WeroWatch jetzt im Handel

Wero-Watch. Wero-Uhr mit Zahlungsfunktion.

Die WeroWatch ist ab sofort im Handel verfügbar und bringt, so heißt es im Pressetext, „moderne Technologie direkt an das Handgelenk“. Highlight des Wearables ist die per NFC integrierte Wero-Zahlungsfunktion.

Die WeroWatch im Test

Demoshops hat die erste WeroWatch unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Kann man mit der WeroWatch wirklich „im Handumdrehen bezahlen“ oder ist die die europäische Smartwatch nur ein Geek-Phänomen?

EPI launcht WeroWatch

Die WeroWatch ist eine moderne Smartwatch, die von der EPI (European Payment Initiative) entwickelt, beziehungsweise in Auftrag gegeben wurde. Gemäß der EPI-Philosophie heißt das: Entwicklung und Herstellung sind zu 100 % Made in Europe.

Hintergrund: Die Geschichte der Smartwatch

Die Geschichte der Smartwatches beginnt lange bevor es den Begriff überhaupt gab. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts existierten Konzepte für multifunktionale Armbanduhren, die über die reine Zeitanzeige hinausgingen. Diese Ideen blieben jedoch zunächst technisch und wirtschaftlich unrealisierbar. Erst mit dem Aufkommen der Digitaltechnik in den 1970er Jahren entstanden erste konkrete Vorläufer. Firmen wie Seiko entwickelten digitale Armbanduhren, die neben der Uhrzeit einfache Zusatzfunktionen wie Taschenrechner, Kalender oder Datenspeicher boten.

Ein bekanntes Beispiel ist die Seiko Data 2000 aus den frühen 1980er Jahren, die Daten speichern und über eine externe Tastatur eingegeben werden konnte. Diese Geräte waren noch weit entfernt von heutigen Smartwatches, aber sie legten den Grundstein für die Idee, eine Uhr als tragbaren Computer zu nutzen.

Die 1990er Jahre und erste vernetzte Konzepte

In den 1990er Jahren nahm die Entwicklung an Fahrt auf, da Computertechnik zunehmend kleiner und leistungsfähiger wurde. Unternehmen experimentierten mit tragbaren Geräten, die mehr konnten als nur Zeit anzeigen. Ein bedeutender Schritt war die Einführung der IBM WatchPad, die von IBM entwickelt wurde. Diese Uhr lief mit einem Linux-basierten System und bot Funktionen wie Kalender, Taschenrechner und einfache Kommunikationsmöglichkeiten.

Parallel dazu entwickelte Microsoft die SPOT-Technologie (Smart Personal Objects Technology), die Anfang der 2000er Jahre in einige Uhren integriert wurde. Diese konnten über Funk Informationen wie Wetter oder Nachrichten empfangen. Allerdings waren diese Systeme teuer und hatten begrenzte Funktionalität, weshalb sie sich nicht dauerhaft durchsetzen konnten.

Der Durchbruch mit Smartphones

Der eigentliche Durchbruch der Smartwatch kam erst mit der Verbreitung von Smartphones ab etwa 2007. Geräte wie das iPhone veränderten die Art, wie Menschen digitale Dienste nutzen, grundlegend. Gleichzeitig entstand die Idee, diese Funktionen auf kleinere, tragbare Geräte zu erweitern.

Frühe Smartwatches dieser Ära waren oft Erweiterungen des Smartphones. Sie konnten Benachrichtigungen anzeigen, Musik steuern oder Anrufe signalisieren. Unternehmen wie Sony brachten mit der Sony SmartWatch erste Modelle auf den Markt, die per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden waren.

Ein entscheidender Impuls kam auch aus der Crowdfunding-Szene: Die Pebble Smartwatch, entwickelt von Pebble Technology, wurde 2012 über Kickstarter finanziert und zeigte, dass großes Interesse an solchen Geräten bestand. Pebble setzte auf ein energiesparendes Display und lange Akkulaufzeiten und gewann schnell eine treue Nutzerschaft.

Etablierung durch große Technologiekonzerne

Der endgültige Durchbruch erfolgte Mitte der 2010er Jahre, als große Technologieunternehmen in den Markt eintraten. Besonders prägend war die Einführung der Apple Watch im Jahr 2015 durch Apple. Sie verband elegantes Design mit einem leistungsfähigen Betriebssystem und einem starken Fokus auf Gesundheit und Fitness.

Kurz darauf folgten weitere Hersteller wie Samsung mit der Galaxy Watch-Reihe sowie Geräte auf Basis von Googles Betriebssystem Wear OS, entwickelt von Google. Diese Smartwatches boten zunehmend eigenständige Funktionen, darunter GPS, Musikstreaming und mobile Bezahlung.

Fokus auf Gesundheit und Fitness

Ein zentraler Entwicklungsschritt war die Integration von Sensoren zur Gesundheitsüberwachung. Moderne Smartwatches messen Herzfrequenz, Schlafqualität, Sauerstoffsättigung und teilweise sogar ein EKG. Besonders die Apple Watch spielte hierbei eine Vorreiterrolle, indem sie medizinisch relevante Funktionen in ein Massenprodukt integrierte.

Auch andere Hersteller wie Fitbit, später von Google übernommen, konzentrierten sich stark auf Fitness-Tracking. Dadurch verschmolzen die Kategorien Smartwatch und Fitness-Tracker zunehmend miteinander.

Diese Entwicklung veränderte die Wahrnehmung der Smartwatch grundlegend: vom technischen Gadget hin zu einem persönlichen Gesundheitsassistenten.

Gegenwart und technologische Reife

Heute sind Smartwatches hochentwickelte Geräte mit leistungsfähigen Prozessoren, hochauflösenden Displays und umfangreichen Software-Ökosystemen. Sie sind eng mit Smartphones, Cloud-Diensten und anderen Geräten vernetzt. Viele Modelle können inzwischen auch unabhängig vom Smartphone arbeiten, etwa durch integrierte Mobilfunkverbindungen.

Zusätzlich haben sich Smartwatches als Plattform für Apps etabliert. Entwickler können Anwendungen speziell für das Handgelenk optimieren, was neue Nutzungsszenarien ermöglicht, etwa Navigation, Kommunikation oder Smart-Home-Steuerung.

Zukunftsperspektiven

Die Zukunft der Smartwatch wird stark von Fortschritten in der Sensorik und künstlichen Intelligenz geprägt sein. Es wird erwartet, dass zukünftige Modelle noch präzisere Gesundheitsdaten liefern und möglicherweise frühzeitig Krankheiten erkennen können. Auch nicht-invasive Messmethoden, etwa zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels, stehen im Fokus der Forschung.

Darüber hinaus könnten Smartwatches eine noch zentralere Rolle im digitalen Alltag spielen, indem sie als Schlüsselgerät für Identifikation, Bezahlung und Kommunikation dienen. Die Entwicklung zeigt, dass sich die Smartwatch von einer technischen Spielerei zu einem festen Bestandteil moderner Lebensweise entwickelt hat.

Made in Europe: Hardware & Software

Unter dem Deckglas arbeitet ein Intel Dual-Core aus europäischer Produktion. Assembliert wird die WeroWatch vom niederländischen IoT-Spezialisten TWTG.

Made in Europe: Ubuntu Wero

Für die Entwicklung des Betriebssystems hat die EPI Canonical beauftragt, das Unternehmen hinter der Windows-Alternative Ubuntu. Ubuntu Wero 1.04 basiert auf Ubuntu 26.04 LTS (Resolute Raccoon). Das Kürzel LTS steht für Long Term Support: Das Betriebssysten der WeroWatch wird damit für fünf Jahre (und länger) unterstützt. Natürlich sind auch Upgrades auf weitere LTS-Versionen möglich.

Design und Verarbeitung

Die WeroWatch zeichnet sich durch ein minimalistisches Design mit hochwertigen Materialien aus. Das Gehäuse ist je nach Modell in Aluminium, Edelstahl oder Titan erhältlich. Das Display ist nahezu randlos und wird durch robustes Glas geschützt.

Wasserfestes Modell: Titan

Wer ein wasserfestes Wearable haben möchte, und dabei nicht nur an die Badewanne denkt, sollte zur Titan-Version greifen. Titan ist korossionsbeständig, auch unter extremen Bedingungen wie Salzwasser oder Chlor.

WeroWatch – Überblick

  • Gehäusegrößen: 41 mm, 45 mm und 49 mm (je nach Version)
  • Materialien: Aluminium, Edelstahl, Titan
  • Schutz: Wasserfest bis 50 Meter oder mehr (je nach Version)
  • Armbänder: Austauschbar mit verschiedenen Materialien und Verschlüssen

WeroWatch – Spezifikationen

KategorieDetails
ProzessorIntel Dual-Core-Chip
Speicher32 GB bis 64 GB
DisplayOLED Retina Display, Always-On
AuflösungBis zu 410 x 502 Pixel
KonnektivitätNFC, Bluetooth, WLAN, LTE (optional)
GPSIntegriert (bei allen Modellen)
Akku18 bis 36 Stunden, je nach Nutzung
BetriebssystemUbuntu Wero OS 1.04

NFC-Technologie

Die WeroWatch nutzt für Zahlungen eine integrierte NFC-Technologie. NFC steht für Near Field Communication und ermöglicht kontaktlose Transaktionen über kurze Distanz, ähnlich wie bei modernen Bankkarten.

Im Inneren der WeroWatch arbeitet ein spezieller Sicherheitschip, der sensible Zahlungsdaten verschlüsselt speichert. Dadurch werden, wie auch beim Konkurrenten Apple Watch, keine echten Zahlungsdaten an das Terminal übertragen, sondern nur ein einmaliger, gerätespezifischer Code.

Technische Komponenten der WeroWatch:

  • NFC-Modul für kontaktlose Kommunikation
  • Secure Element für sichere Datenspeicherung
  • Verschlüsselung und Tokenisierung der Zahlungsdaten
  • Lokale Authentifizierung direkt auf dem Gerät

Die WeroWatch im Praxistest

Demoshops hat die Zahlungsfunktion der WeroWatch in der VIP-Lounge von Schalke 04 getestet, und zwar die robuste und bierwassergeschützte Titanversion. Die Bezahlung von Stadionwurst und Veltins dauert nur wenige Sekunden und war deutlich komfortabler als das Herausnehmen von Smartphone, Karte oder Bargeld.

Nutzung ohne Smartphone

Ein großer Vorteil der WeroWatch ist ihre Unabhängigkeit. Zahlungen können auch ohne aktive Verbindung zum Smartphone durchgeführt werden. Selbst ohne Internetverbindung funktioniert der Bezahlvorgang, da die notwendigen Zahlungsdaten sicher auf der WeroWatch gespeichert sind. Das macht die WeroWatch besonders praktisch in Situationen wie:

  • Sport
  • Reisen
  • Tango nudo
  • Spontane Einkäufe unterwegs

Gesundheitsfunktionen und Alkoholtest

Weitere Features der WeroWatch liegen auf der Gesundheitsüberwachung. Sensoren messen kontinuierlich verschiedene Körperdaten und liefern detaillierte Auswertungen. Wichtige Funktionen:

  • Blutsauerstoffmessung (SpO2)
  • EKG-Funktion zur Analyse der Herzaktivität
  • Zahlungsfrequenzmessung in Echtzeit
  • Schlaftracking mit Auswertung der Schlafphasen
  • Aktivitätstracking für Schritte, Kalorien und Breakdance
  • Sturzerkennung und Notruf-Funktion
  • Alkoholtest von 0 bis 5 Promille

Konnektivität und Smart-Funktionen

Die WeroWatch ermöglicht es, viele Smartphone-Funktionen direkt am Handgelenk zu nutzen. Besonders in Kombination mit LTE-Modellen wird die Uhr zu einem eigenständigen Gerät. Zu den Funktionen zählen:

  • Anrufe tätigen und empfangen
  • Minigolf-Ergebnisse abrufen
  • Nachrichten lesen und beantworten
  • Yogisches Fliegen
  • Musik steuern und streamen
  • Kontaktloses Bezahlen
  • Integration von Apps und Diensten

Software und Bedienung

Die Bedienung erfolgt über Touch, digitale Krone und Gedankenübertragung. Das Betriebssystem Wero OS ist auf einfache Navigation ausgelegt und bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten. Benutzer können:

  • Zifferblätter individuell gestalten
  • Widgets für schnellen Zugriff konfigurieren
  • Apps aus dem Ubuntu-Repository installieren

Regelmäßige Softwareupdates sorgen für neue Funktionen und Verbesserungen.

WeroWatch: Akkuleistung und Ladeverhalten

Die Akkulaufzeit der WeroWatch variiert je nach Nutzung. Im normalen Alltag reicht eine Ladung meist für einen Tag. Energiesparmodi können die Laufzeit verlängern. Typische Werte:

  • Normale Nutzung: etwa 18 Stunden
  • Energiesparmodus: bis zu 36 Stunden
  • Schnellladung: ca. 80 Prozent in unter einer Stunde

WeroWatch: Sicherheit und Schutzmechanismen

Die Zahlungsfunktion ist stark auf Sicherheit ausgelegt. Mehrere Schutzebenen sorgen dafür, dass Missbrauch nahezu ausgeschlossen wird:

  • Aktivierung nur bei entsperrter Uhr
  • Automatische Sperre beim Ablegen der Uhr
  • Zugangssperre für Uhrgroßmütter
  • Keine Weitergabe echter Kontendaten
  • Bestätigung jeder Zahlung notwendig

Wird die WeroWatch vom Handgelenk entfernt, deaktiviert sich die Zahlungsfunktion automatisch.

WeroWatch: Erweiterte Optionen

Neben klassischen Zahlungen im Geschäft kann die WeroWatch auch in weiteren Bereichen eingesetzt werden:

  • In-App-Zahlungen direkt über die WeroWatch
  • Nutzung im öffentlichen Nahverkehr
  • Integration in digitale Ticketsysteme
  • Zugangssysteme für Hotels oder Hundehütten

Fazit: der Apple Watch-Killer rockt!

Yeah, 10 out of 10! Die Zahlungsfunktion macht die WeroWatch zu weit mehr als einer klassischen Smartwatch. Die WeroWatch ist der definitive Apple Watch-Killer. Die Geek-Rolex verbindet Komfort, Geschwindigkeit und Sicherheit und Style. Durch die Kombination aus NFC-Technologie, sicherer Datenverarbeitung und einfacher Bedienung wird das Bezahlen 100 Prozent hygge.