commerce. Im November bieten erste Onlineshops die Zahlungsart Wero an.
  • Beginn der Integration von Wero bei den ersten Payment Service Providern

Wero 2026: Kommunen & Ladenkassen starten

Jahresziele 2026: Wero stärkt seine Position im E-Commerce und in den Kommunen. Start im stationären Handel. Ende 2026 verfügt Wero über 12 Millionen User in Deutschland.

Q1: Integration regionaler Zahlungssysteme

Q2: Gewinnung weiterer Onlineshops

  • Wachstum der Wero-Shops
  • Österreichische Banken bieten Wero an

Q3: Wero am POS

  • Wachstum der Wero-Kommunen
  • Technische Migration von iDEAL zu Wero beginnt
  • Einführung von Wero am Point-of-Sale (Ladenkasse) via QR-Code, aber noch nicht via NFC.

Q4: Recurring Payments, BNPL & Österreich

  • Wero für wiederkehrende Zahlungen (Recurring Payments) verfügbar
  • Wero für BNPL (Buy now, pay later) verfügbar
  • Start von Kundenbindungsprogrammen via Wero
  • Wero in Österreichs Onlineshops verfügbar
  • 12 Millionen Wero-User in Deutschland

Wero 2027: NFC startet

Jahresziele 2027: NFC-Integration, Schnittstellen zu alles Shopsystemen und Abschluss der iDEAL-Migration.

  • NFC-Integration (Tap-to-Pay)
  • PSPs bieten Schnittstellen (Plugins bzw. Apps) für standardisierte Shopsysteme wie Shopify, Shopware oder WooCommerce an. Wero wird für kleine und mittlere Onlineshops kostengünstig verfügbar
  • Einheitliches Wero-Branding in den Kernmärkten
  • Stabile Omnichannel-Infrastruktur (Online + Mobile + POS)
  • Volle Interoperabilität mit den regionalen Zahlungsverfahren Bizum, SIBS, Bancomat und Vipps. Hierbei behalten einige regionale Zahlungsarten wie Bizum ihren Namen.
  • Abschluss der iDEAL-Migration, die Marke iDEAL verschwindet vom Markt

Wero 2028: Für alle Lebenslagen

  • Wero wird zur selbstverständlichen Zahlungsart für alle Lebenslagen
  • Immer mehr Kommunen, von Hamburg bis München, bieten Wero für Gebührenzahlungen an

Wero 2029: Ausweitung in EWR-Staaten

  • In immer mehr EWR-Staaten, von Irland bis Zypern, ist Wero verfügbar
Der EWR

Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) ist ein gemeinsamer Markt, der die Europäische Union (EU), Norwegen, Island und Liechtenstein verbindet. Er trat am 1. Januar 1994 in Kraft, um den Handel und die Zusammenarbeit zu erleichtern.

Die vier Grundfreiheiten des EWR

  • Freier Warenverkehr: Waren dürfen ohne Zollgrenzen verkauft werden.
  • Freier Personenverkehr: Menschen können in jedem EWR-Land wohnen und arbeiten.
  • Freier Dienstleistungsverkehr: Firmen dürfen Dienste in allen Mitgliedsländern anbieten.
  • Freier Kapitalverkehr: Geld und Investitionen dürfen frei fließen.

Mitgliedsstaaten von EU und EWR

Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) umfasst die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union plus Norwegen, Island und Liechtenstein.

Wero 2030: Zehn Prozent Anteil in Europa

Wero 2035: Zwanzig Prozent Anteil in Europa

  • Wero hat einen Anteil von 20 % am europäischen Payment-Markt

Wero 2040: Marktführerschaft in Europa

  • Wero ist Marktführer für Online- und Offlinezahlungen in Europa
  • Die EU-Länder Tschechien, Polen, Rumänien, Schweden und Ungarn haben den Euro eingeführt
  • PayPal, Google Pay, Apple Pay, Visa und Mastercard sind zwar weiterhin verfügbar, dominieren aber nicht den europäischen Zahlungsmarkt

Kommentare

4 Kommentare zu „Wero Roadmap“

    1. Avatar von Bernd Schmitt

      yep, NFC am POS. So wird das richtig gut!

  1. Avatar von U79
    U79

    Wieso soll Wero eine kostengünstige Alternative zu Apple Pay und Google Pay sein? Apple und Google Pay sind digitale Brieftaschen und keine Zahlungsverfahren. Der Händler zahlt nicht für die digitale Brieftasche, sondern für die in der Brieftaschen hinterlegten Zahlungsverfahren. So ist bei den Sparkassen auch eine Girocard oder in Frankreich eine Carte Bancaire in Apple Pay hinterlegt… Ich denke, die sind noch günstiger als Wero. Ach, funktioniert natürlich auch online. Ist das jetzt europäisch Souverän oder nicht 🤷🏻‍♂️ und auf welchem europäischen Smartphone nutzt ihr Wero?

    1. Avatar von Bernd Schmitt

      Als Händler muss ich für jede Bestellung fette 2,99 Prozent vom Transaktionsbetrag plus 39 Cent abfrücken, das ist recht heftig. Bei Wero sind es etwa 0,77 % vom Transaktionsbetrag plus Gebühren für einen Zahlungsdienstleister wie Stripe oder Mollie.
      Insgesamt hab ich so ganz grob mit Wero etwa die Hälfte der Kosten.
      Was die europäische Souveranität angeht, ist noch vieles im Argen.. aber es gibt einige Ansätze, zum Beispiel das Fairphone.
      Und dann wäre ja auch noch das ungelöste Problem der europäischen Cloud. Selbt Wero läuft ja auf AWS-Servern (die EPI hat Besserung versprochen).

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