Amsterdam. Der Zahlungsdienstleister Mollie wird Principal Member der EPI.
Die European Payments Initiative (EPI) begrüßt Mollie als neues Mitglied. Der niederländische Payment Service Provider (PSP) integriert die neue europäische Zahlungsmethode Wero in seine Plattform.
Wero-Zeitplan für Mollie-Händler
- Wero wird für Mollie-Händler in Deutschland und Belgien in der ersten Hälfte des Jahres 2026 verfügbar sein.
- Kurz darauf folgen Frankreich und Luxemburg.
- In den Niederlanden beginnt die Migration von iDEAL zu Wero Ende 2026 und soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit wird ein Co-Branding-Logo verwendet.
Quelle: Mollie
Wero mit Mollie in den Shop integrieren
Wer als Händler Wero anbieten möchte, kann dafür unterschiedliche PSPs wie Mollie, Stripe, Woo Payments oder VR Payment in Anspruch nehmen. Notwendig ist dabei immer ein Konto beim entsprechenden PSP. Hier können Sie sich bei Mollie registrieren.
Warum heißt das Kundenkonto?

Von der Bezeichnung „Kundenkonto“ sollte man sich nicht irritieren lassen, es handelt sich hierbei zwingend um ein Händlerkonto. Zur Unterscheidung:
- PayPal stellt sowohl Privatkonten wie Händlerkonten zur Verfügung
- Mollie stellt ausschließlich Händlerkonten zur Verfügung. Privatpersonen erhalten bei Mollie kein Konto
Dass Mollie keine Privatkonten zur Verfügung stellt, ist kein Mangel, sondern Sinn der Sache. Für Wero-Transaktionen genügt auf Kundenseite das ganz normale Girokonto bei der Hausbank.
Mollie-Konto anlegen
Bei Mollie sind Kundenkonten kostenlos, es gibt also im Unterschied zu VR Payment keine monatliche Grundgebühr.
Die Rolle von Mollie bei der Wero-Integration
- Mollie bündelt wie alle Payment Service Provider verschiedene Zahlungsarten in einem System
- Mollie ermöglicht Händlern eine einfache, standardisierte Integration von Zahlungsarten
- Durch Mollie kann auch Wero als Zahlungsmethode eingebunden werden
Mollie übernimmt die technische Infrastruktur, die Zahlungsabwicklung sowie die Kommunikation mit den Banken. Händler profitieren von einer zentralen Schnittstelle für mehrere Zahlungsarten.
Voraussetzungen für die Integration
Wer Mollie als Händler für seinem Onlineshop nutzen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
- Ein aktives Konto bei Mollie
- Ein verifizierter Onlineshop mit gültigem Impressum und rechtlichen Seiten
- Unterstützung der Mollie-Integration durch das verwendete Shopsystem, bei WooCommerce ist dies der Fall
- Aktivierung der gewünschten Zahlungsmethoden im Mollie-Dashboard
Beliebte Shopsysteme bieten häufig bereits fertige Plugins oder Schnittstellen, die die Integration erleichtern.
Technische Umsetzung im Onlineshop
Die Integration erfolgt über ein Plugin oder eine API-Anbindung. Nach der Einrichtung des Mollie-Kontos wird ein API-Schlüssel generiert, der im Shopsystem hinterlegt wird. Anschließend können im Mollie-Dashboard die gewünschten Zahlungsmethoden, einschließlich Wero, aktiviert werden.
Je nach Shopsystem umfasst der Ablauf typischerweise folgende Schritte:
- Installation des Mollie-Plugins im Shop
- Eingabe der API-Zugangsdaten
- Auswahl und Aktivierung von Wero als Zahlungsmethode
- Test der Zahlungsabwicklung im Sandbox-Modus
- Live-Schaltung im produktiven Betrieb
Der gesamte Prozess ist beim Shopsystem WooCommerce ohne Programmierkenntnisse umsetzbar.
Vorteile der Integration von Wero mit Mollie
Die Kombination aus Wero und Mollie bietet mehrere Vorteile für Onlinehändler:
- Direkte Bankzahlungen ohne Umwege über Drittanbieter
- Schnelle Transaktionsabwicklung in Echtzeit
- Vereinfachte Integration durch eine zentrale Schnittstelle
- Reduzierung der Abhängigkeit von internationalen Zahlungsanbietern
- Hohe Sicherheitsstandards durch bankbasierte Authentifizierung
Zudem kann die Integration dazu beitragen, das Vertrauen von Kunden zu stärken, insbesondere im europäischen Raum.
Mögliche Einschränkungen
Da sich Wero noch im Ausbau befindet, kann die Verfügbarkeit je nach Land und Bank variieren. Nicht alle Kunden können die Zahlungsmethode aktuell nutzen, was die Reichweite zunächst einschränken kann.
Außerdem hängt die Nutzung von den Konditionen des Payment Service Providers ab. Gebührenstrukturen und Funktionsumfang sollten im Vorfeld geprüft werden.
Fazit
Die Integration von Wero in den Onlineshop über Mollie stellt eine zukunftsorientierte Erweiterung des Zahlungsangebots dar. Händler profitieren von einer modernen, europäischen Zahlungslösung und einer technisch einfachen Umsetzung. Trotz möglicher Einschränkungen in der aktuellen Verfügbarkeit bietet die Kombination großes Potenzial für den digitalen Zahlungsverkehr in Europa.
Fakten zu Mollie
- Geschäftsmodell: Mollie wickelt den Zahlungsverkehr für Onlineshops ab. Mollie ermöglicht es Onlinehändlern, viele Zahlungsmethoden anzubieten und die Zahlungseingänge über eine einzige Oberfläche zu verwalten.
- Kostenmodell: Mollie erhebt, wie auch PayPal, keine Einrichtungsgebühren oder monatliche Grundgebühren. Händler zahlen Gebühren pro erfolgreicher Transaktion.
- Konten: Im Gegensatz zu PayPal stellt Mollie keine Kundenkonten, sondern ausschließlich Händlerkonten zur Vergügung
- Datenschutz: Datenverarbeitung erfolgt auf europäischen Servern und nach europäischen Standards.
