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Wero-Plugins für WooCommerce

Wero-Plugin verfügbar

Wero-Plugin in Planung

Wero-Plugin nicht verfügbar


Das Shopsystem WooCommerce

WooCommerce ist ein Shop-Plugin für das CMS WordPress und lässt sich ebenso wie WordPress selbst sehr gut erweitern. Mit WooCommerce nicht nur physische Waren, sondern auch Downloadprodukte wie eBooks oder Dienstleistungen wie Therapiestunden verkauft werden. Tipp für den stationären Einzelhandel: Auch Geschenkgutscheine für die Filiale vor Ort lassen sich mit WooCommerce verkaufen.

Shopsysteme im Vergleich

WooCommerce, Shopify, Shopware oder Oxid? Die Wahl des passenden Shopsystems hängt von den Anforderungen des Shop-Projekts, dem Budget und dem technischen Knowhow ab. Im Folgenden finden Sie einen Vergleich von vier in Deutschland weit verbreiteten Lösungen.

Shopsystem Nr. 1: WooCommerce

WooCommerce ist kein eigenständiger Shop, sondern ein Plugin, also eine Erweiterung für WordPress. Basis ist das CMS WordPress. WooCommerce eignet sich für Shops jeder Größenordnung.

WooCommerce Vorteile

  • Hohe Flexibilität durch zahlreiche Extensions (Erweiterungen)
  • Geringe Einstiegskosten, WooCommerce selbst ist kostenlos
  • Große Community und viele Ressourcen
  • Volle Kontrolle über Daten und Hosting

WooCommerce Nachteile

  • Technisches Grundwissen für die Installation erforderlich
  • Wartung und Updates liegen in der Verantwortung des Shop-Betreibers
  • Die Sicherheit liegt in der Verantwortung des Shop-Betreibers
  • Zahlungs-Gateways, zum Beispiel für Wero, müssen manuell vom Shopbetreiber ausgewählt und installiert werden

WooCommerce ist bestens geeignet für alle, die bereits eine Website mit WordPress betreiben.

Shopsystem Nr. 2: Shopify

Shopify ist eine vollständig vom Hersteller gehostetes, eigenständiges Shopsystem. Wer Shopify wählt, findet ein schlüsselfertiges System vor

Shopify Vorteile

  • Einfache Einrichtung ohne technische Vorkenntnisse
  • Hosting, Sicherheit und Updates inklusive
  • Schnelle Ladezeiten und hohe Stabilität
  • Integrierte Zahlungsfunktionen: Wero muss, sobald es verfügbar ist, voraussichtlich nicht vom Shopbetreiber manuell hinzugefügt werden

Shopify Nachteile

  • Monatliche Gebühren
  • Eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten im Vergleich zu Open-Source-Lösungen
  • Transaktionsgebühren bei externen Zahlungsanbietern

Shopify ist bestens geeignet für Einsteiger und Unternehmen, die ihren Onlineshop schnell und ohne technischen Aufwand starten möchten.

Shopsystem Nr. 3: Shopware

Shopware wird in Deutschland entwickelt und ist besonders im europäischen Markt verbreitet. Zur Verfügung stehen dabei zwei unterschiedliche Varianten, nämlich die kostenlose Community Edition (technisch vergleichbar mit WooCommerce) und die kostenpflichtige Komplettlösung (technisch vergleichbar mit Shopify).

Shopware Vorteile

  • Eine Shopware-Website fühlt sich sofort wie ein Shop an
  • Hohe Flexibilität und Skalierbarkeit
  • Die verschiedene Bereiche eines Sortiments lassen sich über das Feature der Erlebniswelten gut abbilden

Shopware Nachteile

  • Hohe monatliche Kosten bei der professionellen Version
  • Shopware ist technisch anspruchsvoller als WooCommerce und Shopify
  • Für die Einrichtung wird zumeist externe Hilfe benötigt

Shopware ist weniger für Einsteiger und eher für mittelständische und große Unternehmen geeignet, die über ein entsprechendes Budget für die monatlichen Kosten verfügen.

Shopsystem Nr. 4: Oxid

Oxid ist wie Shopware eine deutsche E-Commerce-Lösung. Der Fokus liegt dabei noch stärker als bei Shopware auf anspruchsvolle Projekte, wie beispielsweise B2B-Shops. Die Community-Edition von Oxid wurde 2022 eingestellt.

Oxid Vorteile

  • Hohe Stabilität und Sicherheit
  • Besonders geeignet für komplexe Anforderungen
  • Anpassbar und skalierbar
  • Starke Performance bei großen Produktkatalogen

Oxid Nachteile

  • Komplexe Einrichtung
  • Höhere monatliche Kosten als bei WooCommerce und Shopify, je nach Modell auch höhere Kosten als bei Shopware
  • Die Einstellung der Community-Edition sorgte für einen Vertrauensverlust

Oxid ist für große Unternehmen und Shops mit komplexen Anforderungen konzipiert. Die monatlichen Kosten.

Fazit des Shopsystem-Vergleichs

Shopsysteme gibt es viele, aber nicht jedes passt zum eigenen Projekt. Einzelpersonen und Unternehmen stehen vor der Qual der Wahl: Welches System soll es sein? Der Shopvergleich in der Kurzversion:

WooCommerce ist ideal für die Ergänzung von WordPress-Projekten mit einer Shopfunktion und eine besonders kostengünstige Lösung. Shopify punktet durch Einfachheit und schnelle Umsetzung. Shopware bietet eine moderne und skalierbare Lösung für mittlere und große Unternehmen. Oxid richtet sich vor allem an Betreiber von großen und komplexen Onlineshops.

Wero als WooCommerce-Shopbetreiber anbieten

Wer als Shopbetreiber Wero-Zahlungen empfangen will, benötigt ein Payment-Gateway, ein Zahlungs-Plugin. Ob noch 2026 ein eigenständiges Wero-Plugin für WooCommerce zur Verfügung steht? Das WooCommerce-Wero-Plugin der VR-Bank ist noch in der Entwicklung. Realistisch für 2026 ist in jedem Fall die Integration von Wero über einen der großen PSP (Payment-Service-Provider): Mollie und Stripe.

Wero via Mollie integrieren

Der niederländische Zahlungsdienstleister Mollie ist seit Januar 2026 Mitglied der EPI. Eine Integration von Wero ist für 2026 zu erwarten.

Es ist sinnvoll, vor der Registrierung bei Mollie alle relevanten Daten verfügbar zu haben, also Unternehmensform, USt-ID (Umsatzsteuer-ID), Bescheinigung der Unternehmensgründung vom Gewerbeamt, Firmenadresse, Mailadresse und URL des Onlineshops.

Als Kleinunternehmer einen Mollie-Account anlegen

Achtung Kleinunternehmer: Für einen Mollie-Account ist zwingend eine Umsatzsteuer-ID erforderlich. Diese erhalten auch nicht umsatzsteuerpflichtige Kleinunternehmer in vier Schritten:

Eine Ust-ID beantragen
  1. Beim örtlichen Finanzamt anrufen und die Situation erklären
  2. Das Finanzamt informiert das Bundeszentralamt für Steuern
  3. Die Umsatzsteuer-ID beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen
  4. Auf einen Brief des Bundeszentralamts warten, die USt-ID wird nämlich nur schriftlich versendet
Vor- und Nachteile der Kleinunternehmer-Regelung

Es gibt zwei Arten von Menschen. Die einen sind bestens organisiert und lassen sich von der Bürokratie nicht aus der Ruhe bringen. Die anderen verfallen sofort in Schnappatmung, wenn sie auch nur an die Umsatzsteuer-Voranmeldung denken. Insbesondere für die zweite Gruppe lohnt sich die Auseinandersetzung mit folgender Frage: Kleinunternehmerregeung – in Anspruch nehmen oder sein lassen?

Die aktuelle Umsatzgrenze

Zunächst eine gute Nachricht für die bürokratisch weniger Begabten: Seit 1.1.2025 gilt in Deutschland eine neue Schwelle für den Jahresumsatz. Früher lag die Höchstgrenze bei mageren 17.500 Euro dann bei mittelmäßigen 22.000 Euro. Das ist zwar nicht so üppig wie in Österreich – bei unseren südlichen Nachbarn liegt die Schwelle bei stattlichen 55.000 Euro –vergrößert aber doch den Kreis der Anspruchsberechtigten.

Ob Sie für die Kleinunternehmerregelung geeignet sind? Das hängt von insgesamt drei Faktoren ab:

  • Ihr Jahresumsatz
  • Ihr Geschäftsmodell
  • Ihr persönliches Verhältnis zur Bürokratie

Das Geschäftsmodell

Bei einer Diskussion zur Kleinunternehmerregelung werden Sie immer wieder auf Menschen treffen, die mit Vehemenz ihre Pro- oder Kontraposition verteidigen. Das Problem ist allerdings, dass diese „Missionare“ zumeist nur ihr eigenes Geschäftsmodell und ihre eigenen Erfahrungen zum Maß der Dinge erheben. Lassen Sie sich also nicht vorschnell auf die eine oder andere Seite ziehen. Hören Sie zwar zu, wägen Sie dann aber die Vor- und Nachteile aus Ihrer ganz persönlichen Perspektive ab.

Achtung: Besonders wichtig ist der Zeitpunkt der Entscheidung für alle Gründerinnen und Gründer eines Unternehmens. Was bei der steuerlichen Erfassung angegeben wurde, kann nämlich nicht in jedem Fall wieder schnell geändert werden.

Die Vorteile der Kleinunternehmerregelung

Zunächst zu den angenehmen Dingen. Das sind die Vorteile der Kleinunternehmerregelung:

  • Sie müssen keine Umsatzsteuer auf Ihre Waren und Dienstleistungen erheben.
  • Sie müssen keine Umsatzsteuer auf Versandgebühren erheben.
  • Sie müssen keine Umsatzsteuer verbuchen und abführen.
  • Durch die niedrigeren Preise haben Sie einen Wettbewerbsvorteil.
  • Durch die niedrigeren Preise haben Sie geringere Kosten für Zahlungstransaktionen, zum Beispiel bei PayPal.
  • Sie ersparen sich den Aufwand der Umsatzsteuer-Voranmeldung, müssen also keine monatliche oder vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt abliefern.
  • Sie müssen keine jährliche Umsatzsteuermeldung für das Finanzamt erstellen. Ihre Gewinn- und Verlustrechnung ist also fix erledigt.
  • Falls Sie eine Steuerberatung in Anspruch nehmen, entsteht ein geringerer Aufwand.

Sie ersparen sich also eine ganze Menge an Bürokratie und haben mehr Zeit für die Pflege des Sortiments, das Marketing und das Privatleben. Das klingt ganz wunderbar, aber wie immer hat alles zwei Seiten. Als Kleinunternehmer haben Sie auch die eine oder andere Kröte zu schlucken.

Die Nachteile der Kleinunternehmerregelung

  • Als Kleinunternehmerin oder Kleinunternehmer erhalten Sie die Umsatzsteuer, die Sie für Ihre Investitionen bezahlt haben, nicht vom Finanzamt rückerstattet. Ein Beispiel: Sie benötigen einen neuen Laptop und eine Videoausrüstung zur Herstellung von Produktvideos, die Sie auf Ihrem YouTube-Kanal zeigen möchten? Dann erhalten Sie nach Ihren Käufen keine 19% Mehrwertsteuer zurück.
  • Sie haben laufende Kosten, zum Beispiel für Hosting, Software und die Anmietung von Büro- und Lagerräumen? Auch hier erhalten Sie vom Finanzamt nichts zurück.
  • Sie stellen Waren nicht selbst her, sondern kaufen Sie beim Großhändler ein? Für den Großhändler sind die Umsatzsteuern nur ein durchlaufender Posten, für Sie als Kleinunternehmer aber nicht. Sie müssen die Steuern bezahlen und erhalten sie vom Finanzamt nicht wieder zurück.
  • Auf einen Kleinunternehmerstatus müssen im (Online-)Shop und auf allen Rechnungen rechtskonform hinweisen. Wenn Ihnen hier ein Fehler unterläuft, müssen Sie die Steuern abführen. Auch dann, wenn Sie sie von Ihren Kundinnen und Kunden gar nicht erhoben haben.
  • Nicht in jedem Shopsystem lässt sich die Kleinunternehmerregelung unkompliziert aktivieren. Spoiler: Auf der sicheren Seite sind Sie mit WordPress und WooCommerce. Wie es Schritt für Schritt funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Entscheidungshilfe pro und kontra Kleinunternehmerregelung

  • Sie verkaufen Ihre Waren und Dienstleistungen ausschließlich an Geschäftskunden, sind also im Bereich Business-to-Business (B2B) unterwegs? Dann verzichten Sie auf die Kleinunternehmerregelung! B2B-Kunden erhalten nämlich ihre Umsatzsteuern vom Finanzamt wieder zurück. Mit der Preisdifferenz zwischen Brutto und Netto können Sie bei B2B-Kunden keinen Blumentopf gewinnen.
  • Sie stellen Ihre Produkte selbst her? Wenn sich die Kosten für Ihre Rohmaterialien im Rahmen halten, lohnt sich das Kleinunternehmertum. Sie können Ihre Produkte dann an Endkunden billiger anbieten.
  • Sie sind Dienstleister bei niedrigen Kosten für ihre Räumlichkeiten? Oder Sie geben Onlinekurse? Auch das spricht dafür, als Kleinunternehmer aufzutreten.
  • Ihre Gewinnmargen sind niedrig, ihre Bezugskosten hoch? Dann sollten Sie die Finger von der Kleinunternehmerregelung lassen. Haben Sie im Hinterkopf, dass es sich bei den 25.000 Euro um eine Umsatzschwelle handelt, und nicht um eine Gewinnschwelle. Beispiel: Mit Kosten von 30.000 Euro und Umsätzen von 40.000 Euro pro Jahr zählen Sie nicht zu den Kleinunternehmern.
  • Sie haben hohe einmalige oder laufende Ausgaben? Oder planen diese, zum Beispiel für teure Werbekampagnen bei Google Ads? Dann sollten Sie sich die Sache mit dem Kleinunternehmertum gut überlegen.
  • Sie müssen eine Stunde Bürokratie mit zehn Stunden Bällebad kompensieren? Dabei besitzen Sie gar kein Bällebad? Bevor Sie bei Ikea Hausverbot erhalten: Werden Sie Kleinunternehmer!

Den Kleinunternehmerstatus rechtskonform in WooCommerce umsetzen

Sie haben sich pro Kleinunternehmer entschieden und von Ihrem Finanzamt grünes Licht erhalten? Dann müssen Sie Ihren Status noch rechtskonform in Ihrem Shop umsetzen. Sie sind dazu verpflichtet, einen Hinweis auf den § 19 UStG in Ihrem Shop einzublenden.

Falls Sie WordPress in Kombination mit dem Shop-Plugin WooCommerce verwenden und nicht selbst im Quellcode herumwerkeln möchten, haben Sie dazu zwei Möglichkeiten:

Tipp: Beide Plugins bieten eine Fülle von Einstellungsmöglichkeiten für Shopbetreiber, die weit über die Kleinunternehmerregelung hinausgehen. Sie sollten in jedem Fall eines der beiden installieren – auch wenn Sie sich für die Regelbesteuerung entschieden haben.

Den Kleinunternehmerstatus in German Market aktivieren

Das kostenpflichtige Plugin German Market erhalten Sie nur direkt beim Hersteller MarketPress. Sie müssen das Plugin kaufen, von der Herstellerseite herunterladen, installieren und aktivieren. Danach können Sie die Kleinunternehmerregelung auf folgendem Weg aktivieren:

  1. Klicken Sie auf WooCommerce > German Market > Kleinunternehmerregelung.
  2. Ziehen Sie den Schieberegler nach rechts.

Mit der Aktivierung des Schiebereglers bei KUR (“Kleinunternehmerregelung”) ändert sich nun Folgendes:

  • Der pflichtgemäße Hinweis auf UStG §19 (für Österreich UStG § 6) wird rechtskonform eingeblendet: „Umsatzsteuerbefreit gemäß UStG §19“.
  • Die Preise für Ihre Produkte werden ohne Mehrwertsteuer angezeigt und berechnet.
  • Sie haben die Möglichkeit, den Text für den Steuerhinweis anzupassen. In der Regel ist das aber nicht notwendig.

Falls Sie schon Produkte Ihrem WooCommerce-Shop angelegt haben, sollten Sie das Ergebnis gleich in der Besucheransicht kontrollieren. Zwischen dem Preis und dem Button In den Warenkorb sollte nun folgender Hinweis eingeblendet sein: „Umsatzsteuerbefreit gemäß UStG §19“.

Den Kleinunternehmerstatus in Germanized für WooCommerce aktivieren

Die Alternative zu German Market nennt sich Germanized für WooCommerce. Im Gegensatz zu German Market gibt es für dieses Plugin auch eine kostenlose Version, die direkt aus dem Plugin-Verzeichnis von WordPress installiert werden kann. Sie brauchen also Ihre WordPress-Installation nicht verlassen, um Ihren Shop „einzudeutschen“.

Sie haben das Plugin installiert und aktiviert? Dann klicken Sie zunächst auf WooCommerce > Einstellungen > Germanized > Allgemein.

Im oberen Menü gelangen Sie dann mit einem Klick auf Kleinunternehmer zu den entsprechenden Optionen.

Mit dem Schieberegler können Sie dann die Kleinunternehmerregelung aktivieren und auch wieder deaktivieren. Im Textfeld darunter kann der Hinweistext noch angepasst werden. Machen Sie hier aber keine Experimente, denn mit dem Weglassen des Paragrafen 19 UstG könnten Sie in eine rechtliche Grauzone geraten. Nach dem Klick auf den Button Änderungen speichern überprüfen Sie das Ergebnis im Frontend, also der Besucheransicht Ihres Shops.

Wenn nun in unmittelbarer Nähe der Preisangabe der Hinweis „Keine MWSt, da Kleinunternehmer nach § 19 UstG” zu sehen ist, haben Sie alles richtig gemacht.

Der Statuswechsel zwischen Kleinunternehmer und regulärer Besteuerung

Wie bereits erwähnt: Nicht jede Entscheidung lässt sich so einfach rückgängig machen. Eine äußerst wichtige Weichenstellung zum Steuerstatus findet bereits bei der Gründung eines Unternehmens statt, und zwar beim Ausfüllen des Bogens für die steuerliche Erfassung.

Sind Sie in der Vorphase Ihrer Gründung? Dann wägen Sie alle Aspekte wohl ab, denn bei einem Verzicht auf die Umsatzsteuerbefreiung sind Sie eine gefühlte Ewigkeit an die Regelbesteuerung gebunden. Wesentlich schneller funktioniert der Statuswechsel in die andere Richtung.

Die Fristen:

  • Frist für den Wechsel von der regulären Besteuerung zum Kleinunternehmer: Fünf Jahre.
  • Frist für den Wechsel vom Kleinunternehmer zur regulären Besteuerung: keine.

Ausnahmen:

Der Gesetzgeber hat für Überschreitungen der Umsatzschwelle Ausnahmen vorgesehen, zum Beispiel für folgendes Szenario: Sie haben als Kleinunternehmer gegründet, sind im ersten Jahr unter der Schwelle von 25.000 Euro geblieben, haben im zweiten Jahr aber zwischen 25.000 Euro und 100.000 Euro umgesetzt. Sofern Sie im Folgejahr wieder unter 25.000 Euro bleiben, müssen Sie nicht in die Regelbesteuerung wechseln. Am besten informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater, falls sie die Umsatzschwelle temporär überschreiten.

Der psychologische Effekt der Kleinunternehmerregelung

Was manchmal übersehen wird: der psychologische Aspekt, sobald das Wort „Kleinunternehmer“ im Onlineshop auftaucht. Nehmen Sie dazu am besten die Rolle Ihrer Kundinnen und Kunden ein.

Folgende Szenarien sind denkbar:

  • Kunde A ist ein Kunde, der eine hohe Professionalität erwartet. Möglicherweise traut er ihnen nicht über den Weg, weil er Sie für einen Amateur hält. Sie verlieren als Kleinunternehmer an Renommee.
  • Kundin B zählt zu Ihrer Fanbase auf Twitter oder Instagram. Sie kauft ganz bewusst bei Ihnen ein und freut sich, besonders Kleinunternehmer zu unterstützen. Sie gewinnen als Kleinunternehmer an Renommee.

Kleinunternehmerregelung und WooCommerce – Zusammenfassung und Fazit

Seit 2025 liegt die jährliche Umsatzgrenze für Kleinunternehmer in Deutschland bei 25.000 Euro, in Österreich beträgt sie 55.000 Euro. Die Entscheidung pro oder kontra Kleinunternehmer sollte möglichst vor der Unternehmensgründung getroffen werden.

Relevante Faktoren sind neben der Umsatzgrenze das eigene Geschäftsmodell. Wer im B2B-Bereich tätig ist, kann als Kleinunternehmer keinerlei Preisvorteil bieten, da die meisten Geschäftskunden vorsteuerabzugsberechtigt sind und sich die Umsatzsteuer vom Finanzamt erstatten lassen. Besteht die Zielgruppe dagegen aus Endkunden, so kann ein Händler oder Dienstleister seine Produkte billiger anbieten.

Das Zünglein an der Waage ist der bürokratische Aufwand. Wer die monatlichen bzw. vierteljährlichen Voranmeldungen und die Jahresmeldung der Umsatzsteuer souverän meistert, ist nicht auf den Status des Kleinunternehmers angewiesen – wer mit der Bürokratie auf Kriegsfuß steht umso mehr.

Wero via Stripe integrieren

Der US-Zahlungsdienstleister Stripe hat eine Roadmap zur Migration von iDEAL zu Wero veröffentlicht. Eine Integration von Wero ist für 2026 zu erwarten.

Für das Onboarding bei Stripe und den Nachweis der Ust-ID für Kleinunternehmer gelten die im Abschnitt gleichen Regeln wie im Abschnitt Wero in Mollie integrieren.

Wero via WooPayments integrieren

WooPayments ist ein direkt von WooCommerce zur Verfügung gestelltes Zahlungs-Plugin. Technische Basis für WooPayments ist Stripe. Eine Integration ist für 2026 zu erwarten, zeitgleich mit der Verfügbarkeit von Wero in Stripe.

Für das Onboarding bei WooPayments und den Nachweis der Ust-ID für Kleinunternehmer gelten die im Abschnitt gleichen Regeln wie im Abschnitt Wero in Mollie integrieren.

Wero via VR Payment integrieren

Demoshops hat VR Payment, den Payment-Dienstleister der Volks- und Raiffeisenbanken, kontaktiert und zur Wero-Integration befragt. Wie kommt Wero in den Checkout von WooCommerce? Die Anwort von VR Payment:

  • Die VR-Payment-Plugins sind für Wero ausgestattet
  • Wero kann ab sofort als Zahlart angeboten werden
  • Eine direkte Integration in das Bezahlsystem Wero ist für Enterprise-Kunden möglich
  • Die Akzeptanzverträge für Wero erhalten Händler von VR Payment. Ein VR Bank-Konto ist dafür nicht nötig!

Technisch versierte User, also Programmierer, können die Entwicklung des WooCommerce-Plugins für Wero auf der Github-Präsenz von VR Payment verfolgen:

VR Payment auf GitHub

Was ist GitHub?

GitHub ist eine Plattform, auf der Unternehmen und Privatpersonen einen Quellcode, zum Beispiel für ein WordPress-Plugin, online speichern und verwalten können. Im Hintergrund arbeitet dabei Git, ein System zur Versionskontrolle.

Die Basics von GitHub

  • Git merkt sich alle Änderungen am Code
  • GitHub speichert diesen Code online und erleichtert die Zusammenarbeit von Programmierern

Beispiel: Entwicklung eines WordPress-Plugins

Angenommen, Sie entwickeln ein Plugin für WordPress, zum Beispiel eine Zahlungs-Extension für WooCommerce. Ihr Projekt besteht aus mehreren Dateien wie etwa einer PHP-Datei für die Logik sowie CSS- und JavaScript-Dateien für Design und Funktion. Alle diese Dateien werden in einem Repository gespeichert.

Das Repository

Ein sogenanntes Repository (kurz „Repo“) ist ein Projektordner auf GitHub. Dort liegt Ihr gesamter Code.

Sie erstellen:

  • ein neues Repository, zum Beispiel „mein-wordpress-plugin“
  • und verbinden dieses mit Ihrem lokalen Projekt auf Ihrem Computer

Änderungen speichern (Commit)

Während der Entwicklung nehmen Sie regelmäßig Änderungen an Ihrem Plugin vor. Mit Git können Sie diese Änderungen gezielt speichern. Eine solche gespeicherte Änderung nennt man „Commit“.

Ein Commit ist wie ein gespeicherter Zwischenstand Ihres Projekts, zum Beispiel:

  • „Button hinzugefügt“
  • „Fehler im Script behoben“

Git merkt sich dabei genau, was Sie geändert haben und wann.

Änderungen hochladen (Push)

Die Änderungen, die Sie lokal gespeichert haben, können Sie anschließend auf GitHub hochladen. Dieser Vorgang heißt „Push“.

Damit wird Ihr aktueller Stand des Plugins online gesichert und ist jederzeit abrufbar.

Zusammenarbeit (Pull Requests)

Wenn andere Entwickler an Ihrem Plugin mitarbeiten möchten, können sie Ihr Projekt kopieren (Fork), Änderungen vornehmen und Ihnen diese vorschlagen.

Dieser Vorschlag wird als „Pull Request“ bezeichnet. Sie können dann:

  • den Code prüfen
  • Kommentare hinterlassen
  • entscheiden, ob Sie die Änderungen übernehmen

Branches (Arbeitszweige)

Ein Branch ist eine parallele Version Ihres Plugin-Projekts. Sie können darin neue Funktionen entwickeln, ohne die stabile Hauptversion zu verändern.

Beispiel:

  • Hauptversion: „main“
  • Neuer Zweig: „neuer-button“

Erst wenn alles funktioniert, führen Sie die Änderungen wieder zusammen.

Warum das für Ihr WordPress-Plugin wichtig ist

Mit GitHub haben Sie mehrere Vorteile:

  • Sie behalten jederzeit den Überblick über alle Änderungen
  • Sie können ältere Versionen wiederherstellen
  • Ihr Code ist sicher online gespeichert
  • Sie können strukturiert neue Funktionen entwickeln
  • Sie können mit anderen Entwicklern zusammenarbeiten

Typischer Ablauf

Ein typischer Arbeitsablauf sieht so aus:

  • Sie erstellen Ihr Plugin lokal
  • Sie initialisieren Git
  • Sie erstellen ein Repository auf GitHub
  • Sie laden Ihren Code hoch
  • Sie entwickeln weiter, machen Commits und laden diese hoch
  • Sie nutzen Branches für neue Funktionen

Alltagsvergleich

Sie können sich GitHub wie ein Dokument mit Versionsverlauf vorstellen:

  • Jede Änderung wird gespeichert
  • Sie können jederzeit zu einer früheren Version zurückkehren
  • Andere können Verbesserungsvorschläge machen

Das E-Commerce-Paket von VR-Payment

Auf der Website von VR Payment wird außerdem ein E-Commerce Paket für einen monatlichen Grundpreis von 24,90 € im Monat angeboten.

Das E-Commerce-Pakets für große und kleine Onlineshops von VR Payment. Was die Punkte 1 bis 6 im Detail bedeuten:

1. Eigenständiger Geschäftsbereich

Der erste Geschäftsbereich, von VR Payment Space genannt, ist im Paket enthalten, weitere Bereiche kosten zusätzlich. Beispiel: Die Anbindung des WooCommerce-Shops ist im Paket enthalten, die Ausweitung auf eine Filiale vor Ort ist mit Zusatzkosten verbunden.

2. Plugins und SDK

Für die Integration von Wero in den Ckeckout von WooCommerce stellt VR Payment Plugins und SDKs zur Verfügung. Auf Nachfrage von demoshops.de antwortete VR Payment im März 2026, dass sich die WooCommerce-Extension noch in der Entwicklung befindet. SDK steht für Software Development Kit, ist also eine Lösung, für die WooCommerce-Händler externe Hilfe in Form von Programmierleistungen benötigen.

Der Unterschied zwischen einem Plugin und einem SDK

WordPress-Plugin

Ein Plugin ist eine fertige Erweiterung für das WordPress oder ein anderes System. Kennzeichen eines Plugins:

  • Wird einfach installiert und aktiviert
  • Funktioniert ohne Programmierung
  • Bringt fertige Funktionen mit (z. B. Wero-Anbindung)
  • Einstellungen erfolgen über eine grafische Benutzeroberfläche

SDK (Software Development Kit)

Ein SDK ist ein Werkzeugkasten für Entwickler. Kennzeichen eines SDKs:

  • Besteht aus Code-Bibliotheken, Schnittstellen und Dokumentation
  • Muss aktiv in eine Anwendung integriert werden
  • Erfordert Programmierkenntnisse
  • Bietet Anpassungsmöglichkeiten per Code-Eingabe

Unterschiede von Plugin und SDK

  • Bedienung: Plugin ist „fertig“, SDK muss programmiert werden
  • Flexibilität: SDK ist deutlich anpassbarer
  • Aufwand: Plugin ist schnell einsatzbereit, SDK braucht Entwicklungszeit
  • Zielgruppe: Plugin für Anwender, SDK für Entwickler

Einsatzgebiete von Plugin und SDK

  • Plugin: Für Standardlösungen, zum Beispiel WooCommerce-Shop
  • SDK: Für spezielle Anforderungen, zum Beispiel einem stark individualisiertem Shop

Ein Plugin ist eine sofort nutzbare Lösung, ein SDK ist ein Baukasten für spezielle Fälle.

3. Optionales POS-Terminal

Eine Erweiterung für den POS ist erhältlich. Für die Vermietung der Hardware zur Annahme bargeldfreier Zahlungen wird eine Gebühr fällig.

4. Kosten je Transaktion

VR Payment erhebt wie PayPal einen Fixbetrag pro Zahlung. Ob dieser Fixbetrag auch für Zahlungen im WooCommerce-Shop erhoben wird, hängt vom Vertrag zwischen Händler und VR Payment ab.

5. Aufpreis für Shopify

Wer Shopify statt WooCommerce einsetzt, zahlt eine Strafgebühr.

6. Vertragslaufzeit

Die Vertragslaufzeit für das E-Commerce Paket von VR Payment beträgt mindestens 12 Monate.

Weitere Informationen finden Sie auf den Websites von VR Payment

Wero für Shopify und Shopware

  • Ein Wero-Plugin für Shopify ist in Entwicklung: Wero für Shopify.
  • Wero-Lösungen für Shopware: Aktuell (März 2026) stehen noch keine Informationen für Shopware zur Verfügung.

Brauche ich Wero überhaupt?

Zum Abschluss noch eine ketzerische Frage: Brauche ich Wero wirklich für meinen WooCommerce-Shop? Oder noch ketzerischer gefragt: Brauche ich für meinen stationären Laden überhaupt einen (WooCommerce-) Onlineshop. Hier sind die Argumente pro Wero und pro WooCommerce:

Preisvorteil

Für Händler ist Wero viel kostengünstiger als PayPal. Und WooCommerce ist sogar kostenlos.

Kundenservice

Ein guter Service gehört zu jedem Shop. Allen Kundinnen und Kunden soll das Bezahlen so einfach wie möglich gemacht werden – online und offline.

Wero kommt 2027 in den stationären Handel

Bargeldlose Bezahlung ist im stationären Handel nicht mehr wegzudenken und bietet natürlich auch den Händlern große Vorteile. Bargeld muss erst abgerechnet werden, digitales Geld ist sofort verbucht.

Online und offline zusammen

Ein guter Onlineshop gehört heute einfach dazu. Er steigert die Wettbewerbsfähigkeit und kurbelt auch den Verkauf des Ladengeschäfts an. Jeder Einkauf in der Filiale beginnt mit der Online-Recherche.

Omnichannel möglich

Am besten ist eine Omnichannel-Lösung, also eine Integration von Onlineshop und Ladengeschäft. Die Kundinnen und Kunden entscheiden selbst, ob sie online oder in der Filiale bezahlen und ob sie die Ware bringen lassen oder abholen. Beides geht mit Wero.

Europäischer Datenschutz

Wero hält sich an die hohen europäischen Standards im Datenschutz.

Technische Integration mit Knowhow vor Ort

Die technische Integration in das Shopsystem und die Ladenkasse kann mit örtlichen Partnern umgesetzt werden, zum Beispiel der Sparkasse und der VR-Bank. Wer das Shopsystem WooCommerce einsetzt, findet Support in der WordPress-Community.

Reichweite

Wero ist in den Apps der meisten Banken integriert und erzielt zukünftig eine große Reichweite in allen Ländern Europas.

Hier geht es zur Bankenliste.