Die European Payments Initiative (EPI) begrüßt Mollie als Principal Member, sprich als ordentliches und zahlendes Mitglied. Der niederländische Payment Service Provider (PSP) integriert die neue europäische Zahlungsmethode Wero in seine Plattform.
Das Unternehmen Mollie
Mollie wurde 2004 gegründet und zählt mit über 300 Mitarbeitern und über 100.000 Kunden zu Europas führenden Payment Service Providern (PSPs). Die Zentrale befindet sich in Amsterdam, über Niederlassungen verfügt Mollie in Belgien, Frankreich und Deutschland (80331 München, Herzogspitalstraße 24).
Mollies Geschäftsmodell
- Mollie verknüpft verschiedene Shopsysteme wie beispielsweise Shopware, Shopify, Magento und WooCommerce mit verschiedenen Zahlungsarten wie beispielsweise Klarna, Kreditkarten und Wero.
- Außerdem bietet Mollie Zahlungen vor Ort mit einem EC-Kartenleser und einer Onlineshop-Verknüpfung an.
- Hier geht es zur Mollie-Website: Mollie
Wann ist Wero für Händler verfügbar, die mit Mollie zusammenarbeiten?
- Aktuell (September 2026) ist Wero via Mollie noch nicht verfügbar.
- Schätzungsweise im 1. Quartal wird Wero für Mollie-Händler in Deutschland verfügbar, und zwar über die Migration von iDEAL zu Wero.
- Die Umstellung von iDEAL zu Wero ist jetzt in die technische Phase getreten: Aus iDEAL wird Wero.
- Bis Ende 2027 soll die iDEAL-Umstellung komplett abgeschlossen sein.
Quelle: Mollie
Wie können Onlinehändler Wero in den Webshop integrieren?
Wer als Händler Wero anbieten möchte, kann dafür unterschiedliche PSPs in Anspruch nehmen, zum Beispiel Stripe, Woo Payments oder VR Payment – oder eben Mollie.
Ist dazu ein Konto notwendig?
Ja, notwendig ist dabei immer ein Konto beim entsprechenden PSP. Hier können Sie sich bei Mollie registrieren.
Warum heißt das Kundenkonto?

Von der Bezeichnung „Kundenkonto“ sollte man sich nicht irritieren lassen, es handelt sich hierbei zwingend um ein Händlerkonto. Zur Unterscheidung:
- Paypal stellt sowohl Privatkonten wie Händlerkonten zur Verfügung.
- Mollie stellt ausschließlich Händlerkonten zur Verfügung. Privatpersonen erhalten bei Mollie kein Konto.
Dass Mollie keine Privatkonten zur Verfügung stellt, ist kein Mangel, sondern Sinn der Sache. Für Wero-Transaktionen genügt auf Kundenseite das ganz normale Girokonto bei der Hausbank.
Mollie-Konto anlegen
Bei Mollie sind Kundenkonten kostenlos, es gibt also im Unterschied zu VR Payment keine monatliche Grundgebühr.
Die Rolle von Mollie bei der Wero-Integration
- Mollie bündelt wie alle Payment Service Provider verschiedene Zahlungsarten in einem System.
- Mollie ermöglicht Händlern eine einfache, standardisierte Integration von Zahlungsarten.
- Durch Mollie kann auch Wero als Zahlungsmethode eingebunden werden.
Mollie übernimmt die technische Infrastruktur, die Zahlungsabwicklung sowie die Kommunikation mit den Banken. Onlinehändlern stellt Mollie eine zentrale Schnittstelle für alle Zahlungsarten zur Verfügung.
Voraussetzungen für die Integration

Wer Mollie als Händler für seinem Onlineshop nutzen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
- Ein aktives Konto bei Mollie.
- Ein verifizierter Onlineshop mit gültigem Impressum und rechtlichen Pflichtseiten.
- Unterstützung der Mollie-Integration durch das verwendete Shopsystem, für WooCommerce steht dazu das kostenlose Plugin Mollie Payments für WooCommerce zur Verfügung.
- Aktivierung der gewünschten Zahlungsmethoden im Mollie-Dashboard
Technische Umsetzung im Onlineshop
Für die Integration wird eine API-Anbindung, also eine verknüpfte Schnittstelle zwischen Shopsystem und Mollie benötihgt.
Nach der Einrichtung des Mollie-Kontos können Sie in Mollie einen API-Schlüssel generieren, der dann im Shopsystem hinterlegt wird.
Anschließend können Sie im Mollie-Dashboard und parallel im Dashboard des Shopsystemes die gewünschten Zahlungsmethoden (einschließlich Wero) aktiviert werden.
Je nach Shopsystem umfasst der Ablauf typischerweise folgende Schritte:
- Installation des Mollie-Plugins im Shop
- Eingabe der API-Zugangsdaten
- Auswahl und Aktivierung von Wero als Zahlungsmethode
- Test der Zahlungsabwicklung im Sandbox-Modus
- Live-Schaltung im produktiven Betrieb
Der gesamte Prozess ist im Shopsystem WooCommerce ohne Programmierkenntnisse umsetzbar.
Vorteile der Integration von Wero mit Mollie
Die Kombination aus Wero und Mollie bietet mehrere Vorteile für Onlinehändler:
- Direkte Bankzahlungen ohne Umwege über Drittanbieter
- Schnelle Transaktionsabwicklung in Echtzeit
- Vereinfachte Integration durch eine zentrale Schnittstelle
- Reduzierung der Abhängigkeit von internationalen Zahlungsanbietern
- Hohe Sicherheitsstandards durch bankbasierte Authentifizierung
Zudem kann die Integration dazu beitragen, das Vertrauen von Kunden zu stärken, insbesondere im europäischen Raum.
Mögliche Einschränkungen
Da sich Wero noch im Ausbau befindet, kann die Verfügbarkeit je nach Land und Bank variieren. Nicht alle Kunden können die Zahlungsmethode aktuell nutzen, was die Reichweite zunächst einschränken kann.
Außerdem hängt die Nutzung von den Konditionen des Payment Service Providers ab. Gebührenstrukturen und Funktionsumfang sollten im Vorfeld geprüft werden.
Fazit
Die Integration von Wero in den Onlineshop über Mollie stellt eine zukunftsorientierte Erweiterung des Zahlungsangebots dar. Händler profitieren von einer modernen, europäischen Zahlungslösung und einer technisch einfachen Umsetzung. Trotz möglicher Einschränkungen in der aktuellen Verfügbarkeit bietet die Kombination großes Potenzial für den digitalen Zahlungsverkehr in Europa.
Fakten zu Mollie
- Geschäftsmodell: Mollie wickelt den Zahlungsverkehr für Onlineshops ab. Mollie ermöglicht es Onlinehändlern, viele Zahlungsmethoden anzubieten und die Zahlungseingänge über eine einzige Oberfläche zu verwalten.
- Kostenmodell: Mollie erhebt, wie auch PayPal, keine Einrichtungsgebühren oder monatliche Grundgebühren. Händler zahlen Gebühren pro erfolgreicher Transaktion.
- Konten: Im Gegensatz zu PayPal stellt Mollie keine Kundenkonten, sondern ausschließlich Händlerkonten zur Vergügung
- Datenschutz: Datenverarbeitung erfolgt auf europäischen Servern und nach europäischen Standards.


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