Mollie tritt EPI bei

Logos von Mollie und Wero

Amsterdam. Der Zahlungsdienstleister Mollie wird Principal Member der EPI.

Die European Payments Initiative (EPI) begrüßt Mollie als neues Mitglied. Der niederländische Payment Service Provider (PSP) integriert die neue europäische Zahlungsmethode Wero in seine Plattform.

Liste der EPI Principal Members

EPI Principal Members

Überblick: EPI Principal Members

Die Kategorie „Principal Members“ umfasst vor allem Banken (Consumer PSPs) sowie zentrale Zahlungsdienstleister (Acquirer/PSPs), die aktiv an der Umsetzung von Wero beteiligt sind.

Banken (Core / Consumer PSP Principal Members)

Zu den wichtigsten Principal Members im Bankenbereich gehören:

  • ABN AMRO
  • Belfius
  • BNP Paribas
  • Groupe BPCE
  • Crédit Agricole
  • Crédit Mutuel Alliance Fédérale (inkl. CIC, Monabanq etc.)
  • Deutsche Bank
  • DZ Bank
  • ING Group
  • KBC Bank
  • La Banque Postale
  • Rabobank
  • Société Générale
  • Sparkassen-Finanzgruppe

Diese Institute bilden den Kern der EPI und decken einen großen Teil des europäischen Privatkundengeschäfts ab.

Acquirer / Payment Service Provider (Principal bzw. Acceptor PSPs)

Im Bereich der Zahlungsdienstleister und Acquirer gehören unter anderem folgende Unternehmen dazu:

  • Mollie
  • Worldline
  • Nexi
  • Payone
  • Unzer
  • PPRO
  • Nuvei
  • Lyra
  • Axepta BNP Paribas
  • Airwallex
  • Buckaroo
  • Bancontact Payconiq Company
  • VR Payment (epicompany.eu)

Diese Unternehmen ermöglichen Händlern die Akzeptanz von Wero-Zahlungen im E-Commerce und stationären Handel.

Neuere Principal Members (2025–2026 Erweiterungen)

Die Liste wird kontinuierlich erweitert. Aktuelle Beispiele:

  • Mollie ist seit 2026 Principal Member und spielt eine zentrale Rolle bei der Händleranbindung
  • Global Payments ist ebenfalls als Principal Member beigetreten, um Wero europaweit im Handel verfügbar zu machen.

Einordnung

Die EPI unterscheidet grundsätzlich zwischen:

  • Consumer PSPs (Banken für Endkunden)
  • Acquirer/PSPs (Zahlungsanbieter für Händler)

Beide Gruppen können als Principal Members auftreten und sind essenziell für die Verbreitung von Wero in Europa.

Zusammenfassung

Die EPI Principal Members bestehen aus einer Mischung führender europäischer Banken und Payment Service Provider. Während die Banken die Nutzerbasis liefern, sorgen Anbieter wie Mollie oder Worldline für die technische Integration im Handel. Durch den kontinuierlichen Ausbau der Mitgliedschaft wächst das Netzwerk und erhöht die Relevanz von Wero als paneuropäische Zahlungslösung.

Wero-Zeitplan für Mollie-Händler

  • Wero wird für Mollie-Händler in Deutschland und Belgien in der ersten Hälfte des Jahres 2026 verfügbar sein.
  • Kurz darauf folgen Frankreich und Luxemburg.
  • In den Niederlanden beginnt die Migration von iDEAL zu Wero Ende 2026 und soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit wird ein Co-Branding-Logo verwendet.

Quelle: Mollie

Wero mit Mollie in den Shop integrieren

Wer als Händler Wero anbieten möchte, kann dafür unterschiedliche PSPs wie Mollie, Stripe, Woo Payments oder VR Payment in Anspruch nehmen. Notwendig ist dabei immer ein Konto beim entsprechenden PSP. Hier können Sie sich bei Mollie registrieren.

Warum heißt das Kundenkonto?

Von der Bezeichnung „Kundenkonto“ sollte man sich nicht irritieren lassen, es handelt sich hierbei zwingend um ein Händlerkonto. Zur Unterscheidung:

  • PayPal stellt sowohl Privatkonten wie Händlerkonten zur Verfügung
  • Mollie stellt ausschließlich Händlerkonten zur Verfügung. Privatpersonen erhalten bei Mollie kein Konto

Dass Mollie keine Privatkonten zur Verfügung stellt, ist kein Mangel, sondern Sinn der Sache. Für Wero-Transaktionen genügt auf Kundenseite das ganz normale Girokonto bei der Hausbank.

Mollie-Konto anlegen

Bei Mollie sind Kundenkonten kostenlos, es gibt also im Unterschied zu VR Payment keine monatliche Grundgebühr.

Die Rolle von Mollie bei der Wero-Integration

  • Mollie bündelt wie alle Payment Service Provider verschiedene Zahlungsarten in einem System
  • Mollie ermöglicht Händlern eine einfache, standardisierte Integration von Zahlungsarten
  • Durch Mollie kann auch Wero als Zahlungsmethode eingebunden werden

Mollie übernimmt die technische Infrastruktur, die Zahlungsabwicklung sowie die Kommunikation mit den Banken. Händler profitieren von einer zentralen Schnittstelle für mehrere Zahlungsarten.

Voraussetzungen für die Integration

Wer Mollie als Händler für seinem Onlineshop nutzen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • Ein aktives Konto bei Mollie
  • Ein verifizierter Onlineshop mit gültigem Impressum und rechtlichen Seiten
  • Unterstützung der Mollie-Integration durch das verwendete Shopsystem, bei WooCommerce ist dies der Fall
  • Aktivierung der gewünschten Zahlungsmethoden im Mollie-Dashboard

Beliebte Shopsysteme bieten häufig bereits fertige Plugins oder Schnittstellen, die die Integration erleichtern.

Technische Umsetzung im Onlineshop

Die Integration erfolgt über ein Plugin oder eine API-Anbindung. Nach der Einrichtung des Mollie-Kontos wird ein API-Schlüssel generiert, der im Shopsystem hinterlegt wird. Anschließend können im Mollie-Dashboard die gewünschten Zahlungsmethoden, einschließlich Wero, aktiviert werden.

Je nach Shopsystem umfasst der Ablauf typischerweise folgende Schritte:

  • Installation des Mollie-Plugins im Shop
  • Eingabe der API-Zugangsdaten
  • Auswahl und Aktivierung von Wero als Zahlungsmethode
  • Test der Zahlungsabwicklung im Sandbox-Modus
  • Live-Schaltung im produktiven Betrieb

Der gesamte Prozess ist beim Shopsystem WooCommerce ohne Programmierkenntnisse umsetzbar.

Vorteile der Integration von Wero mit Mollie

Die Kombination aus Wero und Mollie bietet mehrere Vorteile für Onlinehändler:

  • Direkte Bankzahlungen ohne Umwege über Drittanbieter
  • Schnelle Transaktionsabwicklung in Echtzeit
  • Vereinfachte Integration durch eine zentrale Schnittstelle
  • Reduzierung der Abhängigkeit von internationalen Zahlungsanbietern
  • Hohe Sicherheitsstandards durch bankbasierte Authentifizierung

Zudem kann die Integration dazu beitragen, das Vertrauen von Kunden zu stärken, insbesondere im europäischen Raum.

Mögliche Einschränkungen

Da sich Wero noch im Ausbau befindet, kann die Verfügbarkeit je nach Land und Bank variieren. Nicht alle Kunden können die Zahlungsmethode aktuell nutzen, was die Reichweite zunächst einschränken kann.

Außerdem hängt die Nutzung von den Konditionen des Payment Service Providers ab. Gebührenstrukturen und Funktionsumfang sollten im Vorfeld geprüft werden.

Fazit

Die Integration von Wero in den Onlineshop über Mollie stellt eine zukunftsorientierte Erweiterung des Zahlungsangebots dar. Händler profitieren von einer modernen, europäischen Zahlungslösung und einer technisch einfachen Umsetzung. Trotz möglicher Einschränkungen in der aktuellen Verfügbarkeit bietet die Kombination großes Potenzial für den digitalen Zahlungsverkehr in Europa.

Fakten zu Mollie

  • Geschäftsmodell: Mollie wickelt den Zahlungsverkehr für Onlineshops ab. Mollie ermöglicht es Onlinehändlern, viele Zahlungsmethoden anzubieten und die Zahlungseingänge über eine einzige Oberfläche zu verwalten.
  • Kostenmodell: Mollie erhebt, wie auch PayPal, keine Einrichtungsgebühren oder monatliche Grundgebühren. Händler zahlen Gebühren pro erfolgreicher Transaktion.
  • Konten: Im Gegensatz zu PayPal stellt Mollie keine Kundenkonten, sondern ausschließlich Händlerkonten zur Vergügung
  • Datenschutz: Datenverarbeitung erfolgt auf europäischen Servern und nach europäischen Standards.