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WooCommerce installieren

WooCommerce, kurz Woo, ist ein Plugin (eine Erweiterung) für das Content-Management-System WordPress.

  • Woo erweitert WordPress-Websites mit einem Onlineshop.
  • Der Betrieb eines Woo-Shops ist ohne WordPress nicht möglich. Benötigt wird also beides, WordPress und WooCommerce.
Was ist WordPress?
  • WordPress ist ein Content-Management-System (CMS), mit dem sich Websites jeder Art erstellen lassen
  • WordPress wurde ursprünglich für Blogs entwickelt, wird heute aber auch für Unternehmensseiten und Onlineshops verwendet.
  • Für den Ausbau zum Onlineshop ist das Plugin WooCommerce notwendig
  • WordPress ist Open Source
  • WordPress kann und darf kostenlos genutzt und individuell angepasst werden

Wie funktioniert WordPress?

WordPress basiert auf einem Baukastensystem. Inhalte wie Texte, Bilder, Listen oder Tabellen können über eine Benutzeroberfläche erstellt und bearbeitet werden – auch ohne Programmierkenntnisse.

Die wichtigsten Bestandteile von WordPress sind:

  • WordPress-Core
  • WordPress-Themes für das Design
  • WordPress-Plugins für zusätzliche Funktionen, zum Beispiel WooCommerce

Die Website wird über ein Backend verwaltet, während Besucher die fertige Seite im Frontend sehen.

Voraussetzungen für die Nutzung von WordPress

Um WordPress zu nutzen, werden einige grundlegende Dinge benötigt:

  • Webhosting (Speicherplatz auf einem Server)
  • Eine Domain (Webadresse)
  • Installation von WordPress beim Hoster

Vorsicht: Viele Hoster bieten eine Ein-Klick-Installation an, wodurch der Einstieg in WordPress erleichtert wird. Allerdings ist ein WooCommerce-Shop auf einer Ein-Klick-Installation kein gute Lösung.

Themes bestimmen das Design von WordPress

Das Aussehen einer WordPress-Website wird durch das verwendete Theme bestimmt.

  • Das aktuelle Standardtheme, es liegt WordPress bei, nennt sich Twenty Twenty-Five
  • Das nächste Standardtheme nennt sich Twenty Twenty-Seven. Es ist ab Dezember 2027 verfügbar

Mit einem Theme lässt sich das Layout der Website schnell ändern, ohne Inhalte neu erstellen zu müssen.

Plugins erweitern WordPress mit Funktionen

Es gibt tausende Erweiterungen für unterschiedliche Zwecke, zum Beispiel:

  • Onlineshops mit WooCommerce
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Sicherheit
  • Kontaktformulare

Die meisten Plugins sind in einer kostenlosen und einer Premium-Version verfügbar. Bei WooCommerce ist dies nicht der Fall, WooCommerce gibt es nur in einer kostenlosen Version.

Vorteile von WordPress

WordPress bietet zahlreiche Vorteile:

  • WordPress ist kostenlos
  • WordPress ist erlernbar
  • Große Auswahl an Themes und Plugins
  • Hohe Flexibilität und Anpassbarkeit
  • Große Community und viele Ressourcen

Durch die weite Verbreitung gibt es viele Anleitungen.

Nachteile von WordPress

  • Regelmäßige Updates notwendig
  • Sicherheit muss aktiv gepflegt werden
  • Abhängigkeit von Plugins für viele Funktionen
  • Technisches Verständnis bei komplexeren Projekten hilfreich

Ohne Wartung kann es zu Problemen oder Sicherheitslücken kommen.

Für wen eignet sich WordPress?

WordPress eignet sich besonders für:

  • Einsteiger und Blogger
  • Unternehmen mit Websites oder Blogs
  • Onlinehändler in Kombination mit WooCommerce
  • Nutzer, die eine flexible Lösung suchen

Weniger geeignet ist es für Projekte, die komplett ohne technischen Aufwand betrieben werden sollen.

Fazit

WordPress ist das beliebtesten Systeme zur Erstellung von Websites weltweit. Es kombiniert einfache Bedienung mit hoher Flexibilität und eignet sich für viele Anwendungsfälle. Trotz des kostenlosen Einstiegs sollten Wartung und Erweiterungen eingeplant werden.

Was kosten WordPress und WooCommerce?

WordPress und WooCommerce sind kostenlos. Bezahlt werden müssen aber die Domain (www.name-des-shops.de) und der Webspace, auf dem der Shop 24/7 zur Verfügung steht. Beides zusammen können bei einem Hoster erworben werden.

  • Die Preise für ein Hosting-Paket (Domain und Webspace) liegen je nach Anbieter zwischen etwa 3 bis 20 € pro Monat. In den meisten Hosting-Paketen ist auch eine SSL-Verschlüsselung inklusive.
  • Weitere Kosten kommen, falls gewünscht, für ein Premium-Theme sowie Premium- Plugins hinzu. Beides ist aber nicht zwingend!
Brauche ich Elementor oder ein Pagebuilder-Theme?

Die Frage ist in WordPress-Kreisen schon religiös: Elementor nutzen? Oder gleich ein Theme mit integriertem Pagebuilder wählen?

Der Mythos: Ohne Pagebuilder geht es nicht

Viele Einsteiger haben das Gefühl, ohne Pagebuilder keinen professionellen WooCommerce-Shop bauen zu können. Bunte Demos, vorgefertigte Templates, Drag-and-Drop – alles wirkt schnell, einfach und visuell überzeugen. Langfristig sieht es anders aus.

Elementor: Schnell gestartet, langsam geworden?

Elementor gehört zu den beliebtesten Pagebuildern im WordPress-Ökosystem. Die Stärken:

  • Visuelles Bearbeiten
  • Große Auswahl an Blöcken
  • Viele Erweiterungen und Add-ons

Gerade für technisch weniger Affine ist das attraktiv. Seiten lassen sich schnell bauen, Inhalte einfach anpassen. Doch der Preis zeigt sich oft erst später. Typische Probleme mit Pagebuildern:

  • Aufgeblähter Code und längere Ladezeiten
  • Abhängigkeit von einem Plugin, das tief in WordPress eingreift
  • Konflikte mit anderen Plugins
  • Konflikte mit WooCommerce-Extrensions
  • Steigender Wartungsaufwand
  • Probleme, Fehler einzugrenzen

Pagebuilder-Themes: Alles aus einer Hand – oder alles in einem Problem?

Viele Themes bringen eigene Builder mit. Auf den ersten Blick wirkt das praktisch: Design und Technik kommen aus einer Quelle. Doch genau darin liegt das Risiko.

Pagebuilder-Themes vermengen:

  • Content
  • Design

Die Folge:

  • Wechsel des Themes nicht mehr möglich
  • Der allgemeine WordPress-Support hilft bei Problemen nicht mehr weiter

WooCommerce selbst hat schon alles

Die WooCommerce-Blöcke sind genial und werden immer mehr und besser. Ein Pagebuilder löst hier selten ein echtes Problem – schafft aber neue.

Performance: Der unterschätzte Faktor

Im E-Commerce entscheidet Performance direkt über Umsatz. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit wirkt sich auf die Conversion Rate aus. Pagebuilder – egal ob als Plugin oder im Theme enthalten – bringen fast immer:

  • zusätzliche Skripte
  • komplexere DOM-Strukturen
  • mehr Abhängigkeiten

Wenn Elementor, dann behutsam!

Für Shop-Bereiche lieber kein Elementor einsetzen:

  • Produktseiten
  • Kategorie-Seiten
  • Checkout-Prozesse

Hier zählt:

  • klare Struktur
  • schnelle Ladezeit
  • minimale Fehleranfälligkeit

Besser als Pagebuilder: Standardtheme ausreizten

Vorteile eines cleanen WordPress:

  • WordPress ist stabiler
  • WordPress ist schneller
  • WordPress ist wartungsärmer
  • WordPress kann im Katastrophenfall von einem Wartungsdienst einfacher repariert werden

Bei einem WooCommerce-Shop ist der letzte Punkt nicht zu verachten..

Wie installiere ich WordPress?

  1. Webspace und Domain inklusive SSL-Zertifikat bei einem Hoster buchen. Das Ganze nennt sich dann Hosting-Paket.
    Tipp: Ein neutrales Paket buchen. „Managed WordPress“ oder „WordPress Hosting“ sind nicht immer die besten Lösung.
    Tipp: Keine „1-Klick-Installation“ für ein Shop-Projekt nutzen.
  2. Der Domain das SSL-Zertifikat zuweisen. Das ist mit ein paar Klicks im Account des Hosters erledigt.
  3. WordPress von de.wordpress.org auf den Computer herunterladen.
    Tipp: Die Quelle ist de.wordpress.org und nicht wordpress.com.
  4. WordPress auf den Webspace beim Hoster hochladen. Hierfür wird ein FTP-Client wie Filezilla benötigt.
    Tipp: Der FileZilla Client wird benötigt, nicht der Filezilla Server.
  5. Beim Hoster eine Datenbank für WordPress anlegen und die vier Zugangsdaten für die Datenbank notieren
    Tipp: Das Datenbank-Passwort ist später nicht mehr einsehbar.
  6. Die Domain im Browser aufrufen: www.mein-domainname.de
  7. Die WordPress-Installation startet automatisch
  8. Die vier Datenbank-Zugangsdaten eingeben
  9. Die Installation abschließen
  10. In WordPress einloggen

Eine ausführlichere Anleitung zur Installation von WordPress und WooCommerce finden Sie hier: Wie erstelle ich einen WooCommerce-Shop?

Welche Voraussetzungen braucht WooCommerce?

  • WordPress ist installiert und auf dem aktuellen Stand
  • Der WordPress-Domain ist ein SSL-Zertifikat zugewiesen

Die Systemvoraussetzungen im Detail finden Sie hier: WooCommerce Server Requirements

Wie installiere ich WooCommerce?

Der Screenshot zeigt das Dashboard von WordPress. Mit diesen Schritten wird WordPress mit WooCommerce zu einem Shop erweitert:

  1. Im WordPress-Dashboard auf Plugins / Plugin hinzufügen klicken
  2. WooCommerce in die Plugin-Suchmaschine eingeben
  3. Den Button Jetzt installieren klicken

Was brauche ich für einen rechtssicheren Shop?

Für einen rechtssicheren Shop mit Firmensitz in Deutschland oder Österreich ist ein Eindeutschungs-Plugin die beste Lösung. Zur Eindeutschung von WooCommerce stehen zwei Optionen zur Auswahl:

Wie wird ein WooCommerce-Shop verwaltet?

Die Verwaltung des Onlineshops erfolgt über das WordPress-Dashboard.

Was kann ich mit WooCommerce verkaufen?

Mit WooCommerce können Sie sowohl physische als auch digitale Produkte anbieten. Darüber hinaus unterstützt das System variable Produkte, Abonnements, Gutscheine sowie unterschiedliche Versand- und Steuerregeln. Alle grundlegenden Shop-Funktionen stehen kostenlos zur Verfügung.

Wie kann ich die Optik von WooCommerce anpassen?

Ein wesentlicher Vorteil von WooCommerce ist seine hohe Flexibilität. Das optische Erscheinungsbild kann in WordPress über die Auswahl von Stilen, Farben und Schriftarten angepasst werden. Spezielle WooCommerce-Blöcke können an jeder Stelle der WordPress-Website platziert werden (Full-Site-Editing).

Wie kann ich die Funktionen von WooCommerce erweitern?

Es stehen zahlreiche Erweiterungen (Extensions) zur Verfügung, mit denen Sie Funktionen wie Zahlungsarten, Versanddienstleister, Buchhaltung oder Marketing-Tools ergänzen können. Viele Erweiterungen sind in einer kostenlosen und in einer kostenpflichtigen Premiumvariante verfügbar.

Kann ich auch Gutscheine mit WooCommerce verkaufen?

Ja, Sie können mit WooCommerce auch Gutscheine verkaufen, die dann online oder im stationären Handel eingelöst werden. Hierfür stehen verschiedene Gutschein-Extensions zur Verfügung. Beispiele für Gutschein-Extensions:

Wie kann ich Wero in WooCommerce integrieren?

Ab Mitte 2026 können Sie WooCommerce mit Stripe oder Mollie in WooCommerce integrieren. Sie benötigen dazu:

  • Einen Account auf Stripe oder Mollie
  • Für WordPress die Payment-Extension von Stripe oder Mollie

Optionen für Versandgebühren

Für die Versandgebühren bietet WooCommerce verschiedene Einstellungen an. Beispiele:

  • Kostenloser Versand
  • Pauschale Versandgebühr
  • Kostenloser Versand ab einem bestimmten Mindest-Bestellwert
  • Länderabhängige Versandgebühren.

Vorteile von WooCommerce

Zu den Vorteilen von WooCommerce zählen die einfache Bedienung, die nahtlose Integration in WordPress sowie die große Entwickler- und Nutzer-Community. Außerdem behalten WooCommerce-Händler die volle Kontrolle über alle Daten. WooCommerce eignet sich sowohl für kleine Online-Shops wie auch für umfangreiche E-Commerce-Projekte.

WordPress & WooCommerce als Tandem

WooCommerce ist eine flexible Lösung für den Aufbau eines Online-Shops. Wenn Sie bereits eine WordPress-Website betreiben und sich in dieses CMS eingearbeitet haben, ist WooCommerce optimal.

Beispiele für WooCommerce-Shops