Crowdfunding-Plattformen gibt es wie Sand am Meer. In diesem Beitrag geht es um die Auswahl der besten Crowdfunding-Plattform für das eigene Projekt. Und natürlich spielt dabei auch das Thema Zahlungsarten eine Rolle. Wero ist inzwischen nämlich auch in der Crowdfunding-Szene angekommen. Aber zunächst zu den Basics: Was ist Crowdfunding?
Crowdfunding – was ist das?
Crowdfunding ist eine Form der Finanzierung, bei der viele Menschen gemeinsam Geld für eine Idee zur Verfügung stellen, genauer gesagt für die Umsetzung der Idee, also das Projekt.
Der Begriff Crowdfunding
Der Begriff Crowdfunding setzt sich aus den englischen Wörtern „Crowd“ für Menschenmenge und „Funding“ für Finanzierung zusammen. Crowdfunding bedeutet: Viele Menschen finanzieren gemeinsam ein Projekt.
Finanzierung auf vielen Schultern
Für die Menschen, die ihr Projekt auf die Beine stellen möchten, heißt das: Statt das benötigte Geld von einer Bank oder einem einzelnen Investor zu erhalten, wird die Finanzierung auf viele Unterstützer verteilt.
Die bekanntesten Crowdfunding-Plattformen: Startnext und Kickstarter
Die beiden bekanntesten Crowdfunding-Plattformen sind Startnext und Kickstarter. Diese beiden habe ich deshalb etwas ausführlicher unter die Lupe genommen. Dieser Beitrag beschränkt sich auf das klassische Crowdfunding. Es geht also um die Realisierung konkreter Projekte, und nicht wie bei GoFundMe oder Patreon um das Sammeln von Spenden. Jetzt aber los mit Startnext.
Crowdfunding mit Startnext
Die Basics zu Startnext:
- Stark lokal geprägt
- Deutschsprachige Plattform
- Auswahl zwischen „Alles oder nichts“ und „Flex“
- Gut geeignet, um gezielt eine deutschsprachige Community ansprechen
Wer ist auf Startnext unterwegs?
Auf Startnext tummeln sich hauptsächlich Gründer, Künstler, Kreative und Initiativen. Die Plattform fördert „Feminismus, Gemeinwohl, Kultur und Demokratie.“
Welche Pakete bietet Startnext?
- Basis
- Pro
- Premium
- Enterprise – nur für Spezialfälle
Die Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede zwischen Basis, Pro und Premium. Hier ist die ausführliche Tabelle: Produktauswahl bei Startnext.
| Kriterium | Basis | Pro | Premium |
|---|---|---|---|
| Max. Laufzeit | 60 Tage | 120 Tage | offen |
| Provision | 5 % | 11 % | 14 % |
| Sprachen | 1 | 1 – 3 | 1 – 5 |
| Dankeschöns | <12 | >12 | Bundles |
Ablauf Crowdfunding bei Startnext:
Erst mal ein kostenloses Erstgespräch mit Startnext vereinbaren! Wenn das Erstgespräch positiv verläuft, steht der Kampagne nichts im Wege. So läuft die Kampagne selbst ab:
1. Idee vorstellen
Der Projektstarter stellt seine Idee der Plattform Startnext intern vor: Was ist geplant, wofür wird das Geld benötigt?
2. Finanzierungsziel festlegen
Es wird festgelegt, wie viel Geld für die Umsetzung des Projekts benötigt wird.
3. Projekt veröffentlichen
Die Kampagne wird auf Startnext veröffentlicht. Nun können Interessierte das Projekt ansehen und sich über die Idee informieren.
4. Unterstützer gewinnen
Menschen, denen das Projekt gefällt, können es mit einem selbst gewählten Betrag unterstützen. Häufig gibt es dafür verschiedene Gegenleistungen.
5. Finanzierungsziel erreichen
Wenn genügend Menschen das Projekt unterstützen und das benötigte Geld zusammenkommt, kann die Umsetzung beginnen.
6. Projekt umsetzen
Der Projektstarter verwendet das gesammelte Geld für den im Projekt beschriebenen Zweck und setzt die Idee in die Tat um.
7. Gegenleistungen erhalten
Die Unterstützer erhalten – abhängig vom jeweiligen Projekt – ihre versprochene Gegenleistung, zum Beispiel ein Produkt, eine Eintrittskarte oder ein besonderes Dankeschön.
- Kosten: Kosten entstehen nur, wenn das Crowdfunding geklappt hat! Die Provision wird dann anhand des Pakets und des Auszahlungsbetrages berechnet.
- Auszahlung: Die Auszahlung erfolgt typischerweise etwa 21 Tage nach dem erfolgreichen Abschluss der Crowdfunding-Kampagne.
Beispiel für ein erfolgreiches Crowdfunding bei Startnext: Veload
Die Zahlungsart Wero wird bei Startnext nicht angeboten!
Crowdfunding mit Kickstarter
Startnext und Kickstarter sind in einigen Dingen ziemlich ähnlich, auf beiden Plattformen tummeln sich Kreative und Künstler. Und beide Plattormen funktionieren, obwohl Startnext auch ein anderes Modell anbietet, am besten nach dem AON-Prinzip: Alles oder nichts. Es gibt aber auch gewichtige Unterschiede:
| Kriterium | Startnext | Kickstarter |
|---|---|---|
| Reichweite wo? | Deutschland, Österreich, Schweiz | Global, besonders USA und UK |
| Projektarten | Kreatives und Soziales | Kreatives und Gadgets, Design, Technologie und Spiele. |
| Projektgröße | Überschaubare | Auch Großprojekte wie Filme und Computerspiele |
Entscheidungshilfe Startnext vs Kickstarter
- Startnext eignet sich prima, wenn das Crowdfunding primär eine deutschsprachige Zielgruppe ansprechen soll. Durch den deutschsprachigen Support ist Startnext sehr einsteigerfreundlich. Startnext-Projekte im Alles-oder-nichts-Modus haben eine relativ hohe Erfolgsquote.
- Kickstarter ist die beste Crowdfunding-Plattform für den globalen Markt. Die Kampagnen, zum Beispiel für Hardware, Brettspiele, Gadgets oder Filme, werden auf Englisch geführt werden und stehen in starker internationaler Konkurrenz.
Die Zahlungsart Wero wird bei Kickstarter nicht angeboten!
Das war der Überblick zu Startnext und Kickstarter. Weiter geht es mit zwei Plattformen, die mit den VR-Banken bzw. den Sparkassen kooperieren: Fairplaid und 99 Funken. Spoiler: Nun könnte man meinen, dass beide Plattformen ganz selbstverständlich die Zahlungsart Wero anbieten. Leider trifft das nur zur Hälfte zu.
Cowdfunding mit Fairplaid (kooperiert mit VR-Banken)
Fairplaid ist eine Crowdfunding-Plattform, die sich auf Sportprojekte spezialisiert hat. Vereine, Teams und einzelne Sportler können dort Kampagnen starten, um finanzielle Unterstützung für konkrete Vorhaben zu sammeln. Wer unterstützen möchte, spendet kleine oder größere Beträge, damit ein Finanzierungsziel erreicht wird.
Eine Crowdfunding – Kampagne via Fairplaid
- Zunächst wird ein Projekt erstellt. Dabei definieren Initiatoren ihr Ziel, etwa die Finanzierung neuer Trikots, die Renovierung eines Vereinsheims oder die Teilnahme an einem internationalen Turnier. Anschließend wird eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die meist über mehrere Wochen läuft.
- Während dieser Zeit können Unterstützer das Projekt finanziell fördern. Prämien sind zum Beispiel (signierte) Trikots, persönliche Danksagungen oder Einladungen zu Vereinsveranstaltungen sein.
Alles oder nichts
- Wenn das Finanzierungsziel innerhalb der Kampagnenzeit erreicht wird, erhält das Projekt das gesammelte Geld.
- Wird das Ziel nicht erreicht, erhalten die Unterstützerinnen und Unterstützer ihre Beträge zurück.
Zielgruppe: Sportvereine, Athletinnen und Athleten
- Vereine können ihre Community direkt einbinden und gemeinsam Projekte realisieren.
- Eine Kampagne sorgt oft für zusätzliche Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken, in der lokalen Presse oder innerhalb des eigenen Vereins. Wenn die Kampagne gelingt, wird nicht nur Geld gesammelt. Auch der Zusammenhalt im Verein wird wachsen.
- Auch für einzelne Sportler kann die Plattform eine wichtige Unterstützung sein, etwa bei der Finanzierung von Trainingslagern, Wettkampfreisen oder Ausrüstung.
- Beispiel für eine erfolgreiche Fairplaid-Kampagne: FundMyParabike
Die Zahlungsart Wero wird bei Fairplaid angeboten!
Cowdfunding mit 99 Funken (kooperiert mit Sparkassen)
Die Crowdfunding-Plattform der Sparkassen nennt sich 99 Funken. 99 Funken bietet sozialen Initiativen, Vereinen und lokalen Projekten an, Geld für ihre Ziele zu sammeln. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, gemeinsame Projekte mit der lokalen Sparkasse umzusetzen. Finanziert werden zum Beispiel:
- Inklusive, lokale Begegnungstätten
- Sportplätze, Sportgeräte und Vereinsbusse
- Frauenhäuser
- Restauration von Kirchenorgeln
Die Zahlungsart Wero wird bei 99 Funken nicht angeboten!
Das war der Überblick zu Fairplaid und 99 Funken. Weiter geht es mit einem kurzen Portrait zwei weiterer, kleinerer Crowdfunding-Plattformen.
Weitere Crowdfunding-Plattformen
Die Zahlungsart Wero wird bei GoodCrowd und EcoCrowd nicht angeboten!
Die Phasen einer Crowdfunding-Kampagne
Hier nochmal. unabhängig von der Plattform, die wichtigsten Schritte beim Crowdfunding:
- Projekt planen
- Projekt auf einer geeigneten Plattform vorstellen
- Beginn der Finanzierungsphase – ab jetzt können die Unterstützerinnen und Unterstützer Geld zusagen
- Ende der Finanzierungsphase – es wird überprüft, ob das vorher festgelegte Finanzierungsziel innerhalb der Frist erreicht wurde
- Auszahlung – bei Erreichung des Finanzierungsziels erhält der Initiator das gesammelte Geld
- Umsetzung des Projekts
- Auslieferung des Projekts an die Unterstützerinnen und Unterstützer

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