Wo erhalte ich ein Wero-Plugin für Woo?

Woo-Logo. Zusatz: Payment-Plugin

Wo erhalte ich ein Wero-Plugin für meinen (kleinen) WooCommerce-Shop? Dieser etwas ausführlichere Beitrag geht der Frage nach, wie sich das Shopsystem Woo am besten mit dem Zahlungssystem Wero verknüpfen lässt. Bevor es los geht, noch ein kleiner Hinweis zu den Bezeichnungen: WooCommerce hat den Markennamen seit 2023 zu Woo verkürzt, hier werden beide Begriffe synonym verwendet. Jetzt aber zur Ausgangslage für die Wero-Integration. Die ist für große und kleine Shops unterschiedlich.

Wero für große Onlineshops

  • Große Onlinehändler verwenden stark individualisierte oder speziell für sie entwickelte Shopsysteme.
  • Große Onlinehändler werden von der EPI umschwärmt.
  • Große Onlinehändler verfügen über die nötigen finanziellen Mittel, um sich die Wero-Schnittstelle zwischen Shopsystem und Bankkonto programmieren zu lassen.

Fazit: Für große Onlinehändler ist die Entscheidung für oder gegen Wero eine politische und eine kaufmännische Frage.

Wero für kleine Woo-Shops

  • Kleine Onlinehändler verwenden standardisierte Shopsysteme wie Shopify oder WooCommerce. Manche mittelgroße Onlinehändler verwenden Shopware in der, nach einer kräftigen Preiserhöhung, für kleine Händler nicht mehr attraktiven Bezahlvariante. Die Community-Version von Shopware ist kostenlos, erfordert aber mehr technisches Knowhow als WooCommerce.
  • Kleine Onlinehändler, die Wero anbieten möchten, tauchen in den von der EPI verbreiteten Pressemeldungen Verfügbarkeits-Ankündigungen nicht auf.
  • Kleine Onlinehändler, die Wero anbieten möchten, sind auf Wero-Schnittstellen angewiesen.

Fazit: Für kleine Onlinehändler ist die Entscheidung für oder gegen Wero keine politische oder kaufmännische, sondern eine technisch Frage. Ohne Wero-Schnittstelle kein Wero. Um das Thema Schnittstelle besser zu verstehen, folgt nun ein Blick auf den Aufbau eines WooCommerce-Shops.

Der Aufbau von WooCommerce

Das kostenlose Shopsystem WooCommerce basiert auf WordPress. In WordPress werden Erweiterungen entweder Plugins oder Extensions genannt. Ein typischer Woo-Shop ist in drei Ebenen aufgebaut:

  1. WordPress, der weltweite Marktführer für die Gestaltung von Websites aller Art, bildet die Basis.
  2. Das Plugin Woocommerce erweitert eine WordPress-Website mit der Shopfunktion.
  3. Extensions erweitern ein Plugin mit zusätzlichen Funktionen. Extensions gibt es für viele, aber nicht alle Plugins. Für WooCommerce stehen zahlreiche Extensions zur Verfügung, zum Beispiel Shipping-Extensions zur feinen Staffelung von Versandkosten oder Payment-Extensions zur Abwicklung von Zahlungsarten.

Der Unterschied zwischen Plugins und Extensions

Im Backend von WordPress werden Plugins und Extensions zwar im selben Fenster verwaltet, es gibt aber diesen Unterschied:

  • Plugins funktionieren in WordPress direkt.
  • Extensions benötigen ein Plugin, um zu funktionieren. Ohne WooCommerce als Basis funktionierten keine WooCommerce-

Extensions sind also Plugins für Plugins. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie deshalb oft auch als Plugin bezeichnet.

Merke: Nicht jedes Plugin ist eine Extension, aber jede Extension wird in WordPress wie ein Plugin verwaltet.

Pflicht-Extensions für WooCommerce

Wer WooCommerce verwendet, hat zumeist mehrere WooCommerce-Extensions im Einsatz. Zwei davon sind Pflicht:

  • Eine Extension zur Anpassung an die rechtlichen Vorgaben in Deutschland. Zur Auswahl stehen hier WooCommerce Germanized (kostenlos oder als Bezahlversion erhältlich) und German Market (kostenpflichtig).
  • Eine Payment-Extension.

Payment-Extensions für WooCommerce

Wer schon länger einen WooCommerce-Shop betreibt, musste für den Einzug per PayPal keine Extension installieren. Seit dem Release von WooCommerce 5.5 im Juli 2021 ist PayPal aber nicht mehr standardmäßig in der Neuinstallation von WooCommerce enthalten. Wer seinen Shop später gestartet hatte, entschied sich für eine Payment-Extension. WooCommerce ist ein Open-Source-System, der Quellcode steht offen zur Verfügung. Bei solchen Systemen ist es üblich, dass mehrere Anbieter Extensions entwickeln, die dann miteinander konkurrieren.

Populäre Payment-Extensions für WooCommerce

Folgende Payment-Extensions sind bei Woo-Händlern weit verbreitet:

Diese Liste ist nicht vollständig, ich habe nur die wichtigsten Payment-Extensions verlinkt. Was für alle obigen Extensions gleichermaßen gilt:

Alle diese Payment-Extensions sind im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis erhältlich. Das heißt auch:

  • Diese Extensions sind, wie alle Plugins in diesem Verzeichnis, kostenlos
  • Diese Extensions unterliegen, wie alle Plugins in diesem Verzeichnis, bestimmten Standards sowie einer Qualitätskontrolle durch das Plugin-Review-Team von WordPress. Bei Plugins aus externen Quellen fällt dieses Qualitätskontrolle weg.
  • Diese Extensions lassen sich unkompliziert aus dem Backend von WordPress heraus installieren.
  • Diese Extensions lassen sich unkompliziert aus dem Backend von WordPress heraus aktualisieren.

Externe Payment-Extensions

Neben dem offiziellen Plugin-Verzeichnis gibt es für Bezahl-Plugins noch weitere Plugin-Quellen:

  • Der Plugin-Marktplatz von WooCommerce.com. Auf dem WooCommerce-Marktplatz werden sowohl Plugins von WooCommerce selbst, wie auch von externen Herstellern vertrieben
  • Unabhängige Plugin-Marktplätze wie Envato – mit Vorsicht zu genießen
  • Einzelne Hersteller, wie zum Beispiel MarketPress und Vendidero

Die WooCommerce-Payment-Extension von VR Payments

VR Payments, das VR steht für die Volks- und Raiffeisenbanken, entwickeln eine eigene Payment-Extension für WooCommerce.

Entscheidung für WooCommerce-Händler

WooCommerce-Händler stehen damit zukünftig drei Optionen zur Einbindung von Wero zur Verfügung:

  • Wero über Stripe nutzen
  • Wero über Mollie nutzen
  • Wero über VR Payment nutzen