Amsterdam, Niederlande. Der Zahlungsdienstleister Mollie wird Principal Member der EPI.
Die European Payments Initiative (EPI) begrüßt Mollie als neues Mitglied. Der niederländische Payment Service Provider (PSP) integriert die neue europäische Zahlungsmethode Wero in seine Plattform. Noch im ersten Halbjahr 2026 können Onlinehändler über Mollie Wero-Zahlungen annehmen.
Wero-Start in Deutschland und Belgien
Der Wero-Rollout startet für Mollie-Händler in Deutschland und Belgien in der ersten Hälfte 2026, gefolgt von Frankreich und Luxemburg.
Quelle: Mollie
Wero mit Mollie in den Shop integrieren
Ziel von Wero ist es, eine einheitliche, unabhängige Alternative zu internationalen Zahlungsanbietern zu schaffen. Wero ermöglicht direkte Konto-zu-Konto-Zahlungen in Echtzeit und basiert auf bestehenden Bankinfrastrukturen innerhalb Europas.
Für Onlinehändler bietet Wero die Möglichkeit, Zahlungen ohne klassische Kreditkarten oder externe Wallets abzuwickeln. Kunden autorisieren die Zahlung direkt über ihre Bank, was den Prozess effizient und sicher gestaltet.
Rolle von Mollie bei der Integration
Mollie ist ein Payment Service Provider, der verschiedene Zahlungsarten in einem System bündelt und Händlern eine einfache Integration in ihren Onlineshop ermöglicht. Durch Mollie kann Wero als zusätzliche Zahlungsmethode eingebunden werden, ohne dass eine direkte technische Anbindung an das Wero-System notwendig ist.
Mollie übernimmt dabei die technische Infrastruktur, die Zahlungsabwicklung sowie die Kommunikation mit den Banken. Händler profitieren von einer zentralen Schnittstelle für mehrere Zahlungsarten.
Voraussetzungen für die Integration
Um Wero über Mollie in einen Onlineshop zu integrieren, müssen einige grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Ein aktives Konto bei Mollie
- Ein verifizierter Onlineshop mit gültigem Impressum und rechtlichen Seiten
- Unterstützung der Mollie-Integration durch das verwendete Shopsystem
- Aktivierung der gewünschten Zahlungsmethoden im Mollie-Dashboard
Beliebte Shopsysteme bieten häufig bereits fertige Plugins oder Schnittstellen, die die Integration erleichtern.
Technische Umsetzung im Onlineshop
Die Integration erfolgt über ein Plugin oder eine API-Anbindung. Nach der Einrichtung des Mollie-Kontos wird ein API-Schlüssel generiert, der im Shopsystem hinterlegt wird. Anschließend können im Mollie-Dashboard die gewünschten Zahlungsmethoden, einschließlich Wero, aktiviert werden.
Je nach Shopsystem umfasst der Ablauf typischerweise folgende Schritte:
- Installation des Mollie-Plugins im Shop
- Eingabe der API-Zugangsdaten
- Auswahl und Aktivierung von Wero als Zahlungsmethode
- Test der Zahlungsabwicklung im Sandbox-Modus
- Live-Schaltung im produktiven Betrieb
Der gesamte Prozess ist beim Shopsystem WooCommerce ohne Programmierkenntnisse umsetzbar.
Vorteile der Integration von Wero mit Mollie
Die Kombination aus Wero und Mollie bietet mehrere Vorteile für Onlinehändler:
- Direkte Bankzahlungen ohne Umwege über Drittanbieter
- Schnelle Transaktionsabwicklung in Echtzeit
- Vereinfachte Integration durch eine zentrale Schnittstelle
- Reduzierung der Abhängigkeit von internationalen Zahlungsanbietern
- Hohe Sicherheitsstandards durch bankbasierte Authentifizierung
Zudem kann die Integration dazu beitragen, das Vertrauen von Kunden zu stärken, insbesondere im europäischen Raum.
Mögliche Einschränkungen
Da sich Wero noch im Ausbau befindet, kann die Verfügbarkeit je nach Land und Bank variieren. Nicht alle Kunden können die Zahlungsmethode aktuell nutzen, was die Reichweite zunächst einschränken kann.
Außerdem hängt die Nutzung von den Konditionen des Payment Service Providers ab. Gebührenstrukturen und Funktionsumfang sollten im Vorfeld geprüft werden.
Fazit
Die Integration von Wero in den Onlineshop über Mollie stellt eine zukunftsorientierte Erweiterung des Zahlungsangebots dar. Händler profitieren von einer modernen, europäischen Zahlungslösung und einer technisch einfachen Umsetzung. Trotz möglicher Einschränkungen in der aktuellen Verfügbarkeit bietet die Kombination großes Potenzial für den digitalen Zahlungsverkehr in Europa.
Fakten zu Mollie
- Geschäftsmodell: Mollie wickelt den Zahlungsverkehr für Onlineshops ab. Mollie ermöglicht es Onlinehändlern, viele Zahlungsmethoden anzubieten und die Zahlungseingänge über eine einzige Oberfläche zu verwalten.
- Kostenmodell: Mollie erhebt, wie auch PayPal, keine Einrichtungsgebühren oder monatliche Grundgebühren. Händler zahlen Gebühren pro erfolgreicher Transaktion.
- Konten: Im Gegensatz zu PayPal stellt Mollie keine Kundenkonten, sondern ausschließlich Händlerkonten zur Vergügung
- Datenschutz: Datenverarbeitung erfolgt auf europäischen Servern und nach europäischen Standards.
