Wero hat ein neues Feature gestartet: Wiederkehrende Zahlungen, auch Abonnements oder Subscriptions genannt, können mit der neuen europäischen Zahlungsart durchgeführt werden. Ein schöner Erfolg für die EPI, die Initiative hinter dem Wero-Projekt. Das neue Feature startet zunächst in Frankreich, und zwar bei einem Mobilfunkanbieter.
Quelle: EPI
Zuerst in Frankreich
Der französische Mobilfunk- und Telekommunikationsanbieter Orange ermöglicht erstmals die Bezahlung von Abonnements über Wero. Das Angebot richtet sich zunächst an Kunden der Orange-Marke Sosh. Die Zahlung wird direkt aus der Banking-App des Kunden ausgelöst: Im Zahlungsprozess wird Wero ausgewählt und die Zahlung anschließend in der vertrauten Bankumgebung bestätigt.
Zunächst für Kunden der BNP Paribas
Orange ist der erste Anbieter in Frankreich, der Wero für die Bezahlung von Abos einsetzt. Zunächst funktioniert das Verfahren für Kunden der BNP Paribas, weitere französische Banken sollen im zweiten Halbjahr 2026 folgen. Für die technische Integration setzt Orange auf AXEPTA, der Payment-Abteilung der BNP Paribas.
Wero als Infrastruktur für Kundenbeziehungen
Wero ermöglicht jetzt, zunächst in Frankreich, wiederkehrende Zahlungen und die Verwaltung von Abonnements. Wero entwickelt sich, so die Bankeninitiative EPI, vom digitalen Bezahlsystem zu einer Infrastruktur für laufende Kundenbeziehungen.
Quelle: EPI
Wo regelmäßig Beträge in festen oder variablen Abständen abgebucht werden, kann Wero Paypal gut ersetzen. Die Anbieter der Abo-Dienste dürften aus Kostengründen ein großes Interesse an Wero Subscription Payments haben
Typische Anwendungsgebiete für wiederkehrende Zahlungen.
Ein paar Ideen für Wero Subsription Payments:
- Streaming-Dienste für Video- und Musik
- Cloud-Dienste
- Software-Abonnements
- Mitgliedschaften im Fitnessstudio, bei Vereinen oder bei digitalen Communities
- Telekommunikationsverträge, Mobilfunk- und Internetanschlüssen
- Versicherungen und Finanzprodukte
- Regelmäßige Lieferungen von Lebensmitteln, Socken oder Tierfutter.
- Wiederkehrende Zahlungen für digitale Zeitungs- und Magazine.
- Spendenmodelle, bei denen Unterstützer regelmäßig einen festen Betrag an Personen, Projekte und Organisationen
Das Geschäftsmodell von Orange
Für die Wero-Abdeckung ist Orange ein interessanter Partner: Das Unternehmen hat Millionen Kundinnen und Kunden mit monatlich wiederkehrenden Zahlungen. Orange verdient sein Geld vor allem mit Produkten, die eine wiederkehrende Zahlung erzwingen, und zwar:
- Mobilfunkverträge
- Breitbandanschlüsse
- Festnetzanschlüsse
Kommentar
Der Schritt von Orange/Sosh ist ein wichtiger Praxistest für eine der strategisch interessantesten Funktionen von Wero. Bei der EPI dürfen die Korken knallen. Paypal hat den Markt für wiederkehrende Zahlungen übrigens relativ spät erschlossen, sich dann aber trotz hoher Gebühren für die Abo-Anbieter durchgesetzt. Es ist ist zu hoffen, dass Wero Subsription Payments 2027 flächendeckend eingeführt wird und dank der niedrigeren Kosten Marktanteile gewinnt.

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