Mobile Payment wächst

Epi-Logo und Barometer

Smartphones stecken heute in jeder Hosentasche und Smartwatches erobern immer mehr Handgelenke. Und beide Geräte, gestartet als Telefon (Smartphone) beziehungsweise Fitnesstracker (Smartwatch) werden immer leistungsfähiger. Es ist also eine Binsenweisheit, dass der Markt für Mobile Payment wächst.

Wissenschaftliche Studie

Es gibt zu diesem Wachstum aber auch eine wissenschaftliche Untersuchung mit dem Namen European Payments Barometer. Die Studie widmete sich dabei auch den Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer.

European Payments Barometer

Wie die EPI-Studie European Payments Barometer zeigt, gewinnt Mobile Payment in Deutschland und in ganz Europa weiter an Bedeutung. Was Europas Kundinnen und Kunden beim Bezahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch besonders wichtig ist:

  • Einfache Nutzung
  • Vertrauen und Sicherheit

Was ist Mobile Payment eigentlich genau und welche Technologien kommen dabei zum Einsatz – für den Zahlungsvorgang und die sichere Authentifizierung?

Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch

Mobile Payment bezeichnet alle Zahlungsprozesse, die über mobile Geräte wie Smartphones oder Smartwatches abgewickelt werden. Kunden können damit im Geschäft, online oder innerhalb von Apps bezahlen, ohne physische Karten oder Bargeld zu benötigen. Die notwendigen Zahlungsinformationen sind digital im Smartphone oder der Smartwatch hinterlegt

  • Anstelle einer physischen Kredit- oder Debitkarte werden digitale Zahlungsinformationen verwendet, die auf dem Gerät gespeichert oder über eine App abgerufen werden.
  • Der Bezahlvorgang läuft kontaktlos ab. Das bedeutet, dass das Smartphone oder die Smartwatch lediglich in die Nähe eines Zahlungsterminals gehalten werden muss.
  • Die Transaktion per Smartphone oder Smartwatch wird in Sekunden verarbeitet.
Bezahlen mit der Smartwatch

Mobile Payment mit der Smartwatch – Bezahlen direkt am Handgelenk

Die Entwicklung des Mobile Payments wird immer vielseitiger. Das Bezahlen direkt am Handgelenk verspricht maximale Freiheit im Alltag – schnell, kontaktlos und ohne das Smartphone beim Einkaufen oder im Restaurant aus der Tasche fummeln zu müssen.

Was bedeutet Bezahlen mit der Smartwatch?

Beim Bezahlen mit der Smartwatch werden – ähnlich wie beim Smartphone – Zahlungsdaten digital auf dem Gerät hinterlegt. Über eine integrierte NFC-Funktion kann die Smartwatch mit geringem Abstand (1 cm) an ein Bezahlterminal gehalten werden, um Transaktionen durchzuführen. Der Zahlungsvorgang ist in wenigen Sekunden abgeschlossen.

Die Smartwatch für das Payment konfigurieren

Bevor das Bezahlen möglich ist, muss die Smartwatch entsprechend eingerichtet werden. Dazu gehört in der Regel:

  • Verknüpfung mit einem Smartphone: Die meisten Smartwatches werden zunächst mit einem kompatiblen Smartphone gekoppelt
  • Installation einer Zahlungs-App: Je nach Anbieter wird eine entsprechende App benötigt
  • Hinterlegen der Zahlungsdaten: Kredit- oder Debitkarten werden digital hinzugefügt
  • Aktivierung von Sicherheitsfunktionen: Beispielsweise PIN, Muster oder biometrische Authentifizierung

Nicht jede Smartwatch ist geeignet

Ein wichtiger Punkt ist die Geräteauswahl: Nicht alle Smartwatches unterstützen Mobile Payment. Die Voraussetzungen:

  • NFC-Funktion: Ohne NFC ist kontaktloses Bezahlen nicht möglich
  • Kompatible Software: Die Smartwatch muss ein Betriebssystem und Apps unterstützen, die Mobile Payment ermöglichen
  • Unterstützung durch Banken: Nicht jede Bank oder Karte funktioniert mit jedem System

Vor dem Kauf oder der Nutzung sollte daher geprüft werden, ob die eigene Smartwatch und das jeweilige Zahlungsangebot kompatibel sind.

Bezahlen ohne Smartphone

Ein großer Vorteil der Smartwatch ist ihre Unabhängigkeit im Alltag. Ist die Smartwatch einmal eingerichtet, kann in vielen Fällen komplett auf das Smartphone verzichtet werden. Das bedeutet:

  • Mehr Freiheit unterwegs: Ideal beim Sport, Spazierengehen oder kurzen Besorgungen
  • Weniger Gepäck: Smartphone kann zuhause bleiben
  • Schneller Zugriff: Ein einfacher Handgriff genügt zum Bezahlen

Voraussetzung ist allerdings, dass die Smartwatch die notwendigen Daten eigenständig speichern kann und nicht dauerhaft auf eine Verbindung zum Smartphone angewiesen ist.

Smartwatch-Payment in der Zukunft

Mit der zunehmenden Verbreitung von Wearables dürfte auch das Bezahlen per Smartwatch weiter an Bedeutung gewinnen. Verbesserte Akkus, breitere Unterstützung durch Banken und neue Funktionen werden die Nutzung noch attraktiver machen.

Mobile Payment: NFC oder QR-Code

Eine der wichtigsten Technologien ist NFC (Near Field Communication). NFC ermöglicht die drahtlose Kommunikation zwischen zwei Geräten über sehr kurze Distanzen. Das Smartphone oder die Smartwatch senden dabei verschlüsselte Zahlungsdaten an das Zahlungs-Terminal.

Alternativ kommen auch QR-Codes zum Einsatz. Hier scannt entweder der Kunde einen Code des Händlers oder umgekehrt. Diese Methode ist vor allem in Asien weit verbreitet.

Mobile Payment: Tokenisierung

Eine wichtige Rolle beim Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch spielt die Tokenisierung. Bei der Tokenisierung werden die echten Kartendaten nicht direkt übertragen. Stattdessen wird ein einmalig gültiger Code erzeugt, der die sensiblen Informationen ersetzt. Die Tokenisierung erhöht die Sicherheit.

Was ist Tokenisierung?

Payment Tokenization ist eine zentrale Grundlage für sicheres Mobile Payment. Moderne mobile Bezahllösungen arbeiten nicht mit echten Kartendaten, sondern mit sogenannten Tokens.

Bei Mobile-Payment-Diensten wird bei der Einrichtung ein Token erzeugt, der Ihre tatsächliche Kartennummer ersetzt. Dieser Token ist häufig an ein bestimmtes Gerät gebunden und kann nur in einem klar definierten Kontext verwendet werden.

Wenn Sie mit Ihrem Smartphone bezahlen – etwa kontaktlos im Geschäft oder in einer App – werden nicht Ihre echten Kontonummern übertragen, sondern dieser Token zusammen mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen (z. B. einmaligen Transaktionscodes). Selbst bei einem möglichen Datenabgriff wären diese Informationen ohne Zugriff auf die geschützten Originaldaten nicht nutzbar.

Wero basiert auf kontobasierten Echtzeitüberweisungen, reduziert aber die Weitergabe sensibler Zahlungsinformationen und setzt auf sichere Authentifizierungsverfahren innerhalb der Banking-App. Damit wird sichergestellt, dass kritische Daten nicht unnötig exponiert werden.

Für Sie ergeben sich daraus mehrere Vorteile im Mobile Payment:

  • Höherer Schutz bei Verlust oder Diebstahl des Smartphones
  • Keine Weitergabe sensibler Zahlungsdaten an Händler
  • Zusätzliche Sicherheit durch biometrische Verfahren oder App-Freigaben
  • Geringeres Betrugsrisiko bei kontaktlosen und digitalen Zahlungen

Zusammengefasst: Tokenization ist ein Schlüsselmechanismus, der Mobile Payment erst sicher und alltagstauglich macht. Lösungen wie Wero, Apple Pay und Google Pay profitieren davon, indem sie sensible Daten schützen und gleichzeitig eine schnelle, komfortable Bezahlung ermöglichen.

Mobile Payment: Ablauf einer Zahlung

Der typische Ablauf einer Mobile-Payment-Transaktion sieht folgendermaßen aus:

  1. Zunächst wird das Smartphone oder die Smartwatch entsperrt und die Zahlungs-App geöffnet. Oft ist zusätzlich eine Authentifizierung erforderlich, etwa per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN.
  2. Anschließend hält der Kunde das Smartphone oder die Smartwatch an das Zahlungsterminal. Über NFC werden die notwendigen Daten übertragen. Das Terminal leitet die Anfrage an den Zahlungsanbieter weiter, der die Transaktion prüft und autorisiert.
  3. Innerhalb weniger Sekunden erhält der Händler eine Bestätigung, und der Betrag wird vom Konto des Nutzers abgebucht.

Mobile Payment: Sicherheit durch biometrische Authentifizierung

Mobile Payment gilt als vergleichsweise sicher. Die Kombination aus Verschlüsselung, Tokenisierung und biometrischer Authentifizierung schützt vor Missbrauch.

Selbst wenn das Smartphone oder die Smartwatch verloren geht, können Unbefugte meist nicht einfach bezahlen, da eine Freigabe notwendig ist. Zusätzlich lassen sich moderne Smartphones aus der Ferne sperren oder Zahlungsfunktionen deaktivieren.

Biometrisches Verfahren: Fingerabdruck

Biometrie: Fingerabdruck

Die Sicherheit ist ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz von Mobile Payment. Hier kommen biometrische Verfahren wie der Fingerabdruck zum Einsatz. Der Fingerabdruck gilt als besonders praktisch und sicher, da er einzigartig ist und nicht so leicht gestohlen oder vergessen werden kann wie eine PIN oder ein Passwort.

Fingerabdruck-Sensoren

Moderne Smartphones verfügen über integrierte Fingerabdrucksensoren, die es ermöglichen, Zahlungen mit einer einfachen Berührung zu autorisieren. Der Abdruck wird dabei nicht als Bild gespeichert, sondern in verschlüsselter Form als mathematisches Muster. Diese Daten bleiben in der Regel lokal auf dem Gerät gespeichert, was zusätzlichen Schutz bietet.

Vorteile der Kombination

Die Verbindung von Mobile Payment und Fingerabdruck-Technologie bringt zahlreiche Vorteile:

  • Alltagstauglichkeit: Ideal für kontaktloses Bezahlen unterwegs
  • Komfort: Kein Eintippen von PINs oder Passwörtern notwendig
  • Schnelligkeit: Zahlungen erfolgen in Sekunden
  • Sicherheit: Biometrische Daten sind schwer zu fälschen
Biometrisches Verfahren: Gesichtserkennung

Biometrie: Gesichtserkennung

Die Gesichtserkennung ist ein biometrisches Verfahren, bei dem individuelle Merkmale eines Gesichts analysiert werden, um eine Person eindeutig zu identifizieren. Moderne Systeme nutzen dafür komplexe Algorithmen und oft auch Tiefensensoren, die ein dreidimensionales Abbild des Gesichts erstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass nicht nur ein Foto, sondern eine reale Person erkannt wird.

Gesichtserkennung im Mobile Payment

Im Kontext von Mobile Payment dient die Gesichtserkennung als Authentifizierungsmethode. Bevor eine Zahlung durchgeführt wird, überprüft das Smartphone, ob das Gesicht des Nutzers mit den hinterlegten Daten übereinstimmt. Dieser Vorgang dauert meist nur wenige Sekunden und erfolgt nahezu unbemerkt.

Viele aktuelle Geräte setzen bereits standardmäßig auf diese Technologie. Sie ersetzt oder ergänzt klassische Methoden wie PINs oder Passwörter und bietet eine besonders komfortable Nutzererfahrung.

Vorteile der Gesichtserkennung

Die Integration von Gesichtserkennung in mobile Bezahlsysteme bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Schnelligkeit: Entsperren und Bezahlen erfolgen in einem fließenden Ablauf
  • Benutzerfreundlichkeit: Kein aktives Eingeben von Daten notwendig
  • Kontaktlos: Besonders hygienisch und praktisch im Alltag
  • Hohe Sicherheit: Fortschrittliche Systeme erkennen auch Täuschungsversuche

Mobile Payment: Vorteile und Nachteile

Ein großer Vorteil von Mobile Payment ist die Geschwindigkeit und Bequemlichkeit. Nutzer müssen keine Karten oder Bargeld mit sich führen. Außerdem lassen sich Zahlungen sowohl für Kunden wie für Händler besser zuordnen, wenn sie digital erfasst wurden.

Auf der anderen Seite besteht eine Abhängigkeit von Technik und Akku. Ohne Strom oder funktionierendes Gerät ist keine Zahlung möglich. Zudem gibt es weiterhin Orte, an denen Mobile Payment nicht akzeptiert wird.

Mobile Payment: Fazit

Dem Mobile Payment, also das Bezahlen per Smartphone oder Smartwatch, gehört die Zukunft. Durch Technologien wie NFC, Tokenisierung und biometrische Authentifizierung ermöglicht Mobile Payment schnelle, sichere und komfortable Transaktionen. Mit zunehmender Verbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs wird Mobile Payment weiter an Bedeutung gewinnen.