Kann man im DB-Navigator mit Wero bezahlen? Nein, bisher nicht. Die Bahn bietet aktuell (März 2026) für den Kauf von Tickets und Bahncards nur folgende Zahlungsarten an:
- PayPal
- SEPA-Lastschrift
- Apple Pay
- Kreditkarte
- Bonvoyo
Die Liste wurde von bahn.de übernommen. Auffällig ist, dass PayPal bei der Bahn ganz oben steht, noch vor der Lastschrift. Das macht stutzig, denn wenn wer Geld mit PayPal einzieht, muss dafür opulente Händlergebühren abdrücken. Wero wäre um etwa zwei Drittel billiger.
Bahn schränkt Lastschrift ein
Der Grund für die Zweitrangigkeit der Lastschrift ist in den Zahlungs-FAQs der Bahn zu finden. Die gute alte Lastschrift steht bei der Bahn nämlich nur eingeschränkt zur Verfügung. Wer ein Sparpreis-Ticket oder die BahnCard 100 bestellen will, schaut in die Röhre. Als Begründung verweist die Bahn auf Sicherheitslücken:
Aktuell sind verstärkt betrügerische Aktivitäten basierend auf sogenannten Phishing-E-Mails zu verzeichnen. Als eine vorsorgliche Maßnahme zu Ihrem Schutz können Sie deshalb Sparpreis-Tickets und eine BahnCard 100 auf dieser Website und in der App bis auf Weiteres nicht mit dem Lastschrift-Verfahren bezahlen.
DB FAQ, 16.3.2026
Hat die Bahn zu viel Geld?
Als „vorsorgliche Maßnahme“ gegen Phising-Mails schränkt die Bahn also die Zahlung per SEPA-Lastschrift ein. Dafür wirft sie das Geld der Fahrgäste PayPal in den Rachen. Weiß die Bahn, dass auch PayPal von Phishing-Mail betroffen ist? Und wo bleiben da die vorsorglichen Maßnahmen? Wero ist eine sichere Zahlungart, aber vielleicht ist der Wero-Anschluss ja technisch zu aufwändig?
Ist die Integration der neuen Zahlungsart zu aufwändig?
Nein, denn mit Bonvoyo hat die Bahn ja selbst schon ein neues Zahlungssystem in den DB-Navigator gebracht, allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler: Bonvoyo ist nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugänglich. Aber das sei verziehen, dann was die Bahn braucht, ist ganz bestimmt keine weitere Insellösung. Die Bahn braucht den Wero-Anschluss, die Bahn muss auf die grüne Seite dieser Liste!
Deutsche Bahn, schließ Wero an!

Die EPI, wie im Bild vom Frankfurter Hauptbahnhof zu sehen, bewirbt Wero auch bei der Bahn. Also liebe Bahn, schließ endlich Wero an. Hier sind die Gründe:
- Wero ist für die Bahn kostengünstiger als PayPal, Apple Pay und Kreditkarten
- Wero ist sicher
- Wero ist Made in Europe
Billigere Tickets bitte
Die Tabelle zeigt, wie sehr sich das Deutschlandticket verteuert hat:
| Jahr | Preis pro Monat |
|---|---|
| 2022 | 9 € |
| 2023 | 49 € |
| 2024 | 49 € |
| 2025 | 58 € |
| 2026 | 63 € |
Das durch den Umstieg von PayPal auf Wero eingesparte Geld kann von der Bahn gerne an uns Kundinnen und Kunden weitergegeben werden. Bitte liebe Bahn, macht die Fahrpreise wieder erschwinglich und friert das Deutschlandticket für zehn Jahre auf den Preis von 49 Euro pro Monat ein. Dann klappt es auch mit der Verkehrswende.
Die Rolle der Bahn in der Verkehrswende
Die Verkehrswende gehört zu den zentralen politischen Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Angesichts von Ölkrise, überlasteten Verkehrssystemen und der mangelhaften Verhütung von Verkehrsunfällen steht die Frage im Raum, wie Mobilität künftig besser organisiert werden kann. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Schienenverkehr. Die Eisenbahn gilt als eines der energieeffizientesten und klimafreundlichsten Verkehrsmittel im Personen- und Gütertransport.
Verlagerung des Verkehrs
Die Verkehrswende hat zum Ziel, Emissionen zu reduzieren, Flächen effizienter zu nutzen und Unfälle zu verhindern. Im Zentrum steht dabei die Verlagerung von Auto- und Flugverkehr hin zu umweltfreundlicheren Alternativen. Neben der Förderung von Fuß- und Radverkehr spielt die Bahn eine entscheidende Rolle, da sie große Transportmengen über lange Distanzen mit vergleichsweise geringem Energieaufwand bewältigen kann.
Geringer Rollwiderstand
Ein entscheidender Vorteil des Bahnverkehrs liegt in seiner Energieeffizienz. Züge verbrauchen durch den geringen Rollwiderstand von Stahlrädern auf Stahlschienen deutlich weniger Energie pro transportierter Person oder Tonne Güter als Straßenfahrzeuge. Besonders elektrische Bahnen haben hier einen klaren Vorteil, da sie mit erneuerbarer Energie betrieben werden können und damit nahezu klimaneutral funktionieren. In vielen europäischen Ländern wird der Anteil erneuerbarer Energien im Bahnstrom kontinuierlich erhöht, wodurch die Klimabilanz des Bahnverkehrs weiter verbessert wird.
Flächenverbrauch
Neben der Energieeffizienz bietet die Bahn auch Vorteile hinsichtlich der Flächennutzung. Straßenverkehr benötigt große Flächen für Fahrbahnen, Parkplätze und Infrastruktur. Eisenbahnlinien hingegen können deutlich mehr Menschen oder Güter auf weniger Raum transportieren. In dicht besiedelten Regionen wird dies besonders deutlich: Ein einzelner Zug kann mehrere hundert Personen transportieren und damit zahlreiche Autos ersetzen. Dies reduziert nicht nur den Flächenbedarf, sondern auch Staus, Lärm und Luftverschmutzung.
Güterverkehr
Ein weiteres Argument für den Ausbau des Bahnverkehrs ist seine Rolle im Gütertransport. Der Güterverkehr auf der Straße ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor. Eine stärkere Verlagerung von Gütern auf die Schiene könnte hier erhebliche Einsparungen bringen. Besonders im kombinierten Verkehr, bei dem Container oder Wechselbrücken zwischen Lkw, Bahn und Schiff wechseln, kann die Bahn ihre Stärken ausspielen. Dabei übernimmt die Bahn die langen Transportstrecken, während Lkw die sogenannte „letzte Meile“ bedienen.
Infrastruktur der Bahn
Trotz dieser Vorteile steht der Bahnverkehr vor erheblichen Herausforderungen. In vielen Ländern ist das Schienennetz über Jahrzehnte hinweg zu wenig ausgebaut oder modernisiert worden. Engpässe, überlastete Strecken und veraltete Infrastruktur führen zu Verspätungen und begrenzen die Kapazität. Für eine erfolgreiche Verkehrswende sind daher massive Investitionen notwendig. Dazu gehören der Ausbau bestehender Strecken, die Elektrifizierung bislang nicht elektrifizierter Linien, der Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken sowie die Modernisierung von Bahnhöfen und Signalanlagen.
Digitalisierung
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Digitalisierung des Bahnverkehrs. Moderne Leit- und Sicherungssysteme können die Kapazität des bestehenden Netzes deutlich erhöhen, indem sie kürzere Zugabstände ermöglichen. Systeme wie das europäische Zugsicherungssystem ETCS sollen langfristig nationale Standards ablösen und den grenzüberschreitenden Bahnverkehr vereinfachen.
Personenverkehr
Der Personenverkehr auf der Schiene erlebt in vielen Ländern eine Renaissance. Hochgeschwindigkeitszüge verbinden große Städte immer schneller miteinander und machen die Bahn auf Strecken bis etwa 800 Kilometer zur konkurrenzfähigen Alternative zum Flugzeug. Damit auch der regionale Bahnverkehr an Bedeutung gewinnt, sind zuverlässige Taktfahrpläne, gute Anschlussverbindungen und eine attraktive Tarifstruktur notwendig.
An der Schweiz orientieren
Länder wie die Schweiz zeigen, wie eine gut ausgebaute Infrastruktur die Attraktivität des Schienenverkehrs erhöht.
Regionen besser anbinden
Ein leistungsfähiger Bahnverkehr kann dazu beitragen, Regionen besser miteinander zu verbinden und den Zugang zu Arbeitsplätzen, Bildungseinrichtungen und kulturellen Angeboten zu erleichtern. Gleichzeitig kann eine Verlagerung von Verkehr auf die Schiene die Lebensqualität in Städten verbessern, indem die Folgen des Pendelverkehrs abgemildert werden: Lärm, Abgase und Flächenverbrauch.
Langsame Umsetzung
Die Umsetzung der Verkehrswende im Bahnsektor erfordert jedoch langfristige politische Strategien und stabile Finanzierung. Infrastrukturprojekte im Bahnverkehr haben leider oft Planungs- und Bauzeiten von Jahrzehnten. Deshalb ist es entscheidend, frühzeitig klare Prioritäten für die Schiene zu setzen.
Trans Europa Expresszahlung
Ein weiteres Argument pro Wero ergibt sich aus der europäischen Dimension des Bahnverkehrs. Viele Bahnreisen überschreiten nationale Grenzen, insbesondere im Hochgeschwindigkeits- und im Nachtzugverkehr. Ein einheitliches europäisches Bezahlsystem kann die Buchungen erleichtern.
Grenzüberschreitende Bahnreisen
Der Kauf von grenzüberschreitenden Bahntickets ist heute leider immer noch eine echte Herausforderung, besonders im europäischen Nachtzugverkehr. Wenn Wero in allen europäischen Ländern verbreitet ist, könnten Fahrgäste grenzüberschreitende Bahnreisen buchen, ohne sich mit den Eigenheiten der unterschiedlichen nationalen Zahlungssystemen zu quälen.
Liege- und Schlafwagen
Wer heute einen Liege- oder Schlafwagen von München nach Rom oder von Wien nach Amsterdam reservieren möchte, wird vom DB-Navigator an die Nightjet-Webseite der ÖBB verwiesen. Und selbst ein einfacher Sitzplatz auf einer innerdeutschen Teilstrecke ist nicht über die Deutsche Bahn buchbar. Das muss einfacher flotter funktionieren.
Europäische Nachtzugverbindungen
Europäische Nachtzugverbindungen erleben seit einigen Jahren eine deutliche Renaissance. Nachdem viele Nachtzugangebote in den 2000er und frühen 2010er Jahren eingestellt wurden, wächst heute wieder das Interesse an dieser Reiseform. Die Gründe dafür sind vielfältig:
- Steigendes Umweltbewusstsein
- Suche nach Alternativen zum Kurzstreckenflug
- Nostalgische Sehnsucht nach dem alten Europa
- Sparen einer Hotelübernachtung
Hotelübernachtung sparen
Nachtzüge verbinden Städte über lange Distanzen. Wer abends einsteigt, erreicht am nächsten Morgen sein Ziel. Besonders auf Strecken zwischen etwa 600 und 1500 Kilometern stellt der Nachtzug eine attraktive Alternative zum Flugzeug dar. Reisende sparen sich eine Hotelübernachtung und vermeiden lange Wartezeiten an Flughäfen.
ÖBB-Nachtzüge
Ein zentraler Anbieter von Nachtzügen in Europa ist die österreichische Bahngesellschaft ÖBB. Sie betreibt unter der Marke Nightjet ein umfangreiches Netz an Nachtzugverbindungen, das zahlreiche europäische Metropolen miteinander verbindet. Von Städten wie Wien, München oder Zürich fahren Züge beispielsweise nach Hamburg, Amsterdam, Rom oder Paris. Die Nightjet-Züge bieten verschiedene Komfortklassen, darunter Sitzwagen, Liegewagen und Schlafwagen mit privaten Abteilen.
SNCF (Frankreich) und SJ (Schweden)
Auch andere europäische Bahnunternehmen beteiligen sich am Ausbau des Nachtzugnetzes. Die SNCF hat in Frankreich einige nationale Nachtzuglinien wieder eingeführt. In Skandinavien betreibt die SJ Nachtzüge, die unter anderem Stockholm mit Nordschweden verbinden.
Energiesparen
Ein Argument für die Wiederbelebung der Nachtzüge ist die durch den Krieg im Iran ausgelöste Ölkrise von 2026. Die energieeffiziente Bahn kann dazu daher beitragen, Auto- und Flugreisen auf kurzen und mittleren Distanzen zu ersetzen.
Die Bahn braucht neue Trassen
Was die Renaissance des Nachtzugverkehrs stört, ist die fehlende Infrastruktur. Viele Bahnstrecken sind bereits stark ausgelastet, insbesondere tagsüber durch den Hochgeschwindigkeits- und Güterverkehr. Nachtzüge benötigen jedoch Zeitfenster während der Nacht, in denen gleichzeitig Wartungsarbeiten an den Strecken stattfinden.
Mehr Schlafwagen bitte
Ein weiterer Aspekt betrifft das Rollmaterial. Schlafwagen und Liegewagen sind aufwendiger und teurer als normale Reisezugwagen. Viele der derzeit eingesetzten Wagen stammen noch aus älteren Generationen und müssen modernisiert oder ersetzt werden. Einige Bahnunternehmen investieren deshalb in neue Nachtzugzüge mit verbesserten Schlafkabinen, mehr Privatsphäre und modernen Ausstattungen wie WLAN oder individuellen Sanitärbereichen.
Nachtzüge buchen und bezahlen
Die Buchung internationaler Bahnreisen ist zu kompliziert. Unterschiedliche Tarifsysteme und getrennte Buchungsplattformen erschweren die Planung. Es fehlt an einheitlichen Buchungs- und Zahlungssystemen, um europäische Nachtzüge attraktiver zu machen.
Die Bahn und das Wero-Projekt
Wero kann die Bahn voranbringen, und die Bahn das gesamte Wero-Projekt. Wichtig wäre die Integration der neuen europäischen Zahlungsart in den DB-Navigator und die Buchungs-Website. Hier eine Idee fürs Bahn-Marketing: Alle reden von Wero. Wir haben den Anschluss.
