Update 13. September 2026: Das Finanzministerium plant, ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD jetzt zügig umzusetzen. Das Ziel ist die Wahlfreiheit der Kundinnen und Kunden bei der Zahlungsart im stationären Handel. Wer zur Kasse geht, soll selbst entscheiden: bar oder digital?
Was im Koalitionsvertrag steht
Die Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr ist im 2025 geschlossenen Koalitionsvertrag verankert:
„Wir setzen uns für echte Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr ein und wollen, dass grundsätzlich Bargeld und mindestens eine digitale Zahlungsoption schrittweise angeboten werden sollen.“
Koalitionsvertrag 2025, Zeile 1578
Die Feinheiten müssen natürlich noch zwischen den verschiedenen Ressorts abgestimmt werden, also zwischen:
- Finanzministerium (Lars Klingbeil, SPD)
- Wirtschaftsministerium (Katharina Reiche, CDU)
- Digitalministerium (Karsten Wildberger, CDU)
Für wen kommt die Pflicht zur digitale Bezahlmöglichkeit?
Die Pflicht soll für Handel, Gastronomie und Dienstleistungen gelten. Es bleibt dabei den Anbietern überlassen, für welches gängige digitale Bezahlverfahren sie sich entscheiden. Wero ist dabei sicherlich eine Option. Was für Wero spricht:
- Die Transaktionskosten sind für die Händler und Dienstleister günstiger als bei Kreditkarten, Paypal, Google Pay und Apple Pay.
- SoftPOS bietet die schnell Möglichkeit zum Wero-Einstieg ohne Hardwarekosten.
- Wero wird inzwischen auch an Bushaltstellen beworben, der Bekannheitsgrad steigt.
Bar oder Wero – der Kunde entscheidet
In Zukunft heißt es also im kleinen Laden und im Späti nicht mehr „keine Kartenzahlung“, sondern „Zahlung in Bar oder Wero“. Damit steigt auch der Druck auf die deutschen Banken, endlich Wero zur Verfügung zu stellen. Hier geht es zur Wero-Bankenliste.
Ist eine Annahmepflicht für Kreditkarten geplant?
Nein, eine Annahmepflicht für Kreditkarten ist nicht geplant. In den Medien wird Lars Klingbeils Vorstoß zum digitalen Bezahlen oft so dargestellt, als ob eine Pflicht zur Annahme der Kreditkarte gäbe, zum Beispiel hier beim mdr: Auch kleine Läden sollen Kartenzahlung akzeptieren. Aber der Sender irrt! Geplant ist nur die Verpflichtung, mindestens eine in Europa gängige Zahlungsart anzubieten. Das heißt konkret:
- Gängige Kreditkarten genügen auch, sind aber keine Pflicht
- Wero genügt den Anforderungen, auch als alleinige digitale Zahlungsart
- Google Pay als alleinige digitale Zahlungsart genügt den Anforderungen wahrscheinlich nicht
Wann Kommt Wero in die Supermärkte?
Wero tastet sich langsam an die Kassen heran. Bis zur flächendeckenden Akzeptanz in den Supermärkten ist die neue europäische Zahlungsart nur noch ein Jahr entfernt. Der Korken wird aus den Flasche fliegen, sobald NFC zur Verfügung steht. Im Laufe des Jahres 2027 wird dies der Fall sein.
Wero am POS per QR-Code
Es gib aber auch jetzt schon einige „Early Mover“, die Wero schon 2026 an den POS bringen:
- Bezahlung mit Wero an Parkautomaten per QR-Code in Kassel
- Bezahlung mit Wero in inhabergeführten stationären Läden, die es einfach mal ausprobieren
- Bezahlung mit Wero an Verkaufsautomaten
Mit Wero am Automaten bezahlen
Der Berliner Dienstleister ZIIB, so das IT Finanzmagazin, plant die Freischaltung von Wero in über 11.000 POS-Akzeptanzstellen in Deutschland und Österreich. Noch 2026 sollen Belgien und Frankreich folgen. Als Annahmestellen sind zwar zunächst nur Verpflegungsautomaten, SB-Waschanlagen oder Parkautomaten anvisiert, aber die regulären Kassen sollen folgen.
Quelle: IT Finanzmagazin
Bezahlen per QR-Code
So funktioniert aktuell das Bezahlen per QR-Code am Automaten:
- Kunde fordert eine Ware oder Dienstleistung an
- Automat blendet QR-Code ein
- Kunde scannt den QR-Code mit dem Smartphone
- Zahlung über Wero wird bestätigt


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