Der auf regionale Zahlungsarten spezialisierte Dienstleister PPRO startet Wero Subscriptions. Aber erstmal der Reihe nach, was ist das Geschäftsmodell von PPRO?
Was macht PPRO?
Das 2026 in München gegründete gegründete Fintech-Unternehmen PPRO zählt etwa 40 etablierte PSPs zu seinen Kunden, darunter befinden sich zum Beispiel Globalpayments, Nexi, Nuvei, Payone, Paypal und Stripe.
Quelle: PPRO
PPRO ist also ein Dienstleister, der für andere Dienstleister technische Ressourcen zur Verfügung stellt. Für die Erweiterung der Wero-Features ist PPRO ein gewichtiger Player im Hintergrund.
Was sind Wero Subscriptions?
Wero Subscriptions ist ein Feature von Wero für wiederkehrende Zahlungen. Damit sollen beispielsweise Streaming-Dienste, SaaS-Angebote oder Mitgliedschaften regelmäßig über das Bankkonto des Kunden bezahlt werden können – ohne Kreditkarte und ohne erneute Bestätigung bei jeder Abbuchung.
So funktioniert Wero für Abos
Der Kunde richtet beim Abschluss eines Abos zunächst ein dauerhaftes Zahlungsmandat ein. Dazu wird er wie bei einer normalen Wero-Zahlung zur Authentifizierung weitergeleitet. Je nach Gerät erfolgt die Bestätigung über die Bank-App, den Wero-Webflow, die Wero-App oder per QR-Code. Anschließend erteilt der Kunde seine Zustimmung zu den wiederkehrenden Abbuchungen. Danach kann der Händler die vereinbarten Beträge automatisch abbuchen. Der Kunde muss sich nicht bei jeder Zahlung erneut authentifizieren.
Zwei Varianten für Wero-Abos
PPRO unterscheidet zwei Varianten von Abo-Einrichtungen:
- Link & Pay
Das Mandat wird eingerichtet und die erste Zahlung gleichzeitig ausgeführt. - Link only
Zunächst wird nur das Mandat eingerichtet, beispielsweise bei einer kostenlosen Testphase; die erste Zahlung erfolgt später.
Bestehende Wero-Anbindung genügt
Nach Angaben von PPRO können Händler ihre bereits bestehende Wero-Anbindung nutzen, es ist keine zusätzliche Integration oder weiterer Vertrag notwendig.
Beendigung des Mandats
Das Mandat kann sowohl vom Kunden wie auch vom Händler beendet werden. Wird es vom Kunden beispielsweise direkt in der Wero-App widerrufen, können anschließend keine weiteren Abbuchungen darüber ausgelöst werden.
Obergrenzen für Wero-Subscriptions
Die PPRO-API sieht derzeit feste Abrechnungsintervalle wöchentlich, monatlich oder jährlich vor. Als Standard-Maximalbeträge nennt die technische Dokumentation 150 Euro pro Woche, 500 Euro pro Monat und 5.000 Euro pro Jahr.
Quelle: PPRO
Kommentar: Wero vs Kreditkarten
Wero dringt mit wiederkehrenden Zahlungen in einen Bereich vor, der bisher vor allem von den Kreditkarten-Unternehmen beherrscht wird. Was für Wero spricht:
- Geringere Kosten für Händler
- Besserer Datenschutz
- Keine fehlgeschlagenen Buchungen wegen abgelaufender Kreditkarten.
Kreditkarten laufen ab, Wero bleibt.


Schreibe einen Kommentar